August >575, 57,j
>a»pou gemacht haben"), sowie von Truppcusammlungcn in benannreu pandschaflcn und a» der Grenze"V» Basel, die neue Feindseligkeiten besorgen lassen; er bitle deßhalb um Aufrechthaltnng der Erbeinung""b um Antwort. — Die Gesandten der VII katholischen Orte bemerke» nun, daß sie auf die Nachrichtdiesem Ueberfall eine» Tag in Lucern abgehalten, daß sie aber dorr gefunden haben, diese Sache,"wiche die ganze Eidgenossenschaft angehe, könne viel besser mündlich als schriftlich behandelt werden; da-haben sie gegenwärtige Tagsazung ausgeschrieben; sie müssen nun freundeidgcnössisch erklären, daß, daUeberfall auf die Stadt Besauoon von einigen Unruhestiftern und vertriebenen Franzosen ausge-ichugcn iei, es für die ganze Eidgenossenschaft viel besser wäre, wenn solche deute auf ihrem Gebiet gargeduldet würden. Die Gesandten von Bern erwicdern: Es sei ihnen lieb, daß mau an jenem Vor-ch> »cht ihren Obern die Schuld beimesse; auf eine Anzeige aus Burgund, daß dort Unruhen angczct-cht werden, habe Bern sogleich seinen AmtSlenten angemessene Weisungen crthcilt; inzwischen sei jenerÜberfall geschehen, was Bern »m so mehr bedauere, da ich die von Besanoon stets freundlich und nach-barlich Bern gegenüber verhalten haben; auf eine Beschwerde des Gubernators, daß bei jeuein Vorfall^nierichx M^h^rige, namentlich der Freiherr von „Aulbona" sAubonne) sich betheiligt haben, habe Bernueje» vorgeladen! derselbe sei jedoch außer Landes, die andern Tbeilnehmer seien verhaftet; was Fremde^»», dafür könne Bern nicht einstehen! denn ihr band sei ein freies offenes band, wo jedermann passic-^t» könne; Bern glaube übrigens nicht, daß die Stadt Besanoon in der Erbeinung begriffen sei; denn^ freie NeichSstadt und gehöre unmittelbar zum Reich, — Der Gesandte von Basel meldet,^»e Ober» habe» auf die Beschwerde des Gubernators und des spanischen Gesandten geantwortet, daßhal'^^'^ ^ Erbeinung unverbrüchlich halten, daß dieselbe aber ihnen und ihre» Bürgern nicht ge^ werde. Hierauf übergeben der spanische Gesandte Herr zum Kreuz, Herr Angieourt und Scn-ihre Ereditivc (vom 5, August) »nd halten mündliche Vorträge. — Ein Gesandter der Frau^'"Ugräfin zu Rötteln, Gräfin zu Neuenbürg, lehnt den Vorwurf von ihr ab, als ob sie von der „Meu-^ >^enntnifi gehabt habe, bevor sie ausgeführt worden, und wünscht, sie für entschuldigt zu halten,k'ii »e die Schuldigen und Anfrührer strafen werde. Nach Anhörung all' dieser Vorträge und Ent-^ 'guugen wird an die Markgräsin von Rötteln geschrieben: Man könne sich mit ihrer Verantwortung,' ."k an der benannte» Eonspiration keine Schuld trage, nicht begnüge» und wolle sehen, wie üe dieGbrer bestrafen werde. Den drei Gesandten dcS Königs von Spanien und der Grafschaft Burgund^ u, freundliche Anerbieten verdankt, mit der Versicherung, wie sehr den Eidgenossen jenesikid iei, wie sie gern in Frieden und Ruhe bleiben möchten, wie sie die Erbeinung in jeder Hinsicht»nd redlich halten wolle»; das Gesuch um bewaffnete Hülfe im Fall der Roth werde man in den Ab-kc Uebnn',1 — Auf das Gesind der VII Orte um Antwort ans ihren Vortrag wird ihnen von den sechscn versichert, daß sie mit Dank deren Anzeige und sorgsame Vorsicht vernommen haben, daßbaß' ^ G thnn bereit seien, was zum Frieden und zur Wohlfahrt der Eidgenossenschaft gereiche,^ »e vjf Unruhestifter und vertriebenen Franzosen bestrafen und fortwehe» werden. Der Gesandte ^wsikl endlich entgegnet auf die Andeutung, daß der zu Barel wohnende Prinz von Eondn an jenem
^ > Staatsarchiv Lurcin, Akt.,,: Nrntralität rc, Grafschaft Bnrgunr. Sinfall drr Franzasr» in Burgund; Ucdrr.a» der^ 'wsaueon-, Abordnung cidgcnösßschrr Gcsandtcr an dru König um Kinürlkung der Fcindsctigkritcn und Srßaltuug dkl^r Grafschaft Burgund, 1574 1581,
') Escutcr Vinccuz Bcnoyt, Hauptmann zu Doung (Lcricon v, Leu)