1128 August 1531.
Vermögens, lybs und guots wir underthäniklichost zuo gedienen uns demüetiklichost hicmit erbieten. Der all-mächtig geruoche üwer k. Mt. in nnüberwindtlichem sige fürer als bißhar zno enthalten." (Nachtrag:) „Sodenne, aller gncdigoster Herr, können üwer k. Mt. wir unser vilfaltig adligen nit verhalten, daß der durchlüchtigHerr Herzog zuo Meiland sich gegen uns nit nachgebürlich (?), als einem cristanlichen fürstcn zuostat, tragt,snnders hat er uns den feilen kaufe auch abgeschlagen; uß was Ursachen das beschechen, wüssen wir nit, dann,als wir achten, (daß) in unser widcrwertigen, mit denen er ein verständtnuß hat, harzuo gewisen haben."
2) 1531, 31. August (Donstag vor Verene). Dieselben an K. Ferdinand. Antwort auf seine Zuschrift,welche die Ansehung eines Reichstages gemeldet und sie zum Verharren in ihrem Glauben crmahnt habe.Erklärung des unverrückten Willens, bei dem alten Wesen zu bleiben und Alles dafür darzustrecken. Folgt inwenig veränderter Fassung die Klage über die Widerwärtigen, ?c. Erheblich abweichend ist nur der Schluß!„Deßhalb achten wir (als dann üwer k. Mt. schriben zuogibt), daß dieselb üwer k. Mt. als ein cristanlicherkönig und fürst mit uns als frommen alten cristcn ein gnädigs und gctrüws mitlyden, haben ouch bißhar üwerk. Mt. cristenlichen willen, Meinung und gcmüct in disem fal gnädig gegen uns vermerkt, getrösten und ver-stehen uns gänzlich zuo derselben (darum dann wir st ouch zuo dem aller demüetiklichosten und höchsten anruofenund bitten), si werde unser anfechtung, drangsal und beschwerung iro gnädiklich und von herzen anligcn lassen,uns umb instchen und guoten beistand verhelfen, ouch vor nidertrucknng im gelouben (und) muotwilligem un-gebürlichem fürnemen mit allem irem vermögen zuo erschinen (?) und beraten sin," :c. ?c.
1) und 2) im Stiftsarchiv Lucern (Concepte).
I. 1531, 31. August, Lucern. Der V Orte Rathsboten schreiben au Mellingen (und Bremgarten):
„Unser früntlich gruoß w. Demnach wir üch kurz verschiner tagen geschribe», üch üivcr cid, ere undglübden träffenlich ermant, uns die paß ufzcthnon und die profand zuogan ze lassen, jedoch so ist solich unserersuochen br> üch ring gescheht worden, das uns nit ane ursach an üch merklich bedurot, haben ir uns uff unserschriben geantwurt, ir versächen üch, daß uff nächstem tage (so langest verschinen) sovil gehandlet und gefundenwurde) daß der paß von im selbs ufgang; wie nun das erftattot, ist üch kund. Deßhalb so ernennen undersuochen wir üch abermalen zum allerhöchsten und ernstlichosten uns jemcr möglich üwer eiden, ere» und unsgethanen gelübden, gebieten ouch üch dasselb bp jehgemelten üwern eiden und gelübdcn, daß ir uns gehorsamund gewertig syen, uns den feilen koufe ane wyter ufziechen noch intrag offnen und zuogan lassen; dann wirachten, daß ir uns den fünf Orten, als dem mercrn teile, mer schuldig, pslichtig und verbunden spen, dannunfern Eidgnossen von Zürich und Bern. Möllen üch belvpsen, als ir deß gegen uns hoch verschriben und vcr-pflicht sind, und wir uns zuo üch genzlich versächeu, begeren ouch harüber üwer schriftlich und unverzogne un-abschlägige antwurt by discrm unscrm Harum allein gesandten Kotten." Datum w.
Stiftsaichiv Lucern (Concept). — St. A. Zürich: A. II. Capp. Krieg. (Original.)
Eine Copie des gleichlautenden Schreibens an Bremgarten gibt Bullingcr III. 54, wo jedoch mancheFehler unterlaufen sein dürften.
Sit».
Uern. 1SA1, 31. Anglist und 1. September.
' Staatsarchiv Bor» - R-Nhsbuch Nr. sso, p. sso, ssr; S6o, sso.
I. 1. Eine Botschuft des Herzogs don Suvoym bittet, ihm für die Zahlung der fülligen 7V0V KronenFrist zu geben bis Weihnachten, auch der Bürgschaft halb noch so lange zu warten. 2. Sodann klagt sie,wie die Genfer mit Handbüchsen in ein Haus des Herrn von Thorens gekommen und ans dein Heiniweg auder Kirche das Wappen des Herzogs abgerissen, zu Boden geworfen, Glocken zerschossen und zu Gaillard das