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November 4585.
gmeinlich vnnd sonderlich vnns der Fürsten, Herren vnnd Potentaten Bottschafften entschlachind, sy abwyßend, alSdie so gschickt werdent, große fachen zu verheißen, Daruß mehrteyls nüdt Wirt, dann ein latsch vnnd Aaß zum ver-derben, Deßglychen gute Wort vnnd gellt vßzugeben, vnruw vnnd Widerwillen anzurichten, Ja Inen Inn vnnsernLanden nit vnderschlouff noch platz laßend, Dann man wol erfahren, Das durch Jr bywonung vnnd fuchßlistgschwindigkeit, sy sich khönnen Inn die gmüter, welche deß gelts mehr, dann der Frygheit achtend, ynschleicken, üchvnnd vnns vnder einander vneins zumachen vnnd wider einander zuHetzen. Dann sontsten frömbden Fürsten vnndHerren Jr gelt nit feyl Ist, Dann allein wo sy hoffend, dasselbig hoch vfzutryben vnnd mitt anderer lüthen scha-den bessers dardurch zuerlangen; Vnnd so sy dann dahin mögen kommen, Das man Jrem faltschen ynblaßen zuze-hören die oren bewilligt, Laßend sy nit ab, biß sy nach vnnd nach das tödtlich schedlich gifft der vneinigkeit Inn dengantzen lyb vnnsers lieben Vatterlandts vßgießen, vnnd das zu Jrem nutz vnnd vortheil vnnd zu vnnser aller endt-lichem vnnd grundtlichem verderben vnnd vnderthrucken. Dann wann die frömbden Cardinal vnnd Bischoff vnndouch derglychen Weltliche gsandten Je durch vnnser Land zogen sind, Do man glych einerleyg verstandt der Reli-gion gehept, Habent sy vi! vnraths angericht vnd ein böße Letzj gelassen. Vnnd Ist etlicher frömbden Potentatengschwindigkeit dahin gerietst, Das sy den aulaß vnnscrer zertrennung zu Händen ncmmeud, vnder dem schyn vnndfürwenden der katholischen Religion, Vnnd Ist Inen aber Im grund an der Religion nit sovil gclägen, Dannhiemitt vnns Inn vneinigkeit gegen einandern zebringen, Ob sy hierdurch möchten glegenhcit finden, vnns aneinan-der!: zchetzen. Vnnd da Inen solliche Ire anschleg gelingen (darvor der gütig Gott gnedigklich syn welle), Kho»-nend Jr vnnser lieb Alt Eydtgnossen, so wol als wir, ermässen, Was Jammers, angst vnnd noth daruß erfolgenwurde, Wann ein theil vnderstünde, den andern der Religion oder anderer fache» halb mit gwallt vnderzcthrucke».Dann sölliche fachen suchend großen anhang, hilf vnnd bystandt anderer Völckcren, deren wir Inn einer Eydtgnoschasffnützit zugeniessen heilend, vnnd wurde der obligenden parthyg eben der nutz daruß gefolgcn, Das sy ein kurtze froüdlmitt eewigem leyd beweynen müßte; Dan» dheineswegs zugedencken Ist, Das by den verhasseren vnnserer löbliche»Frygheiten einich verschonen s»n wurde, den einen theil zezwingen vnnd den andern fryg zelassen. Es gibt I»»sinnlichen anstössen givonlich ein gmein Wätter. (26.)
Derhalben erfordert das Ander mittel zu erhaltung vnsers Vatterlandts Frygheit, Das wir alle, als gl>^»eines lybs, einander Inn thrüwen meinnend, Deß andern leyd, schaden vnnd beschwerden nit verachtind, noch vc^schetziud, Sonder nit änderst haltind, Dann als ob es Inn selb antreff vnnd zu erhalltung deß gantzen lybs die»tfflich syge, Zu allen theilen die Schmachbüchlin, Ouch alle Ecrberürende vnnd schmechliche reden by gebärenden ernst -hafften straffen vnder den Vnderthonnen abschaffind, einander vergangner fachen verzychind, Was Jeder gern vondem ander» überhept werc, sich desselben ouch flyssen, An der heiligen, Gott wolgefelligen einigkeit, so zwüschc»vnns syn soll, styf vnnd stedt verharrind vnnd blybind, Vnnd fürhin, wie oben ouch gebätten, Khein Ort on de»anvcrn vorwüssen vnnd gmeinem Rath mitt kheiuem Fürsten vnnd Herren, Hochs oder Nidern standts, khein ve^stendtnuß, Vereinigung, Burgkrecht noch Pündtnus nit machen noch annemmen. (27.)
Vnnd dann fürs Dritt mittel, Das wir vnns vor Gott vnnserm himmelischen Vatter also gegen eina»^"entschlicssind, globind vnnd versprechind, Das wir gmeinlich vnnd sonderlich vnnsere Eyd vnnd Pündtnußcil/träg, Landt vnnd Religionfriden thrüwlich, vfrecht vnnd redlich hallten, Einander», wie vnnsere frommen Vordere»gethaan, In allen nöten dapferlich zustaan vnnd wider mengklich schützen, schirmen vnnd handthaben wellend, D»)einander von vnglychheit der Religion fachen wegen nit trotzen, vechcn, zwingen noch angryffen, Sonder Je die e»»'»für die andern Gott pittcn, Das er die mindervcrstendigen gnedigklich erlüchten welle, Vnnd vnns sontst mitt le^stung guter fründtschasft vnnd Christenlicher liebe (diewyl Christus vnnser Houpt vnnd Seligmacher Ist) erbuwevnnd allersidts bests Vermögens verschaffen, Das die lasier abtriben werdind. (28.)
Im fal aber sich begeben wurde, (das Gott wende) Das einich, wer die werind, vnns Inn gmeinsonderheit, vnnser Landt, Lüth oder güter vnder dem nammen oder schyn der Catholischen oder Reformierten > ff-gio» belevdigen, zwingen, tringen oder angryffen wellte, Söllen wir alsdann mitt vnnser gmeiner Eydtgnofi."^macht lybs vnnd guts denen, so also angsochten oder angriffen werind, vnverzogenlich zuzüchen, behulfsen vnnradten syn, vnnsers Vermögens schützen vnnd sehirmmen, Ire fygend vnnd dero anhenger vnnd Zugehörigen ff)