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1 (1912) Text
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LI
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VORWORT: LI

hinter einem J. können sich sowohl Johannes als Jacobus, Joachimus,Jodocus, Josephus usiv. verbergen: zum warnenden Exempel dientendas Leidner und die nach seinem Muster angelegten Harderwijkerund Utrechter Register, in denen kaum ein einziger Namencomplexvoll verständlich ist, wenn man nicht gleichzeitig den Textabdrucknachschlägt. Massgebend für die Folge dieser Abbreviaturen unterein-ander war nicht ihr Schriftbild, sondern ihr Lautwert: Fr. (~Franz)steht also vor F. (= Friedrich), Jo. (= Jodocus) vor J. (= Johan-nes), Trio. (= Thomas) vorT. (^Tobias). Auch in anderm Betrachttvirkten die Holländischen Register abschreckend. Sie reihen nämlichjeden Namen genau dort ein, wohin er seiner zufälligen orthographi-schen Gestalt nach gehört, und verzetteln dadurch die sachlich iden-tischen, aber in der Schreibung abweichenden Formen auf die ver-schiedensten, mitunter Seitenlang voneinander entfernten Orte. Dasich nun, zumal die Niederländischen Copisten oft Deutsche Wortesinnlos entstellen, niemals alle Wandlungen, die mit einem Namenmöglicher Weise vor sich gegangen sind, berechnen lassen, so hält esungemein schiver, die Träger der gleichen Namen lückenlos festzu-stellen. Lch habe daher die Spielformen eines und desselben Familien-namens mit Einschluss der in den Versetzungslisten auftretenden Va-rianten tunlichst unter einem Ansatz zusammengefasst, wofern nichtzweifellose Corruptelen vorlagen (deshalb blieben Fehler wie Biselius1053 oder Gilus 15701 fort), dagegen auf jede dieser Spielformenan der ihr zukommenden alphabetischen Stelle verwiesen, selbst wennder Unterschied sich auf Vorhandensein oder Fehlen einer LateinischenEndung beschränkte. Dieser Verweis unterblieb nur in dem Fall,dass er unmittelbar hinter dem Sammelansatz hätte folgen müssen.Auch Latinisierungen bezog ich ein, sobald sie mit den DeutschenAequivalenten wechselten, subsumierte daher Albinus unter Weiss,Aquarius unter Wasserman, Ursinus unter Beer (nicht jedoch Fa-bricius unter Schmidt, weil es auch Schmidel, Schmidlein vertretenkann), oder machte wenigstens auf correspondierende Deutsche Formenaufmerksam, so bei Venatorius auf Jäger, bei Neander auf Neum&n.Weiter zu gehen schien gefährlich, iveil manche Latinisierung schonfest geivorden war: ich durfte nicht Gryphiander mit Griepenkerlvertauschen oder Praetorius und Schultheis identifizieren. Um frei-lich auszumiiteln, in welcher Spielform der einzelne Name jeweiligerscheint, muss der Leser die Nummern nachschlagen. Umlaute fandenprinzipiell keine Berücksichtigung. Adlige Namen stehen, soweit alseine sichere Scheidung möglich war, vor den gleichlautenden bürger-

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