Bund I.
VI. Abschnitt: Bewegungen der III. und Maas-Armee nach der Schlacht hei Sedan, Einschliessung von Paris etc.
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zur Aufnahme innerlich Kranker, namentlich Typhöser. BisEude Oktober hatte es 367 Mann in Behandlung genommen.Im November Hess der Zugang an Typhuskranken (16) nach,um im Dezember wiederum auf 79 anzusteigen und im Januarbezw.Februar auf 36 bezw. 17 zu fallen. Unter dem Gesammt-zun'ano'e von 684 Mann befanden sich 320 Typhuskranke. DasLazareth wurde durch Personal des 2. und 7. Feldlazareths desGardekorps zeitweilig verstärkt. Am 8. März ging der Dienstan das Lazareth-Reservepersonal des Gardekorps über.
Das 8. Feldlazareth des Gardekorps, seit dem 27. Septemberin Louvres in der Mairie, dem Hospital und einigen Privat-gebäuden unter nicht ungünstigen hygienischen Verhältnissenetablirt, diente gleich dem vorigen vorzugsweise zur Aufnahmeinnerlich Kranker. In Summa behandelte es 766 Mann. Am22. Februar wurde Louvres für Lazarethzwecke aufgegeben,die letzten sieben Kranken des 8. Feldlazareths fanden Auf-nahme in dem 12. Feldlazareth des Gardekorps zu Gonesse(siehe Monat Februar).
Das 4. und 12. Feldlazareth IV. Armeekorps etablirtensich am 21. September in Villiers le Bei in vier Pensionaten,welche günstige hygienische Verhältnisse boten. In Summabehandelte das 4. Feldlazareth daselbst 371 Mann. Am 12. Oktoberging der Dienst in den Lazarethanstalten zu Villiers le Bei andas 3. und 7. Feldlazareth des Gardekorps über.
Im Schlosse zu Fcouen richtete sich am 24. September das3. Feldlazareth IV. Armeekorps unter vorzüglichen hygienischenVerhältnissen ein und nahm daselbst 332 Mann auf, von denenes 212 am 14. Oktober dem ablösenden 2. Feldlazareth desGardekorps übergab.
Das 5. Feldlazareth IV. Armeekorps etablirte sich am27. September zu Eaubonne in zwei am östlichen Ausgange desOrtes gelegenen Schlössern. Es nahm bis Ende November462 Mann auf. In den Monaten Dezember und Januar warder Zugang unbedeutend, im Februar betrug derselbe jedochwiederum 150 Mann. Nachdem das Lazareth am 2. März31 Kranke mittels Sanitätszuges evakuirt hatte, blieben ihmnoch 53 Kranke, welche es an dem genannten Tage dem11. Feldlazareth IV. Armeekorps übergab. Da indessen Eaubonnealsbald geräumt wurde, erreichte die Thätigkeit des 11. Feld-lazareths am 10. März ihr Ende, der Bestand desselben gingan das 10. Feldlazareth des Gardekorps in Villiers le Bei über.
Während des Monats Oktober veranlassten insbesonderedie Vorpostengefechte bei Bondy (am 8. und 10. Oktober),das Gefecht bei Bagneux (am 13. Oktober) und das Ausfall-gefecht bei La Malmaison (am 21. Oktober), sowie dasGefecht bei Le Bourget am 28. und die Erstürmung diesesDorfes am 30. Oktober') die Etablirung von Verbandplätzenseitens einzelner Sanitätsdetachements.
Zum Vorpostengefecht bei Bondy am 8. Oktober rücktedas 1. Sanitätsdetachement XII. Armeekorps Nachmittags1 Uhr mit vier Krankenwagen aus und kehrte Abends6 '/:> Uhr mit vier Verwundeten zurück, welche es in seinemam 7. Oktober in Claye errichteten Verbandzimmer frischverband und an das Feldlazareth in Vaujours abgab. Am10. Oktober Nachmittags 372 Uhr wurde es von NeuemMarmirt und rückte mit vier Krankenwagen vor, auf welchenes fünf Verwundete einbrachte, um dieselben ebenfalls anMS vorgenannte Lazareth abzuliefern. Am 14. Oktober
l ) Generalstabswerk II, Seite 178 u. ff.
Nachmittags 4 Uhr begab es sich mit sechs Krankenwagenin die Vorpostenlinie und gelangte um 6 Uhr mit vierVerwundeten, die es nach Vaujours abgab, zurück.
In dem Gefecht bei Bagneux leisteten die 2. und3. Sanitäts-Kompagnie IL Bayerischen Armeekorps inPlessis-Piquet bei Chätillou Unterstützung; die Verw r undetenwurden unverzüglich in die nächsten Lazarethe (haupt-sächlich nach Massy) übergeführt; in Chätillou dauertedies bis in die Nacht hinein, weil der 2. Kompagnie dergrössere Theil der Fahrzeuge, welcher zur Kranken-rückbeförderung nach Corbeil abgegeben worden war, andiesem Tage fehlte.
In dem Ausfallgefecht bei La Malmaison errichtetedas 2. Sanitätsdetachement V. Armeekorps mit seiner
1. Sektion einen Verbandplatz in St. Cloud, mit seiner
2. Sektion einen solchen in Bougival, in dessen Nähe einweiterer Verbandplatz durch das 3. SanitätsdetachementV. Armeekorps etablirt wurde. Die Verwundeten diesesGefechts gelangten am 21. und 22. Oktober mit Hilfe derSanitätsdetachements nach Versailles und in das am20. Oktober zu St. Germain en Laye eingerichtete 3. Feld-lazareth VI. Armeekorps. (Siehe unten.)
Der 1. Württembergische Feld-Sanitätszug suchte andiesem Tage das Gefechtsfeld bei Champigny und LeFlaut ab.
In dem Gefechte bei Le Bourget am 28. Oktober tratdie 1. Sektion 2. Sanitätsdetachements des Gardekorps inWirksamkeit und führte die Verwundeten dieses Gefechtsnach den zu Gonesse und Villiers le Bei etablirten Feld-lazarethen über. Während des Gefechts am 30. Oktober,welches mit der Erstürmung von Le Bourget endete,errichteten das 2. und 3. Sanitätsdetachement des Garde-korps Verbandplätze, während das 1. Sanitätsdetachementsich bei dem Verwundeten - Transporte nach den Feld-lazarethen betheiligte.
Das 2. Sanitätsdetachement etablirte seinen Verband-platz in der ersten, westlich des Font Iblon in der Nähedes Moree-Baches aufgeführten Baracke, während das
3. Sanitätsdetachement ein an der Chaussee gelegenesHaus nebst Schuppen für seine Zwecke verwendete. DerTransport der Verwundeten fand vornehmlich nach Gonesseund Villiers le Bei statt. Neben den daselbst bereitsthätigen Feldlazarethen wurde in ersterem Orte am30. Oktober speziell zur Aufnahme der Verwundeten diesesTages das 4., im letzteren das 9. Feldlazareth des Garde-korps etablirt.
Am 1. Oktober waren im Einschliessungs-Bayon oderin unmittelbarer Nähe desselben 25 Feldlazarethe inWirksamkeit. Acht derselben wurden im Laufe desOktober auf- bezw. abgelöst, andererseits fanden 33 Neu-Einrichtungen statt, von denen nur eine (diejenige des2. Feldlazareths VI. Armeekorps in Villeneuve St. Georges)noch im Oktober wäeder aufgehoben ward, während fastalle übrigen, ebenso wie die grosse Mehrzahl der im
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