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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Juni 1531.

552.

Solothurn. 1531, 30. Juni (Freitag nach Petri ct Pauli).

Kaiitoiisarchiv Solothurn: Rathsbuch so, >>, sie-sw.

I. 1. Gesandte von Bern — Schultheiß (Sebastian) von Dießbach, Seckelmcister (Bernhard) TillmwR'Vcnner Dittlinger und der Bogt zu Nidau — bringen das Zcrwürfniß mit Basel zur Sprache, stellen d"Gefährlichkeit aller Umstände war und bitten dringend, von einem Auszug abzustehen und bei der getroffen^Abrede zu bleiben; dann wollen sie dafür wirken, daß Solothurn alle Billigkeit widerfahre. 2. Darauferwidert, jener „Anlaß" berühre die hohe Obrigkeit in Dorneck nicht; der Ehre wegen könne man nicht untel'lassen auszurücken und dabei zu treuem Aufsehen zu mahnen, ic.

II. 1. Die Boten äußern über diese Antwort Bedauern und betonen, daß man den Verlauf des Handcl"'zuerst untersuchen müsse, da die Meinung herrsche, jenes Hochgericht sei etwas Neues (gewesen), und vielleichtgewisse Leute ohne Auftrag („hinterrücks") der Obrigkeit dort gehandelt haben; daher mahnen sie nochmal'-'jetzt nicht weiter zu gehen, und erinnern, wie Bern (im Herbst l 528) den Herren von Solothurn zu Gesolltauf die Verfolgung des Feindes auch verzichtet habe; in Basel haben die Boten in gleichem Sinne zu handeln,und die Nothdurft erfordere, jetzt auch in dieser (noch offenen) Frage zu Mitteln; Bern sei beiden Parteidermaßen verwandt, daß es hoffe, zwischen ihnen handeln zu können; übrigens haben die Boten Befehl, Z"dem Theile zu stehen, der sich mit dem Recht begnüge. 2. Man hält den gefaßten Beschluß aufrecht, will dcckP'das Geschütz heute nach Balstall schicken und morgen mit dem Panncr ausziehen, weil doch die Basler

ein Aufgebot gethan haben; durch die letzte Eröffnung der Boten fühlt man sich beschwert, da man ungeach^gewisser Rcchtsbotc immer zu Bern gestanden. 4. Deßhalb schickt man Boten nach Bern (Thomas Sch»^und Hans Rudolf Vogelsang) und Frei bürg (Benedict Mannsleib und Konrad Tägcscher), um beide ^über die Sache aufzuklären und die Mahnung zu wiederholen.

Es ist hier, mit Rücksicht auf andere Acten, ein thnnlichst gedrängter Auszug gegeben. — Zur Ergänzet!lassen wir noch eine Auswahl von Acten folgen:

1) 1531, 28. Juni, 12 II. Mittags. Basel an Bern. „Wicwol wir uns gänzlich versehen, es wärw^iiwer und unser Eidgnosscn von Solothurn nf das ernstlich erfordern und vermanen, durch üwer verordnet^ratsfrnnd, so von wegen unser spännen uf dem berg zuo Schowenbnrg gewesen, mit so großem ernst, ouchkraft der pnndten und burkrechten beschcchcn, biß zuo ustrag der fachen glich wie wir stillgestanden, dhein numerusan die Hand genommen, jedoch ist uns hiezwüschcn begegnet, daß uns durch die iren ein Markstein nsgeworst"'item ein wildhag zerhowcn, und damit nit gnuog gsin, sonder habend sy uns erst in ircm bann Gcmpen, ^one mittel in unser landgrafschaft und hohen oberkeit gelegen, ein Hochgericht, deß sy weder glimpf nochnfrichten lassen. Dwyl uns nun, wie gern wir zuo fridcn wären, solche trutz und hochmnot lengcrdulden, sonder unser eeren notdurft nach dargegen ze handle» hoch von nöten, haben wir das angeregt hochg^s^dannen ze thuond verordnet. Das zeigen wir üch als nnsern liebsten fründen an, mit höchster bitt, ob ß(hierundcr etwas witers zuotragcn, daß ir ein getrüw nfscchcn nf uns haben, und so wir üch witcr mancn, olPir einichcn ufbruch zuo Solothurn verneinen, alsdann lut unser geschwornen pündtcn und burkrcchten trän"zuozüchen, wie wir uns dann zuo geschehen versehen", zc. K. A. Basel r Missw-».

2) 1531, 29. Juni, Bern. Instruction für Schultheiß (Sebastian) von Dießbach und Bernhard Till»"v'^