Juli 15L0,
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». Da sowohl iu Betreff des auf leztcm Tag zu Baden entworfenen Schreibens au den König vonFrankreich bezüglich der Friedenshandlung, als in Betreff deS Begehrens des AmbassadorS, Herrn von^aneh, „,an möchte die Rebellen und Widersacher dcS Königs in der Eidgenossenschaft nicht dulden, die^sandten ungleich instruiert sind, wird alles wieder in den Abschied genommen, Uri, Schwhz, Unter-Calden und Zug sollen längstens bis zum 2ll. dieses Monats ihre Antwort über beide Punkte nach (w-^rn schiken, damit dieses dieselben an Solothurn mittheilcn kann, — Es wird hiebe! vorgeschlagen, demsunker Balthasar von Grissach die Entschuldigung der V!I Orte, warum sie das vorgeschlagene Schrei-en an den König erlassen (im Fall nämlich dasselbe beliebt wurde), mündlich vorzutragen; jedoch solle<lcr Artikel allein vor den geheimen Rüthen verhandelt werden, Dem Carl Tatt von Bellenzwird bezüglich seines Handels mit dem Herzog abermals eine Verwendung an den savohischen Ambassa-bewilligt, <«. Der Rcchtstag betreffend die Anstände zwischen Martin Calligari von Lanis und demHerzog von Savohcn wird auf den lt), Oetober hinausgeschoben; ans nächstem Tag jedoch sollen beideKarteien nochmals angehört werden, um wo möglich den Handel in Güte beizulegen; deßhalb soll der^»ibcissador um entsprechende Vollmachten beim Herzog nachsuchen. «I. Auf daS abermalige Gesuch des^wisioph Hallcr von Hallerstein um Beförderung seiner Angelegenheit mit Savohcn wird LnccrnNächtiget, demselben durch ein freundliches jedoch „ unvorgreisliches" Schreiben beholfcn zu sei».
(S. u. Luggarus), t. Es wird :nl roldroiutam genommen, was jenes Ort, bei welchem der Nuntius"Pchof von Vercelli zuerst sich einfindet, dieicm in Betreff derer von Sitten vorhalten soll, K'. Hinsicht-des neulich ausgeschriebenen päpstlichen Jubiläums sollen die Orte, welchen noch nichts darüber zu-kommen ist, beim Nuntius sich melden, S». (S. u. SarganS). i. Jedem Ort wird anbefohlen, ans den"ä) Znmp Acht zu haben, der zu Schwhz aus dem Gefängnis! gebrochen und der Brandstiftung undÖderer Verbrechen verdächtig ist, Ii,. (S. u, Baden). I. Balthasar von Grissach, Edelmann und Dolmetsch" Königs von Frankreich, erneuert daS Gesuch des AmbassadorS von Saneh um Bewilligung einesvsbruchs und versichert, daß sowohl eine JahreSpcnsion als die verfallenen Kriegözahlungen so baldPölich seile,, berichtigt werden, Antwort: Man habe erwartet, er werde sein Begehren mit größern Zn-'wernngen begleiten, indem man schon wiederholt dem Ambassador die Roth der armen Wittwen und">>en geklagt habe, welche die Ihrigen im Dienste des Königs verloren, sowie die Verlegenheit deruptlcnte, die dcschalb in große Schulden gerathcn seien; man verlange daher, daß er genügendern Be-^ wch, besonders bezüglich der KricgSzahlungcn gebe, bevor man sein Begehren an die höchsten Gewalten^"gen könne, »». Die Gründe, warum die Gesandten der VI! katholischen Orte das auf der Jahrrech-'""g Bechen vorgeschlagene Schreiben (im Fall nämlich die Obrigkeiten dazu stimmen! an den KönigFrankreich in Betreff eines Friedens mit seinen Rebellen erlassen und dieses insgeheim dem Königdie^^ i?urch Balthasar von Grissach abgeben lassen wollen, sind folgende: l) Weil von Grissach danns/ ^ wegen dieses Schreibens mündlich entschuldigen kann, daß nämlich besonders die cvangcli-^ wn Orte so heftig darauf gedrungen haben (warum wisse man nicht), und daß man sich nur dcßhalb^Z" verstanden habe, um nicht in den Verdacht zu kommen, als wünsche man keine gütlichen Unterhand-elten und als sehe man lieber Krieg und Blutvergießen als Frieden, nicht aber um dem König den^ Zu erthcilen, mit seinen Rebellen und Ungehorsamen Frieden zu schließen; damit er ferner den""ig versichere, wie sehr die katholischen Orte die immerwährenden Unruhen in Frankreich bedauern""d wie sch ljebiw sähen, daß sich die Rebellen gegen den König gehorsam erzeigten, 2) Hätten die tatho-