8(U
Juli 1583,
Solothurn über den Hergang wird au den Bischef von Basel geschrieben: Mail habe erwartet, daß erdiesen Tag, von dein man ihn doch in Kenntnis; gesczt habe, auch beschiken würde, indem man danneinen entsprechenden Beschluß hätte fassen können; sollte nun die Gefahr noch größer werden, so mögeer gemäß des Bündnisses einen VlI-örtischen Tag ausschreiben; man ersuche ihn, darüber zu berichten,damit man sich zu verhalten wisse, — An die österreichische Regierung im Elsaß wird die Veraulass««ügegenwärtiger Conferenz mitgethcilt, unter Verdanknng ihres freundlichen Erbietend an die Gesandtenvon Solothurn und mit der Anzeige, daß man nächstens wieder einen Tag abhalten werde, um sich «beiMaßregeln zur Verhinderung solche« unleidlicher Ucberfälle zu verständigen, — Ferner wird dem Grafenzu Mümpclgard vorgestellt, wie nun schon wiederholt solch' fremdes KricgSvolk, dem er den Durchpaßgestattet, den Eidgenossen und ihren Bundesgenossen Schaden zugefügt habe; man ermahne ihn nun,in Zukunft dieses zu verhindern und seinem Erbieten gegen die Gesandten von Solothurn gemäß llä?nachbarlich zu verhalten und nicht zu vergessen, welche Freundschaft und Gutthaten seine Vorfahren vonder Eidgenossenschaft genossen, indem man sonst nach andern Mitteln sich umsehen müßte. — Endlich wirddem Gesandten von Solothurn für seine Umsicht, mit der er sich in dieser Sache benommen hat, gedanktI». Junker Balthasar von Grissach, Dolmetsch der französischen Gesandtschaft, eröffnet im Namen desAmbassadorS Herrn von Fleury: Mail möchte es ihm nicht übel nehmeil, daß die versprochenen Zab'lungcn so lange ausbleiben, indem er allen möglichen Fleiß und Ernst in dieser Sache angewendet habe >was der Ambassador jüngst versichert, nämlich daß in wenig Tagen zwcimalhunderttausend Kronen inSolothurn anlangen werden und daß auch der Rest bald nachfolgen solle, das müsse er wiederholen; crbitte daher, noch ein wenig Geduld zu haben. Darauf wird ihm erwiedert: Man habe nicht erwartet,daß deil bei Abschlicßung der Vcrcinung gegebenen Versicherungen so wenig nachgelebt würde; deßhalbwerde man es mit allem Ernst an die Obern bringen und, wenn bis zum nächsten VlI-örtischen Tag nichtdie ganze Summe bereit liege, Gesandte nach Lyon an Herrn von Mandelot abordnen, «. Dem Bischtvon Wallis wird eine Empfehlung an den König von Frankreich ausgestellt; auch will man auf nächstenTag mit dem Ambassador mündlich sprechen, damit dem Bischof ein Bencficium oder Jahrgeld zur Erhaltungund Heranbildung von Priestern ausgewirkt werde, indem an leztern großer Mangel ist, «I. Auf m"Schreiben des Cardinals de la Baume, ErzbischofS zu Besanxon, au Oberst Tuggiuer in Solothurn >«Betreff des (in Burgund) eingefallenen hugenottischen Kriegsvolks wird geantwortet, daß man von ihmmehr Sorgfalt und rechtzeitigere Warnung erwartet hätte, weil ja der Anschlag gegen die Geistliche"und die katholische Religion gerichtet sei, und daß man wünsche, er möchte in Zukunft in ähnlichen Fälle«den Bischof von Basel zu rechter Zeit warnen, (S. u. Thurgau). L. Im Betreff der Schcltungc«gegen die Vit katholischen Orte, welche sich einige Baölcr im Flumserbad in Gegenwart des bischöfl^basclschcn Statthalters von Birsegg erlaubt haben, wird an den Bischof geschrieben, er möchte in'sgeheu"Kundschaften darüber aufnehmen lassen, K. ES wird all roldienclum genommen, was mit dem Gesandte«von Freiburg verhandelt worden ist in Betreff des Vertrags zwischen Freiburg und Bern über Beschu '«mmider durch leztereö eroberten savoyischen Lande, I». (S. u. Sargans), I. Jedem Ort wird anempföhle"'die Abschiede stets beförderlich in Berathung zu nehmen, Ii,. Die geheimen Räthe der VII katholische"Orte erlassen eine Zuschrift an den spanischen Ambassador Pompcjus vom Kreuz, in welcher sie für l«eauf leztem Tag zu Baden im Namen deS Gubernators zu Mahlaud gegebenen Zusicherungen danken «"^sich in dessen ferneres Wohlwollen empfehlen, Sie übermitteln ihm gleichzeitig ein Schreiben an de«