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über cid und eer gehandlet, verzigcn, und der ander teil vermeint, sy darin ouch begriffen sin und ergangnenwettschlags ze genießen, so bitten wir und ermanen unser getrüw lieb Eidtgnossen von Glarus, sich so vildurch unsert willen begüeten (ze lassen und?) bemelten Hans Oschwald und Jos Dietrich gnädiklichen ze be-denken, inen verzichen und vergeben, damit wir hierin unsers früntlichen ansuochens geeret werdint.
10. Zum zechenden, von wegen der embörung, so allein uß dem entsprungen, daß die meßpriester und predi-canten zuo beider syts uneerbarlich und lasterlich reden getribcn, dero fachen und stucken etlichs nie gestraft,und etlichs ganz schimpflichs (ma) und spöttlich gebiießet worden; nachdem es aber schwär Händel gewesen, undso uss sölichem etwas unrnows und glöufs erwachsen, sol sölichs gegen einander» hin, tod und ab sin, undzuo argem nit wer gedacht werden, ußgenommen daß der pfaff von Werdcnberg und Erhart Meyers sun mitdem rechten gestraft werden sollend.
11. Zum einliften, so sollend die von Wcrdenbcrg, so unser» Eidgnossen von Glarus zuogehörig, wie esder landtsfriden zuogipt, gehalten werden.
12. Es sollend ouch die obgenannten unser lieb Eidgnossen von Glarus by den pündten, dem landts-friden, onch by aller fryhcit und gercchtigkeit bclyben, deßglychen by allen iren Verträgen, disem nnwgemachtcnvertrag '(doch) in allweg unschädlich.
13. Und zuo beschluß der fach, so ist Harns gar eigentlich abgcredt und unser der schidlüt (und) srüntlichundertädingcr cntlichcr will und Meinung, daß hiemit solich spenn und fycndschaft, so sich zwüschcnt beidenteilen begeben und erloffen, hin, tod und ab sin söllent, sich vor sölichem zuo vergoumen, damit sy und wirall sampt und sonders by frid, rnow und einigkeit in einer loblichen Eidtgnoschaft bclyben, ouch uns und inenvor sölichcr unruow und misshellnng ze syn, hiemit versüent, bericht, geschlicht und vereinbaret, fürohin inguotcr trüw, liebe und fründtschaft, ouch nachpurschaft, als frommen Eidtgnossen zuostat und ze tuond gebürt,bclyben und läben, ouch einander» das best ze tuond, vcrzychen und zuo argem nit mer gedenken.
Und aller obgeschribner dingen, damit sölich artikcl und mittel von beiden Partyen unser Eidtgnossen vonGlarus, so uns hierin ze handlen güctlich vertruwet, gehalten und erstattet, dem geläpt und nachkommen werde,nach inhalt diß früntlichen betrags, des; zuo warem nrkund und fester sicherhcit, so Hab ich obgemelter Moritzvon Mättenwyl von Lucern min eigen insigel für mich und die obgenannten früntlichen undertädingcr gemein-lich zuo end der gschrift offenlich in disen bries getruckt; doch allen unfern Herrn und ober» obbemelt unduns one schaden. Bcschechen Donstngs nach Sant Othmars tag von der gepnrt Christi gczelt tusent fünffhundert dryßig und zwei jar."
Nach Blumcr, Staats- und Rechtsgcschichtc der schweiz. Demokratien, II. I, p. 34, N. 54, ist dasOriginal verloren und nur eine von der Tagsatznng zu Baden, 14. September 1623, ausgestellte vidimirteAbschrift vorhanden.
Am oben bezeichneten Orte fand sich aber eine nach allen Kriterien unzweifelhaft ächte, vermuthlich sogaramtliche, gleichzeitige Copie in einem Foliahcft von 4 Blättern, unter dem Titel „Vertrag nnsers landts Glarus ,die hier getreu wiedergegeben ist. Die kalligraphische Ausarbeitung läßt nichts zu wünschen übrig.
Weitere Abschriften finden sich im St. A. Lnccrn: A. Glarns (ans R. Cysat's Zeit), und im K-Freiburg.
Gedruckt ist die Urkunde bei Faß bind, Geschichte des Kantons Schwyz, IV. 309 f. — Einen Auszughat I. H. Tschudi, Beschreibung des Landes Glarus, (1714), z>. 458, 459; auch Blumcr, a. a. O. II. 1,