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Deeember 1585.
Niklaus von Wie, Landammann ob dem Wald; Melchior Lussi, Ritter, alt-Landammann nid demWald. Zug. Hauptmann Jakob Brandenberg; Heinrich Ilten, des Raths.
!». ES wird nochmals der Vortrag der IV evangelischen Städte verlesen. Weil aber dieser Handelso außerordentlich wichtig ist und zum Theil auch die Religion berührt, so will man darüber auch nurnach reiflicher Vcrathung antworten. Nun vernimmt man aber, daß die IV Städte ungeachtet ihrerschönen Worte damit umgehen, dem rebellischen König von Navarra sammt dessen hugenottischen Anhangnicht allein wider den König von Frankreich, sondern auch gegen die in dessen Dienst befindlichen Trup-pen der katholischen Orte,, auch wider Eid und Ehre, wider den ewigen Frieden, die Bünde und denLandfrieden, einen Aufbruch von 12000 Mann unter Herzog Casimir zu erlauben, ferner daß der Auf-bruch unversehens und in aller Stille vor sich gehen soll und daß auch die Obersten und Hauptlcuteschon bestellt seien. Daher wird für angemessen erachtet, die Antwort noch zu verschieben, bis man sieht, WMhinaus die Sachen wollen. Inzwischen soll jedes Ort die einsichtsvollen unter den Geistlichen und M'lOlichen zu Rathe ziehen und dann einen Vorschlag zu einer Antwort entwerfen, damit man auf nächst""V-örtischen Tag sich vereinbaren kann. Luccrn insbesondere soll den Reetor des Jesuiten -Collcgiums dmhin vermögen, daß er sich mit In Canisius in Frciburg darüber unterrede, ö». Auf den Bericht, dasdie Unruhen in Zug sich immer schlimmer gestalten, wird beschlossen, auf nächsten Freitag von jedemeinen Rathsboten dahin abzuordnen, um nochmals eine Vermittlung zu versuchen und nöthigenErnst anzuwenden. «I. An den Papst wird bezüglich des eidgenössischen Eolleginms in Mahland g"schrieben. Balthasar von Grissach entschuldigt den König von Frankreich in Betreff der ausstehendenPensionen, sucht zu beweisen, daß niemand die Ausbezahlung hintertrieben, sondern daß der Ambapad^nach Gutfinden und gemäß Weisung des Königs das Geld ausgctheilt habe; er meldet, daß der T^sorier in vier oder fünf Tagen in Solothurn eintreffen werde. Er bringt sodann ferner vor - DerKönig habe vernommen, daß die deutschen lutherischen Fürsten sich rüsten und mit 12000 EidgeuKss"aus deil lutherischen Orten dem König von Navarra und den rebellischen Hugenotten zu Hülfe zsttss"wollen, weßwcgcn er sich entschlossen habe, sich zur Gegenwehr zu rüsten; da er nun nächst Gott zu d"Eidgenossen sein höchstes Vertrauen seze und da dieser Krieg nicht allein Frankreich, sondern die gs -katholische Christenheit berühre, so begehre er zu dem schon in seinem Dienst befindlichen einen uc»Aufbruch von 8000 Manu; er bitte, dieses Begehren in den Abschied zu nehmen und sich so bald maglich darüber zu entschließen. — Die vorgebrachte Entschuldigung bezüglich der Pensionen wird mitfriedigung vernommen, weil nunmehr die dieses Handels wegen in Verdacht Gefallenen davon cutlwerden; das Begehren ni» einen Aufbruch wird in den Abschied genommen. «5. Uri wird auempfvlst"'"den andern vier Orten beförderlich einen Rechtstag vor dem Landrath gegen Hauptmauu Gedcon Str>anzusczcn wegen dessen Schcltuugen gegen die katholischen Orte in Bezug auf den Kappclcrkrieg-Vorgeben des Stricker, sich in jedem Ort stellen zu wollen um abzubitten, wird als eine Ausflucht stVerzögerung der Sache betrachtet, t". Jedem Ort wird eine Supplikation in Betreff des Josna st^Brunnen von Uri mitgetheilt, damit die Gesandten auf nächsten Tag zu Baden darüber instruiert
(S. u. Thurgau). I». HS. u. Deutsche gemeine Vogteien überhaupt). I. Dem nenerwähltcn W" 'zu Einfiedeln wird eine Verwendung an den Papst in Sachen seiner Eonfirmation ausgestellt