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4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
Entstehung
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726
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Oktober 1580,

dem Wald. HanS Wascr, Landammann nid dem Wald. Zug. Hans Nußbaumcr, des Raths. Glarus.Hans Schmid, Sekclmeistcr und deS Raths. Freiburg, (abwesend). Solothurn. UrS Ruchti, ^chust^heiß; Urs Sury, alt-Schulthciß. Appenzell. Bartholomäus Thciler, Landammann.

t». Man hatte ganz bestimmt erwartet, daß nicht allein die Pension für daS Jahr >577, iondcrnauch noch eine ansehnliche Summe an die schuldigen KriegSzahlungcn jczt werde ausbezahlt werden. Dajedoch nur daö erstcre crfolgl ist, wird dem französischen Ambassador Herrn von Sauch vorgestellt, wiedie HauPtleutc in so große Roth gekommen seien, daß sie, um die Knechte befriedigen zu können, allihr Hab und Gut haben versczen nnd verkaufen müssen, so daß den Wittwen und Waisen der Abgelten-bcnen nichts übrig geblieben, wie aber die Eidgenossen dieselben in ihrer Roth nicht verlassen werden»weil nun aber bisher alle angcsezten Termine ohne Zahlung abgelaufen seien, so habe man den aus-drüklichcn Befehl, von hier aus dircet zum König zu reisen und diesem die Antwort deS Ambassadoremitzutheilen und inzwischen durch die höchsten Gewalten entscheiden zu lassen, waS weiter zu thun st>»möchte; denn man wisse gar wohl, daß der Fehler nicht am König liege, und habe vielmehr Grundvermutheu, es möchten ihn einige von seinem guten Willen abwendig gemacht haben; weil die Eidgenossenwegen der Religion gegenwärtig in Spaltung seien, sei ihre Macht nicht so groß, um nach Sitte ihrerVäter mit Gewalt die Bezahlung erzwingen zu können; jedoch möchte man bald sehen, daß sie nicht stweit getrennt seien, um sich nicht für eine Sache vereinbaren zu können, die ihnen allen zum Unterg^ögereichen könnte; zudem möchte die große Roth die Hauptlcute leicht zu Schritten drängen, die besserunterbleiben würden; daher bitte man ihn ganz ernstlich, einen entsprechenden Bescheid zu geben. ^dieses antwortet der Ambassador: Es wäre nicht mehr als billig, daß den Hauptleuten ihre Anforderungenbezahlt würden, damit sie unverdrossen in deS Königs Dienst verbleiben; man möchte jedoch beherzig^"'welch' ungeheure Summen die Kriege gekostet haben, die bereits sieben bis acht Jahre in Fra»ku>wütheu nnd welche der König nicht um Reichthum oder Ruhm zu erwerben, sondern zur Erhaltung ^katholischen Religion führen müsse; der König zweifle nicht, daß die katholischen Orte, anch wenn "ihm in keinem Büudniß ständen, ihm in dieser göttlichen Sache beigestanden wären; denn sie seien n>weniger als er selbst interessiert, daß seine Feinde nicht die Oberhand in Frankreich gewinnen; daß nunder König die Last des Widerstandes auf sich allein genommen, während die übrigen nicht wenigerdroht gewesen, dafür sollte man ihm Dank wissen und ihm die Schulden, in die er deswegen gerann"'tragen helfen; der König hege guten Willen gegen die katholischen Orte und wünsche nichts so icln, aihren Begehren nachkommen und die HauPtleutc so bald möglich bezahlen zu können; daher hätte a»die Gesandtschaft, die man an ihn abzuordnen vorhabe, keinen andern Erfolg, als daß dem König ne>mehr Kosken aufgebürdet würden nnd daß die Benachbarten Verdacht schöpften, als wolle man über echnjandere Sachen unterhandeln; er erbiete sich übrigens, selbst sich zum König verfügen zu wollen, nmdie traurige Lage der HauPtleutc vorzustellen und mit allem Ernst auf Bezahlung derselben zu dringen.Obschon man besorgt, daß die Obern es übel nehmen werden, wenn man der Instruction nicht nachtun»so wird gleichwohl im bcsondcrn Vertrauen auf die Zusicherungen des Ambassadors beschlossen, he'"^"kehren nnd die Obern zu bitten, die Gesandtschaft an den König nicht abzusenden. Der Ambapa ewird aber dringend gebeten, nach seiner Ankunft bei Hofe bald möglichst zu berichten, waS fürten er beim König gefunden und auf welchen Zeitpunkt die Bezahlung der Hauptlcute erfolgen wer ^inzwischen wolle man bei den Hauptleuten auswirken, daß sie noch bis Lichtmeß sich gedulden.