Octobcr l58li.
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dem All.nächtigen, seiner würdigen Mntter Maria und dem ganzen himmlischen Heer zu Lab und Ehre,dem Vaterland zum Traft und zur Wohlfahrt, allen guten Freunden und Glaubensgenossen zur Freude,den mißgünstigen und hochmüthigcn „Stiefbrüdern" aber zum Schrcken, mit besondcrm Verlangen er-warte, Der Entwurf zu diesem Bündnis wird jedem Boten abschriftlich mitgetheilt, *) Damit aber diesesgottselige Werk desto mehr Ansehen gewinne und die verbündeten Orte um so mehr Glük und Heil vonGott erlangen, und damit cS ihnen überhaupt zur Wohlfahrt gereiche, so wird einstimmig beschlossen,sich in der heutigen Nacht mit einer ordentlichen christlichen Ponitcnz und Beicht dazu vorzubereiten undmorgens während der feierlichen hl, Messe von der hl, Dreifaltigkeit von der Hand des päpstlichen Le-gaten das hl, Sacramcnt zu empfangen und darauf die beschlossene Verpflichtung **) mit öffentlichem Eid-schwur zu dekräftigen, I». Die Instructionen lauten einstimmig dahin, daß man nunmehr genügendeUrsache habe, denen von Mühlhausen die Bünde herauszugeben ; dieses soll jedoch in angemessener Formgeschehen Jedes Ort soll demnach seinen Bnndesbrief mit Mnhlhausen auf bevorstehenden Tag zu Badenschiken, damit daselbst die Uebergabe gemacht werde, «. Der neu erwählte Nuntius Santonio, Bischof zuTricar'icv präsentiert sich (Credcnzbrief vom l7, August), vermeldet des Papstes väterlichen segcn, Grußund gnädige Gesinnung gegen die VU Orte, ihre Hausgenossen, Weiber. Kinder, Unterthaneu, Land undLeute und erbietet sich, in allen ihren Anliegen ihnen väterlich beholfen und berathen zu sein, vornehmlich inNeformation geistlicher Personen und andern geistlichen Sachen, und bittet, auch mit der weltlichen Macht,wo cS nöthig würde, mitzuwirken; er erwartet, daß man alle Anliegen an ihn bringe, wo er dann nichtermangeln werde, nach bestem Vermögen zu handeln. Diese wohlwollenden Anerbieten und Zusicherun-gen werden angemessen verdankt; auch werden ihm der Handel bezüglich des Bischofs von Basel, daSEolleginm zu Mahland und dessen Proeurator Ambrosius Fornerius von Frciburg, sowie die Angelegen-heit wegen der Propste! Torello zu Lauis insbesondere anempfohlen. Jedes Ort soll seinen Gesand-ten auf nächsten Tag zu Baden Instructionen ertheilcn, was mit Bern bezüglich seines savohischcn Gebietsund in Betreff der Genfer mit denen man nichts mehr zu schassen haben will, gesprochen werden soll, und wieman bedauere daß es den katholischen Orten den Kornkauf entziehe und den Genfern zuwende, unge-achtet seine Bünde mit den Eidgenossen älter und Bern durch dieselben groß geworden sei. «. Auchüber den Bündncrhandcl sollen die Gesandten instruiert werden, damit man sich zu verhalten weiß, wenndie Bündner Antwort begehren sollte.., k. (S. u. Vier ennetbir^Vogt, überh.), K. (S. u. Mainthal).I. Den Gesandten von Schwhz werden Aufträge in Betreff der Stadt Rapperswhl ertheilt wegen derDrohungen eines gürchcrs und eineS BündnerS, diesen Ort in ihre Gewalt bringen zu wollen, I. lieberBesezung der bischöflich-constanzisthen Vogteien mit katholischen Eidgenossen, ferner was mit den Chor-herren von Zurzach wegen eineS Pfarrers nach Klingnau zu sprechen sei, endlich über die klingnauische An-gelegenheit sollen die Gesandten nach Baden instruiert werden, k. Der savohische Ambassador, Herr von"ambert beklagt sich daß sein Fürst seit einiger Zeit in der Eidgenossenschaft verunglimpft worden, indemausgestreut werde er beabsichtige einen Krieg gegen Bern oder die Stadt Genf, unternehme viele böseNeuerungen entgegen Brief und Sieget und trage au der großen Theurnug und „andern" Unruhen in der
.) «lnmerkun., im LucernererenN 'lar: Iii ab.,et,ort vor Rbätten vnd Hundertte» Mittwochen vor Dionisii (8. O.tob,) ,58,!;b.ypt daby vnd «fallt ...ynen „nedigen Herren vß dermoßen .voll,
«) Beilaqe Nr, 29, Der Goldene oder Borromäische Bund; .1, .i, 5. O.lober ,58«,