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4,2,a (1861) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1556 bis 1586
Entstehung
Seite
218
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Juni 1562,

Couferenz der V katholische» Orte,

Lucern, ZHiiÄ, Z.H. Juni (Montag nach Medardus),

Staatsarchiv Lncera. Allgeili. Absch. Ve.

I-Auck iil den Landesarchiven Tchwyz lino Ol'walden.I

Boten: (Nicht angegeben),

». In Folge einer Zuschrift von Freiburg und Solochurn an die V Orte, ferner wegen einigerDrohungen Bernd gegen Freiburg und weil die beiden Städte Frcibnrg und Solothnr» die V One umein getreu Aufsehen ermahnt haben, wurde gegenwärtiger Tag ausgeschrieben, Nun wird au die beide»Städte folgendes geantwortet: Man danke ihnen für ihre Mitteilungen und gebe ihnen die Zusicherung,das! sie sich zu den V Orten keines andern versehen dürfen, als daß diese ein gut Aufsehen auf siehaben werden, so wie sie von ihnen dasselbe erwarten; die Kundschafter haben erfahren, das; im LandWallis ausgestreut werde, der König von Frankreich sei lutherisch und wolle mit Waffengewalt seinKönigreich lutherisch machen; man sehe jedoch wohl ein, das die Nengiäubigen im Wallis solcherlei aus-streuen, um das Volk gegen de» König zu erbittern und damit ihm niemand zuziehe; ferner melden dieKundschafter, daß die Obrigkeit zu Sitten sich zur lutherischen Lehre hinneige, daß sie öffentlich gegenBilder, Ceremonien n, dgl, sich ausspreche; man ersuche die beiden Städte, auch ihrerseits den sechskatholischen Orte» z» berichten, was ihre Kundschafter auS dem Wallis erfahren; der Schultheiß von Bernhabe nach Empfang der Antwort der acht Orte, welche dem Könige von Frankreich den Aufbruch be-willigt habe», dem Boten geantwortet, das Schreiben bedürfe keiner Antwort; hinter den freundlichenZusicherungen des Vogts zu Wangen u, a, m,, daß sie den durchziehenden Truppen allen möglichen Vor-schub leisten werden, sei Trug zu besorgen, daher man sich wohl vorsehen müsse; auf das Schreiben der achtOrte an den Ambassador von Coignet in Betreff der ausstehenden Pension habe derselbe eineschimpflich^Antwort nach Lueern eingeschikt; auch könne man sich das Ausbleiben des an de» König von Frankreichgesendeten Boten nicht erklären; die Büchsen, Harnische, Gewehre n, dgl,, welche einige Kaufleute »achLucern geliefert haben, laugen nichts; daher man die beiden Städte vor dem Ankauf solcher Waffc»warne; aus all' diesen Gründen habe man für die acht Orte, welche Frankreich den Aufbruch bewilligthaben, einen Tag nach Solothurn auf den 2l, Juni angesezt, um sich daselbst über das fernere Ver-halten zu berathen und zu verständige» und zugleich zu entscheiden, ob man eine Gesandtschaft au denKönig abordnen wolle ; die V Orte haben beute eiligst an Solothurn das Ansuchen erlassen, dafür zusorgen, daß von Coignet nicht aus Solothurn entweiche, und ihn, wenn er sich nach Baden verfüge»möchte, zuriikzubalten und ihm zu verbeulen, daß er den Bescheid der acht Orte ans Bade» erwarte»solle. I». Da der Vogt zu Wangen in Solothurn gemeldet, wie die von Bern ihm aufgetragen habe»,der da vorbeiziehenden eidgenössische» Mannschaft alle Ehre zu erzeigen, und da der Wirth zu Thörige»den Hanptlenteu versprochen hat, daß er sich auf ihre Ankunft mit Speise und Trank versehen werde,so soll jeder Bote referiere», was darüber verhandelt worden, r. Nachdem eine Zuschrift des Her'»von Coignet verlesen worden und da man viele seiner Handlungen verdächtig findet, indem er z ^sich öffentlich über die Sendung eines Boten von Seite der Vll katholischen Orte zur Abholung de>Pensienen seltsam ausgedrükt, an die lutherischen Städte geschrieben hat, er wolle de» Aufbruch »s»