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III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland.
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Schwierigkeiten verursachte die Erwärmimg, welche trotzlacirter eiserner Steinkohlenöfen (fünf an der Zahl) bei'". o-er Kälte sich kaum über 12° E. bringen Hess, da dietacke durch ihre hohe und freie Lage den West- undtodvestwinden stark ausgesetzt war, was freilich derVentilation zu statten kam.
Wartung und Beköstigung besorgte das nahegelegene
Garnisonspital.
In Altena (in Westfalen) wurde bei dem dortigen
Johanniter - Krankenhaus eine Baracke errichtet. Die-
11 ip für 18 Betten eingerichtet, stand auf dem Schloss
berge
hoch und frei gelegen, auf felsigem Grunde,
„it der Längsrichtung von N—S, war fest gebaut,15, m lang, 6.6 m breit, bis zum Dach 4.4 m, bis zum First7, B hoch, hatte vier Fenster in der Westfront, zwei in,1er Rückseite, zwei in der Südgiebelseite und acht Klapp-fenster im Bach. Die Wände waren l.a; m hoch, vonLuftziegelsteinen, im Uebrigen von Holz erbaut. Am Süd-triebel befanden sich zwei abgezweigte Räume für Wärterinnen,am Xordgiebel ein zweisitziger Abtritt in einem Anbau.Per innere Raum war in zwei Krankenzimmer zu acht undzehn Betten getheilt. Der Haupteingang befand sich in derFront (Westseite), ein zweiter im südlichen Giebel. DieBaracke wurde im August belegt und blieb bis zum Mai1871 im Gebrauch.
Von ähnlicher Konstruktion war eine zu Sonnenburgim Garten des Johanniter-Krankenhauses aufgeschlageneund bis zum Sommer 1871 belegte Baracke.
Im Anschluss an diese Gruppe sind noch die
Krankenbaracken des Bayerischen Haupt-Feldspitals No. 4 zu Mosbach 1 )(vergl. Tafel LVII)zu erwähnen. Dieses Haupt-Feldspital konnte bei der EndeJuli 1^70 befohlenen Etablirung in Mosbach in Badenhinreichende und zweckentsprechende Räume zur Aufnahmevon 500—800 Kranken nicht erlangen, hatte daher als-bald die Erbauung von sieben Krankenbaracken für je40 Kranke zu unternehmen. Für die Aufstellung derselbenfand sich ein hygienisch äusserst günstiges, hochgelegenesTerrain südöstlich der Stadt, einige hundert Schritt ent-fernt von der am obern Stadtende von der Hauptstrassenach Würzburg sich abzweigenden „alten Strasse nachSchefflenz'', an der linken Wand des Elzthales.
Die Baracken wurden an dem sanft abfallenden Berg-allhang auf trockenem Ackerfelde mit dem Längendurch-messer parallel zur Thalrichtung und unter Berücksichtigungder da? Thal durchziehenden „alten Schefflenzerstrasse"mit möglichst geringen Erd- und Maurerarbeiten aufgestellt.
Links der Schefflenzerstrasse erhoben sich dreiBaracken in freien Abständen von 9 m, parallel zu einander,die nächste stets etwas höher gelegen als die vorher-
Vergl. S. 317.
gehende; — rechts der genannten Strasse sollten vierBaracken mit freien Abständen von 6 m Platz finden. Vonletzteren wurden zwei ganz, die übrigen beiden nur theil-weise vollendet. Ungefähr in der Mitte zwischen sämint-lichen Baracken, fast unmittelbar an der Strasse, erhieltdie Küche sammt einem Anbau zur Speisevertheilungihren Platz. Bei einem an derselben Strasse alleinstehendenHause befand sich in mittlerer Entfernung von 2—300 Pubsvon den Baracken ein Brunnen, welcher gutes Trinkwasserin hinreichender Quantität lieferte.
Für die unteren der links der Strasse erbauten Barackenwurde eine freistehende Latrine hergestellt, an den oberenBaracken dieser Reihe befand sich die Abtrittsanlage ineinem Anbau, dessen andere Hälfte als Wärterzimmer diente.Für Apotheke und Magazin fanden sich geeignete Räume innahegelegenen Häusern vor.
Der Grösse und Konstruktion nach unterschieden sichdie Krankenbaracken untereinander nicht. Jede Barackehatte bei einer Länge von 42.3 m im Lichten eine Breitevon 6 m und eine Höhe vom Fussboden bis zur Dachschwellevon 3 m, bis zum Giebel von 5.4 m.
Jede Baracke sollte zur Aufnahme von 40 Krankendienen, und zwar standen an jeder Längsseite 20 Betten,wobei in der Mitte ein 2.4 m breiter Durchgang frei blieb.
Vor Errichtung der Baracken ebnete man das Terrainso weit, dass die Höhe des aus Backsteinen gemauertenSockels nur zwischen 30 und 50 cm variirte. Aufdiesem Sockel ruhten die Mauerschwellen und Boden-rippen; letztere wurden noch an einzelnen Stellen unter-mauert; der hohlliegende Fussboden bestand aus starkenrauhgefugten Dielen. Zwischen den Pfosten waren Quer-und Streberiegel und auf den Pfosten die Pfetten verzapft;die Firstpfette sass auf den Dachpfosten auf, welche letztereauf den Kehlbalken aufstehend in diese eingezapft waren.
Die Wände hatten einfache Verschalung von vertikalstehenden Brettern mit Fugenleisten, verstärkt durch Strebenund sogenannte Rahmenschenkel zwischen den Pfostenund Streben.
Streben — durch eiserne Schrauben befestigt — ver-banden der Quere nach die Dachpfosten mit den Quer-balken und Pfosten. Auf die Pfetten waren die auf-gepassten Dachsparren genagelt, auf diese die Latten zurAufnahme der eingespeisten Hohlziegel, welche das Dachschlössen. An den Längsseiten der Baracken befanden sichje 10 zweiflügelige Fenster von O.9 m Breite und l.a m Höhe;die Fensterbrüstung lag l.osm hoch über dem Fussboden.An jeder Giebelseite, korrespondirend mit dem Mittelgangedes Krankensaales, befand sich eine Flügelthür, La mbreit und 2.i m hoch. Zu Ventilationszwecken warenunterhalb jedes zweiten Fensters l.s m lange und O.30 wbreite, in Charnieren gehende Holzladen angebracht.
Der Anbau der Baracke 111, dessen lichte Breite9 m und Tiefe 4.a m betrug, durch doppelte Bretter-