1525
söliche urteil vollzüchende, tviewol den selben amptlütcn uit gebürot, sölichs zc tnvnde, sunders den an.Ptlütenvorgcmeltcn herreu Herzogen, des schlosses zuo Gaillard, söliche vollzüchnng znostüende mit vollem rechten."^-) Dabei liegt, dem Anlas; angeheftet, auch das Urthcil des Herrn Claudius von Stäffis, Bischof zuAelleys, (als) von den Parteien erwählten Schiedinanns, dd. 13. September 1519, von ihm besiegelt und vonseinem Schreiber Michael signirt, durch welches Urthcil unter andern, erkannt wird,
„sich »it gebären haben dem genannten hochwürdigen Herrn Bischosfen zno Genf nnd sinen nachkommen,n»d noch minder den Sindiken zno Genf, die urteilen dnrch si oder von inen vcrordnct(e) geben, oder so nochgeben möchten werden, strafe deS blnots crhönschendc, in derselben statt Genf' zno vollzeichen oder verschaffenvollzogen werden, sonders dieselben verurteilten oder so noch verurteilt wenden, dem vogte zno Galliaed, dce sehoder in künftigem dnrch die dnrchlüchtigostcn Herzogen verordnet, die urteilen zno vollznchen übe.nntwn.i sollenwerden nach gewonlichcn sittcn, nämlich in der Porten des schlosses der grasen in gedachter palt.
Dieser Spruch sei dann bestätigt und äpprobirt worden von dem Herzog nnd dem Bischof zu Gens, wieuus angehängten besiegelten Briefe hervorgeht. (IB.) Weiter ein Brief von Pierre de (la) Baume,^»i jetzigen Bischof, dd. Arbosii, 10. Februar 1529, dnrch seinen Sccrctär Varondcl (Bandet?) signirt nnd
bom Bischof besiegelt, worin er,
„nachdem er verstanden, etlich urteilen über das blnot und desselben (derselben) uollzüchnngcn, es chedurch si„ ainptlnt als ouch die Sindiken und Räte der statt Gens gestellt, »ßgangcn und geben sin, ansächenlichwider etlich Übeltäter, ane berüefnng noch bpwNse» des vidomes nnd vogtes des schlosses Galliard, wie dannd'bhar in dcrgechchen Processen, urteilen nnd vollzüchnngen zno bcschächcn geivon nnd jittc gcwäsen, erkläretalle die ding dnrch gedachten amptlüt, Sindiken nnd Räte bcschächen nnd gehandlet, mt ergangen pn nst demgcmüctc, geheisse, müssen nnd willen desselben Bischofs, nnd daß er söliche ding als nngewon, n»»»tz, vergebensund dchcincr krafte bekennt, darzno solich Handlung den gcrechtigkcitcn nnd fnrträffenliteitcn dcu dnrchlitchtigenfürstcn von Savo», in wölichcs namcn söliche ä.nptcr gekeucht werden, deheincn Nachteile gel»acht haben oderu> künftigem bringen füllen einicherivpsc."
Ferner ein Gnadenbrief von Philibert, dem Vorfahren des jetzigen Herzogs, datirt von Genf. 9. Julibesiegelt von dem verzog nnd nntcrzeichnet von seinen, Secretär Bücktet (?), laut dessen Claude Panl-""er. Einwohner zn Genf, der gerichtlich vieler Diebstähle nnd anderer böser Laster überwiesen, von denSyndiken und Rathen der Stadt zu», Galgen vernrthcilt und schon ans die Leiter gestellt gewesen, ans die^itte einer armen Frau, des Namens Frantzoise, die seiner zn ihren, Ehemann begehrt, ans besonderer Gnadedem Herzog entledigt worden, der (nämlich) dem Vogt zn Gaillard befahl, diesen Menschen frei znund mit der Fran?oise öffentlich zn vermählen; wie dieses geschehen, findet sich ans dem Rücken destiefes geschrieben.
Item ein Brief von Herrn Johann de Sabandia. Bischof zn Genf, damals z» Turm, von, 21. Ma,
^'B7, besiegelt nnd signirt, in welchen, er bezeugt, . . ...
„daß zno der z.st, als er gnade bewisen einen,. Franzen Tissot genan.pt nachdem er durch d.e SuttenZu« Jens „ß sinen Übeltaten zn». tode verurteilt (nnd) den. vogte und amptluten des chlosseo Gall.a.d znovollzüchnng des rechten übe.antwn.t was. Hab er gelonbt nnd geme.nt, denselben Franzen dem vogte und ampt-luten zno Galliard noch „it überantwnrt. nnd des Herzogen von ^avoy und stner amptluten begere b.ll.ch....S-Mht- sin, erklärende, durch sin amptlüt. .Mich dm verwetten T.stot np den Händen er amp t^ Ga.lmrdgmonnuen, nnbedachtlich nnd ane rate gehandlo. sin, söliche gnade zno e.ne.n ze.chen .ne wäre, de la.at.on den.Herzogen wider znostellende, darb» anzöngende, in. noch sinen nachko.mmm W
zuo luond ciniche» Übeltätern, noch der nbc.ant.vli.tung, so Nc durch d.e S.nd.lcn und ander amptlnt dcvBischofs de... vogte und n.nptlnten zuo Galliard beschächcn ist.