Vorrede.
belten mag sich ein Schriftsteller in Bezug auf dieFortsetzung eines von ihm begonnenen Werkes so ver-rechnet haben, wie ich in Bezug auf den gegenwärtigenBand meines Zweckes im Recht. Nicht bloss dass der-selbe das Werk nicht zu Ende bringt, wie ich beabsich-tigt und dem Leser versprochen hatte, sondern derselbehat sogar einen gänzlich andern Inhalt bekommen, alsich für ihn in Aussicht genommen hatte. Der ursprüng-lichen Anlage desselben gemäss (I, S. 66) hätte deregoistischen Selbstbehauptung, mit der der erste Bandabschliesst, im neunten Kapitel die ethische folgen sollen,aber als ich mich an die Bearbeitung desselben machte,überzeugte ich mich sehr bald, dass ich mich des Aus-drucks ethisch nicht bedienen könne, ohne eine Begriffs-bestimmung vorauszuschicken. Die gangbare genügtemir nicht, sie setzt die Anschauung des Sittlichen,welche sie in die Form des Begriffs zu bringen sucht,als gegebene Thatsaehe voraus; ohne diese Prämisse istsie nicht im Stande, den Begriff klar zu stellen. Ichmeinerseits war zu dem Resultate gelangt, dass diese