Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
1120
Einzelbild herunterladen
 

1120

August 1531.

Dongo. 1531, 29. August.

Staatsarchiv Zürich! Acte» Müsserkrieg. Stadtbibliothek Zürich: Simmler'sche Sammlung Bd. sa.

Verhandlung über die weitere Führung des Krieges.

Wir gebe» das ganze Actenstück, mit Ausnahme der auf die jüngste Verhandlung in Mailand hinwcusenden Einleitung und einzelner Wiederholungen:

..Ratschlag sa zuo Thnnk bcschcchcn ist mit des Herzigen obcristen feldhcrren und commissarcn. hoptl»!und fenderich, lütiner und gemeinen Räten der acht Orten der Eidgnoschaft. . . mitsampt unfern trüwen liebenEidgnosscn und puntgnossen."

1.Witer Hand bcgert die Kotten (Rahn, Luchsingcr, Stampa) wie obstat mit sampt den hoptlüten (von)Bern und Schaffhusen und allen, so zuo Thnnk ligend in namen der acht Orten und der dryen Punkten, daßsy die obcristen feldhcrren druf und daran wcllent.sin, darmit wir vcrsechen werdent mit geschütz, bnlfer undstein und mit aller znogehörd. nach lut und (der!) znosag des Herzigen, safer er Mangutz gewänne und (das)eroberet, werde er dann mit aller macht für Müß rucken, das nun bishar nit geschechen war; (syg man)Hoffnung, es solle billich nach geschechen, darmit der krieg zuo einem gnoten end bracht werden mögi, daß e^einer loblichen Eidgnoschaft und den dryen Punkten und dem Herzigen und darmit uns allen erlich mögi stn,und mich darby daß die Herren verschaffint mit den dryen Blefen und andern kilchhörinen, so dem Herzig über-geben sind, darmit wenn wir das schloß Müß belägerend uffem berg und allenthalb, daß wir dann vom land-volk hilf und trost habend und auch eigentlich wüssjnd, was wir uns zuo inen versechen sollind, ob wir fründoder fycnd an inen habcnt.

2.Zum ersten (Hand) des Herzigen obcristen feldhcrren. . . sich vereinbart und entschlossen, daß sygnot wellcnt ansechcn, daß man Lcgg init sampt aller znogehört, so zuo dem krieg dienet, usmachi; dann »fürstlich gnad nit niöchti erlidenr an zivcyen orten solichen großen kosten; darilinb sy vermein(en)t, daß u>anein fart (eiilinal) Legg zuo end bringen sölli, und doch, dicwyl wir gern das schloß nötigen wcttind, so balddie kettincn geschlagen und die brngg, zno Lcgg abgeschossen wurde, so wellend dann sy daran sin, daß uns cn>geschütz zuokäme, damit wir den Hafen beschließend und dann unser züg zuosammen mögi kan (komen), und sollevtwir die wacht verordnen uf den berg, so wcllent sy ouch daran sin, so bald es möglich ist, mit allem gwaüund dapferkeit (zuo) handle» ... Sy habent ouch ein gnote Hoffnung, es sölle sich bald zuo guotem end züche»und aller glücklicher ustrag und wolfart, und ouch von stund an für den Herzigen keren und unser fachMangel wol anzöigeii und fürbringcn.

3.Witer so Hand die Herren anbracht, wie inen der Herzig enpfolct Hab, mit uns zno reden, wie derbischof von Verzell in discn Handlungen zwüschcnt uns und dem Müsser gern wellte sin ein mittler und schidwa»!ouch hat er nsglan, der von Müß habe bcgert red mit im zno halten, und er deßhalb Müß übergeben; dochvon Legg Hab er nach nit nsglan, und sölichs an uns (ze bringen?) begert, ob es fach wäre, daß er witer lawund begert(e) red zuo halten, doch mit dem geding, wenn er Müß und Legg wette übergeben, ob man dann n»losen wöllte oder nit. llf sölich anbringen Hand sich min Herren, wie sy im fcld sind, nämlich Zürich, BwbGlarus und Schaffhnscn und dry Pündt mit sampt commissarcn und honptlüten, fenderich, lütiner undgemcinlich entschlossen und ein mecr worden, wenn der von Müß welle das schloß Müß und Legg übergebe»,so wellend sy darin bewilligen, ein red mit im zno halten, doch daß die acht Ort, ouch die dry Pündt »ebotschaft mich darby habent, und wenn sölichc red beschech, so wend sy nit beschlüßen, snnder dasselbig an inHerren und ober» . . . bringen . . ., in Hoffnung, sy werdend mit aller billichkcit fnnden.