1092
Juli 1531
574.
LugglMS. 1531, 19. Juli f. („Samstag was dcr 19. tag Juli"?). Jahrrechllllug.
Staatsarchiv Bern: Mg. Absch. i)l>. s«i. Staatsarchiv Zürich: Ennetbirg. Absch. I. ss. Kantonsarchiv Frcibarg: Ennetbirg. Absch. (wb).
!». Es wurde angezogen, ob mau das Schloß nicderbrechen oder verkleinern, oder wie man es sonstdamit halten wolle, in Betracht der großen Kosten, die man Heuer, laut der Rechnung, gehabt hat; darüberist zu Tagen Antwort zu geben. I». Der Landvogt fordert 40 Kronen für Kosten, die er samt dem Schreibermit Ritte» auf die Tage und nach Nri gehabt, um die Gefahren anzuzeigen, die damals vorhanden waren-v. Abermals sind die Edlen von Luggaris erschienen, um sich zu beklagen, wie die von Livinen neuerdingsdie Fischcnzen(-Fache) mit Gewalt zerbrochen und die Hütten verbrannt haben; sie begehren, daß man deinCommissar Befehl gebe, die zu betretenden Thätcr zu verhaften. Das bringt man (ebenfalls) heim. «R Ein-nahmen: 1. Von dem Seckelmeister zu Luggaris 1825 Pfd., je 5 Groß für 1 Pfd. 2. Von dem Anunannzu Gainbarogno 275 Pfd. 3. Bon dem Seckelmeister in Verzasea 112 Pfd. 4. Von dem Seckelmeister imMaienthal 000 Pfd. 5. Von dem Amman» in Brissago 68 Pfd. 6. Das Malefiz hat für die zwei (letzten)Jahre ertragen 108 Kronen; baar sind nach Verrechnung der Ausgaben abgeliefert 3 Kr. 7. Der Zoll wirft800 Kr. ab; 150 sind nachgelassen der Pest wegen; über die dem Landvogt bezahlten Posten für den neuenZusatz (im Schloß) ist der Zoller schuldig geblieben 85 Kr., die er bezahlt, v. Der Commissar legt Rech-nung ab über seine Ausgaben, als für Blei, Pulver, Rüstung der Büchsen, Botenlöhne :e., in Sumnm440 Pfd. 2 Svldi Jmper. Ferner sind ausgegeben für Mehl 195 Pfd. Jmp. Zusammen 125 Kronen33 Groß. Vom Zoller hat er 241 Kronen 2 Svldi empfangen; er bleibt also schuldig 115 Kr. 1? 6tros>14 Soldi, was bis an 40 Kr. bezahlt ist. tl. (Fernere) Ausgaben: 1. Den Edlen 17'/z Kr. laut ihrrsBriefes; 2. dem Schreiber 50 Kr. für den Jahrlohn; dem Vüchsenmeister 45 Kr. als Gehalt; 4. fernerdemselben bezahlt für Tagwen 74 Pfd. Jmp.; den Schmieden für ihre Arbeit an den Büchsen 130 Pfd. JmP-i0. der neue Zusatz, den der Commissar in das Schloß genommen, kostet 2151 (201?) Pfd., macht 421 Krone»und 4 Pfd. 14 Svldi; 7. dem Weibel von Zürich 0 Kronen für seinen Nock. N» Nach den Abrechnungenzu Lanis und Luggaris sind jedem Boten geworden 144 Kronen, gute und böse, 15 Ducaten, 3 Gl. rhcin-,0 Kr. an Münze und 0 Dicken.
I». 1531, 20. Juli (Mittwach nach Jacobi), Luggaris. Die Voten der sieben am Müsserkricge bethei-ligten Orte*) schreiben an Zürich: Es werde kürzlich durch seinen Boten Edlibach über den Scharmützel z» MaiwsBericht erhalten haben; nun wolle man auch von den Verrichtungen der zum Herzog verordneten GesandtenKenntnis; geben. 1. Auf die Anzeige, daß zu Menaggio an Geschütz, Pulver und Steinen Mangel sei, habe er sofo^ein Fähnchen Büchscnschützen dahin geschickt. 2. Die Ausmusterung der Knechte betreffend berufe er sichden Rath der eidgenössischen und bündnerischen Boten. 3. Sodann habe mau ihn ermahnt, den Krieg »achKräften zu fördern. Infolge dessen sei als dessen Gesandter Johann Angel Spicien daher erschienen, h»^Schreiben des Baptista de McdiciS an den Herzog vorgelegt und dann eröffnet, daß dieser ohne der Eidg^
") Da Appenzell nicht zu den XII in L. regierenden Orten zählte, so konnte es hier nicht in Betracht fallen, obwohl ^am Kriege theilnahm.