LH VOR WOBT.
liehen: deshalb folgt Vizthum aw/Vizthumb v. Eckstedt, obwohl esbuchstäblich ihm hätte vorangehen sollen. Auch sonst wich ich zu-weilen von der streng alphabetischen Ordnung ab, weil ich um mini-maler graphischer Unterschiede willen nicht den Überblick über diegleichen ersten Compositionsglieder erschweren mochte: darum wurdeBrod- und Brodt-, Claus- und Gauss-, Rot- und. Roth- zusammen-gefasst, immer aber gehörigen Orts ein Hiniveis angebracht. ÜberallHess ich mich, wie man sieht, von praktischen Erwägungen leiten:darum konnten auch die Namen nicht nach etymologischen Gesichts-puneten geordnet werden.
Bern Beispiel anderer- Matrikelregister, namentlich des recht gutgearbeiteten Wittenberger, schloss ich mich darin an, dass ich c undk, f und das gelegentlich durch u vertretene v, i, j und y vereinigte,ferner Beutsches wie Französisches und Englisches ai, ay unter eifey^ aufnahm. Spirantisches u hinter Consonanten fDuornik, Gual-terusj erhielt seinen Platz unter w. Im Gegensatz zu meinen Vor-gängern zog ich aber auch für den Inlaut die Consequenz. Manfindet also nicht allein die Vornamen Ki. (= Kilian) vor D. (=Baniel),Val. (=Valentin) und V. (=Yeit) vor Fr. (= Franz), sondern auchdie Familiennamen Volkert vor Völderudorf, Corvinus vor Korn ein-gereiht. Ich vertraue, dass das eingeschlagene Verfahren, welches diestörende Hypertrophie des Beutschen Alphabets unschädlich machenwill, nur im Anfang befremden wird.
Am Fuss des Personenregisters befinden sich biographische Nach-weise, soweit sie mir möglich waren. Ich habe lange geschwankt,ob ich die ganze Masse des aus der gedruckten Litteratur zunächstzur Sicherstellung der Namenformen von mir angesammelten Materialsmitteilen sollte. Schliesslich trug der Wunsch, sowohl den wesenlosenSchatten dahingegangener Geschlechter einige Körperlichkeit zu ver-leihen als auch für Erhebungen statistischer Natur einen haltbarenUnterbau zu liefern, den Sieg über die Sorge davon, ivelche das An-wachsen des Umfangs einflössen musste. Stets ivar ich indessen auftunlichste Knappheit bedacht. Zwar die leidige Sitte mancher Schrift-steller, die statt eines öfter iviederkehrenden Buchtitels den Verfasser-namen unter Beisatz der Formel 'a. a. 0.' citieren und nicht seltenden Leser zur Burchsicht vieler Butzende von Seiten nötigen, will erwissen, um welches Werk es sich handelt, empfahl sich zur Nach-ahmung nicht: ich habe mich dieser Bezeichnung nur bedient, wennder Buchtitel unmittelbar vorher genannt worden war. Wohl aberkam für gewisse häufig angeführte Bücher und ständig gebrauchte