XXXXIV VORWORT.
listen für die Jahre 1577. 1588—98 im Altdorfer Ms. Nr. 9 (Pro-tokolle der Scholarchen) und für 1589. 1596 — 1630 (es fehlen dasJahr 1601 und diepublici des Jahres 1613,) im Altdorfer Ms. Nr. 17 a(Liier recessuum). Zur Ergänzung können dienen aus dem 1. Bandevon B die Blätter 253 b ff. sowie Zusätze zu den Inscriptionen des15. Bectorats, ferner die Sammlung der 1577—1616 alljährlich amBeter-Paulstag von den Schülern aller 4 Glassen gehaltenen Beden,gedruckt in den Emblemata anniversaria academiae Noribergensis,quae est Altorfii, Nurenbergae 1617, endlich gelegentliche Notizender Annalen.
Natürlich konnten diese mit Sicherheit als der Matrikel fehlendermittelten Namen der Ausgabe nicht einverleibt werden: an welchemOrt und unter welchem Datum hätte das ivohl geschehen sollen ? Ichhabe sie vielmehr in das Personenregister aufgenommen. Ihm gabich den Gharaeter eines Bepertoriums sämtlicher überhaupt an derAltdorfer Universität als lehrend, lernend oder sonstwie tätig nach-weisbaren Männer, indem ich auch diejenigen Persönlichkeiten ein-reihte, welche, von auswärts berufen, niemals an ihr studiert hatten.Dadurch erübrigte sich zugleich ein eigenes Professorenverzeichnis.Auf den ersten Blick lassen sich meine Zusätze daran erkennen,dass sie der Jahrzahl und Nummer entraten. Die Schüler desGymnasiums, mochten sie nun in der Matrikel genannt sein odernicht, ivurden mit einem Stern ausgezeichnet; in wie weit und inwelchen Zeiträumen sie die Glassen absolvierten, besagen die Noten.Hier bedeutet IV/III usiv.: von der vierten in die dritte Glasse ver-setzt, publ.: zu den öffentlichen Vorlesungen zugelassen, also ivirk-licher Student. 1
Zweifelhafter Natur hingegen ivaren andere Nachrichten. Werin Altdorf nach Ausiveis der Stubenzinsregister für 1616—30. 1647—71 (Altdorfer Ms. Nr. 18 ab ) ein Zimmer des Gollegiengebäudesbeivohnte, seine Mahlzeiten am Tisch eines Dozenten oder des Speise-meisters einnahm, einem Stammbuch sich eintrug, brauchte darum der Uni-versität nicht anzugehören, sondern hielt sich vielleicht nur vorübergehendin der Stadt auf. Manche Buchdrucker-, Buchbinder- und Apotheker-gesellen schrieb man ivohl mit Absicht, ihres jugendlichen Alters wegen,nicht in die Matrikel ein. Unsere biographischen Nachschlagewerke
1 1624 fand keine Versetzung statt, obwohl sie beabsichtigt war: daraus erklärtsieh, dass zuweilen für 1624 und 1625 die gleichen Vorriickungen angegeben sind.1628 scheint es ebenso gehalten zu sein.