März 1585,
Un terwalde n, Kaspar Jakob, Landammaun, Zug, Christian Ilten. GlaruS, Ludwig Wichser, Land-ammann,
Man sehe das Verhandelt? im Abschnitte Herrschaftsattgelegenheiten:
Landgrafschaft Thurgau. ». Art. 66. Lebensachen. v. Art. 107. Leibeigenschaft II. Fall
„ 134. Zehntsachen, «l, „ 356. LocaleS.
'Z Die Verhandlung ^Leinfelden i«>,) fand am Sonntag 3u6ien (7. April) stall.
Conferenz der beiden Städte Solothuru und Frciburg,
Frciburg. 1383, Marz.
?lrcl)iv Solvthurn. Absch. Bd. Nr. 47.
RathSboten: Freiburg. (Nicht angegeben), Solothuru, Stephan Schwaller, Schultheiß; WilHelm Tugginer, Rilter, deS Raths,
Auf die Nachricht, daß zwischen Bern und Frciburg Unruhen wegen Marchanständen und einige»geringfügigen Spänen entstanden seien, hatte Solothuru obbcnanntc Gesandten nach Frciburg abgeordnetNach Vermeidung ihrer Obern freundlichen Grußes und Anerbietnng eidgenössischer brüderlicher Trc»eeröffnen nun diese vor dem Rath zn Freiburg: ES möge dieser die „seltsamen Läufe" in Frankreich,den Niederlanden und an andern Orten nicht übersehen, der Eidgenossenschaft Wohlfahrt bedenken u»ddiese spänigcn Händel, die ja nicht so bedeutend seien, freundlich „abgehen lassen"; denn wenn die ^die andern katholischen Orte und hinwieder Bern die übrigen um Hülfe ansprechen sollten, möchte ssichtgrößeres Unheil daraus entspringen; weil nun die drei Städte in einer Ringmauer, „wie man gcwöhwlich sagt", stehen, so möchte Freiburg die Anstände freundlich beizulegen suchen, wobei man ihm naä'Vermögen bchülflich zu sein sich anerbiete, Frciburg dankt für diese brüderliche wohlmeinende GcsinnMbiund bemerkt sodann: ES müsse sich über daö Vorgebrachte nicht wenig wundern und fast glauben,es bei seinen Brüdern und Mitbürgern einigermaßen verunglimpft worden, indem cS seinerseits vo»einem Unwillen gegen Bern nichts wisse und von Unruhen keine Rede sei; da jedoch die Sachen Mandern Orten „anders ansehen" lassen, so sehe cS nun wohl, daß Bern einen Unwillen wider es gcssl'habe, wisse aber nicht, weßhalb, es wäre dann wegen der Fortwcisnng deS Jost Alex, der gegen die ^tholische Kirche gelästert habe; was dann die andern Anstände betreffe, so wünsche Freiburg nichts soals Frieden, Ruhe und Einigkeit, auch daß man eS und seine Unterthaucn bei dem ruhig belasse,eS von Alters her besessen habe; auf die ihm schriftlich zugestellten Artikel erwarte es Antwort von Be>»jFrciburg werde sich übrigens zu allem, waö „lcidenlich" sei, verstehen, dagegen „wäre eS nicht wctt'iss'erforderlich", wenn auch Bern crmahnt würde, die Sachen gütlich abgehen zu lassen und nicht sobei seinen gefaßten Meinungen zu verharren; schließlich ersuche Frciburg Solothuru freundlich, ingeneigten Willen zu verbleiben und stets mit tröstlichem Rath wie bisher ihm beizustehen, wofür cö I ^erkenntlich sein werde,