1104 August 1531.
mit hilf und zuthnn der cristculichm churfürsten, fürstcn und stände ane zwyfel etwas fruchtbars zu erhaltungdes waren cristenlichcn glaubens fürnemen und beschließen, welches euer streng e. w. onc zwyfel auch zu wytermufcnthalt reichen werde; deß möchten die von Zürich und Bern ein wissen und euer streng e. w. darumb dieprovandt abgestrickt haben, sy damit in einen ungelegnen bericht zu tringen.
„Darumb, ob sich euer streng e. w. mangcl der provant, als wyn, salz, stahel und ysen, oder andererUrsachen halb je nit lenger ufeuthalten möchten, so wellent darum kein bösen bericht oder vertrag anuenien,noch das (so) deren von göttlichem und natürlichen! rechten bishar zuständig gewesen und »och zuständig, ent-ziehen lassen, sonder wo es je nit anders sein köndte oder möchte, dann daß euer streng c. w. vor angezeigtemRychstag mit der that darin gryfen micßtcn, gestracks ein vertreutc geheime Person, so der kriegshandlnngen ver-ständig, gen Baden zu dein landvogt verordnen, mit bcfelch, sobald der daselbs ankomme, mich dess durch einengeheimen Kotten gen Waldshut, daselbs er mich auch finden (soll), zu berichten, so will ich imc ein ort anzeigen,do wir one allen argwon zusamen komm und mit hilf Herr Ecken von Ryschach, so, iviewol er jetz in rdm>kün. Mt. geschäften und nit nnheimsch ist, nnlang usblybcn, von einem anschlag, wie die provand zu über-komen und die fachen anzngrifen, reden, der, als ich gänzlich acht, euer streng e. w. nit mißfallen, sonder Z»gutem reichen werde.
„Ich Hab auch de» eineil nrtikel, welchen die geheim botschaft, so mit einer crcdenz by mir gewesen,außerhalb der Musterung geworben, gestracks geil Jnsprnck geschriben und bin fürderlicher antwurt wärtig n»dwill, ivas mir dcßhalbcn znkompt, euer streng c. iv. förderlich berichten. Dann wo ich deren in dem, sovon röm. kün. Mt. zc. . . in befclch Hab, und vcrantwnrten (inag?), ouch für mein person niit darstreckenmeins lybs, vermögen und sonderm fleiß dienen kau oder mag, wirdct euer streng e. w. mich allzyt geflilsen
un^ AtttwlÜlH ei^in^en," . . . St. A. Lucern: A. Neligioushäudel (Original und Copie von gleicher Haud).
li) 1531, 4. August. Freiburg an die V Orte, lieber die Erfolglosigkeit der bisher versuchten Bcr-mittlnng empfinde man das höchste Bedauern und Mißfallen. Da nun nichts anderes als fortdauernde BÜß-Helligkeit und größere Nebel zu besorgen seien, und man schuldig sei, die Wohlfahrt der Eidgenossenschaft ZUerhalten, wie man es bisher gutwillig erstrebt habe, so richte man an die V Orte die geflissene Bitte und diedringlichste Ermahnung, nichts Unfreundliches und Thätlichcs zu beginnen, sondern bis zur nächsten Taglcistnngstillzustehen; dann werde, wie man sich versehe, mit Gottes Gnade etwas Gutes gefunden und der Handel Zvfriedlichem Ende gebracht; denn diesseits wolle man sich allezeit bemühen, krieglichc Unruhen abzuwenden unddahin zu wirken, daß ein freundliches Recht zu Stande komme. Dabei wolle man nicht verschweigen, daß Be>»durch seine Anwälte die Mahnung vorgetragen, es vor Gewalt zu schirmen, und daß man die Antwort gegeben,verniöge des Burgrechts seine Lande und Leute schirmen zu wollen, den Fall jedoch ausgenommen, wo der ge-meinen Herrschaften wegen ein Krieg entstünde. Das habe man in bester Meinung gcthan, w.
K. A. Freiburg: Missiven Bd. 9 und 19.
5N2.
Bremgarten. 1531, 10. bis 14. August (auf Laurentii f.).
Staatsarchiv Zürich: Abschiede Bd. Ii, s. 144. Staatsarchiv Bern: Allgem. Abschiede DI). 441. Kantottsarchiv Basel: Abschiede.
Kantonsarchlv Schwyz: Abschiede.
Gesandte: Zürich. (Rudolf Thumisen; Johannes Bleuler; Werner Beyel). Bern. (Peter im H"l>>Jacob Wagner). Basel. (Jacob Meyer, alt-Bnrgcrmeister; Bernhard Meyer). Frei bürg. (Lorenz Bromdenburger; Hans Lanther). — (Die andern nicht bekannt).