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erledigt seien, sich mit keinen weitern Geschäften beladen; was bisher nicht gehalten worden, mögen sie vonseht an halten und freundlich eines gegen das andere aufheben; um die übrigen Dinge mögen sie laut desAbschieds einander weiter belangen.
24. Die Boten der Städte erinnern aber nochmals, daß sie auf ihrer Seite die Gefangenen entlassenhaben, und fordern daher, daß man die andere Partei vermöge, das auch zu thun, „damit die gefangenen nitso elendklich müessen fulen"; zudem seien einem Edelmann über 200 Kronen geraubt worden, welche dieSavoyer ersetzen sollten.
25. Darauf erklären die Savoyischen, sie wollen sich nach Vermögen dafür verwenden, daß die Gefangenengeledigt werden. Den erwähnten Edelmann betreffend wissen sie keinen Bescheid zu geben; sie seien nicht dessenRichter, auch dessen Gegenpartei nicht anwesend; wenn er das Recht suchen wolle, so werden sie ihm dazu gernbeHolsen sein. Es sei (übrigens) einem Edelmann von Nyon, der dem Herzog zugchöre, auch böse Gewaltbegegnet; sie haben das aber in bester Meinung bisher nicht anzeigen wollen.
26. Nach aller Handlung haben die Boten der beiden Städte den Richtern gedankt und theils zu Ver-hütung künftigen Spans, theils zu Gedächtniß der Sachen Brief und Siegel gefordert. „Deßgelichen die vonGenf nach geflißner danksagung und bitte, ir statt zuo irem guotcn recht zuo bedenken und befolchen ze haben, undob st lltzit ungeschickts geredt und gehandlet, inen zuo verzüchen, sölicher Handlung ouch urkund und schriftlichenschyne begert, mit erbieten sölichs zuo halten und zuo vollstrecken und mit lyb und guot zuo verdienen."
27. Die Richter haben beiden Theilen solche Briefe zugesagt, deßgleichen dem Herzog, sofern er dessenbegehren würde. Es werden auch drei gleichlautende Exemplare ausgefertigt und von Johannes Bleuler,Mauriz von Mettenwyl, Jvsua von Beroldingcn, Joseph Amberg, Villaus Wirz, Oswald Toß, SebastianKrug, Benedict Mannsleib, Hans Ziegler, Joachim von Watt und Johann Werro für sich und die andernRichter besiegelt, und je ein Exemplar den drei Städten Bern, Freiburg und Genf zugestellt.
„Beschechen und geendet zuo Betterlingen Sampstag nach dem heiligen hochzyte zuo Wychenachten, als wemzalt von der geburt Cristi Jesu, unsers lieben Herren und beHalters, tnsend fünfhundert und darnach das ingandedryßigost und erst jare."
In etwas blasserer Tinte und nur ähnlicher Schrift folgt nachstehender Passus:
23. (1531, 31. März.) „Als dise Handlung vollzogen, haben »ünes gnädigen Herren von Savoy ge-sandten, in alnvese» mincr gnädigen Herren von beiden Stetten einen langen anzuge getan von wegen der land-schuft Waat und vermeint, diewyl der Handel rechtlich usgetragen, daß soliche pfandschaft, deßgelychen der abscheide(von St. Julien) hin und ab sin und iren surften witer nützit solle binden, und solichs protestiert, darzuo anmich den undcrgeschribncn notarien ir(er) protestatio» schyne begert, demnach, so vil den rechtshandel betrifft,nützit zuo noch abgesagt, sonders demnach gedanket und den Handel an vorbemclten iren Herren ze bringen ge-nommen, wie dann solichs der lenge nach durch mich begriffen, ist mir vorbemeltein notarien, nachdem solichsin abwescn der widerparty gchandlet, in den process nit (in)zcliben durch min(e) gnädigen Herren die richter undschidlüt uf dem tage zuo Baden befolchen. Actum ultima Martii anno supradicto."
„Georgius Hertwig, ap. au(ct). not. pub.,stattschriber zno Solothurn."
Ein Abdruck ist uns nicht bekannt; in Spon, lüst. äs (Zenövk, findet sich jedoch ein ziemlich genügenderfranzösischer Extra et der Spruchartikel (III. 451—455, Note).