Juni 1531.
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by uns sitzen und uns an dem orte gedieuen möge, zuo j versechen, nämlich einer corherrcn pfruonde in allenfrnchten wie ein Priester, usgesetzt das, so den vieren, die den fronnltar versechen, gehörig, darzuo sin behusung,bänden, garten, höwgcwächsde für ein ross und vier küc; dach soll er das in sinem kosten Howe», s und überdas zechen guldin, zwei maltcr weizen und zwei malter Habers, und in setz bestimmter besoldung soll er ouchuns alsdann in allen und jeden unseru geschäftcn und handle» ze dienen schuldig und pflichtig sin, so nnstesich die marchen nnser s geeichten wurden strecken; aber so wir in usserthalb des Müusterthals jendcrthin wurdenschicken, alsdann im darzuo siner zerung bekerung und abtrage thuon. (6.) Und soll dise Handlung, besserungund merung des alten burgrechtcn dem hochwärdigen Fürsten, s unserm gnädigen Herrn dem Bischof von Basel,als dem rechten obcrhcrrcn des Münsterthals und kastenvogtc desselbigen gestiftes, wölicher sinen gunst und willenharzuo (ge)gebcn, dehcinen abbruch oder Nachteile gebären an allen sinen oder siner s gnaden nachkommen ob-bcrüerten rechten und gcrechtigkeitcn, sonders hiemit gänzlich vorbehalten sin. (7.) Und diewyl nun wir die vil-bemcldten Probst und Capitel, dessgelycheu Schultheiß und Rat diß also zuo beiden sisten gegen s und miteinander» angenommen haben und ingangcn sind, so zuosagcn, geloben und versprechen wir Probst und Capitelfür uns und unser nachkommen bp unfern würden und cercn, sodann wir Schultheiß und Rat zuo Solotoru souch für uns und unser nachkommen bp unser» waren und guoten trüwen an rechten cidcn statt, dem allemalso zuo gelebcn und nachzekommen und darwider niemer ze thuond noch schaffen, verhängen noch gestattengethan s (ze) werden, mit verzychnng alles dess, damit sich einer oder der ander teile wider obgcschriben dingfeiner usziechen könnt, schirmen und behelfen und ouch sagen möcht, daß gemeiner Verzug (verzig?) anc einensonderbaren nützit söllte oder verfänk- j lich wäre, alles crbarlich und ungefarlich. (8.) Und deß alles zuo stäterund merer sicherhcit haben wir die vilgcsagtcn Cornelius von Liechtcnfels, Probste, unser probstic, dessgelychen dasKapitel unscrs gottshuses, und > aber wir Schultheiß und Rate zuo Solotoru unser Statt insigel an diser briefedry gelych lntend lassen henken, uns zuo allen syten sincs inhaltes ze binden und zuo besagen, und jede unserder vorbemelten partyen s einen genommen. Beschcchen und gchandlot zuo Solotorn (uf) Mittwochen unsers HerrnfroulpchimmS abend, als man zalt von der gebnrte Christi Jesu, unscrs lieben Herrn, tusend fünfhundert drpßigund ein jare." ^
2) Im Original schließt sich ungetrennt an:
I „Hienach folget der cide,, so der statthafter Herren Probstcs und vogte des Capitels zuo Münster sollgeloben und schwören, nämlich gedachten Herren Probst und Capitel, dcßgelychcn minen Herren Schultheißenund Räten der Statt s Solotorn von wegen des burgrechten getrüw und holde ze sind, iren nutze ze sürdrc»,freu schaden ze warnen und ze wenden, darzuo in schirme des gottsdienstes, ouch iubringung und bezugc ir(er)Zinsen, zechenden und zuogehördcn dienst- s lich, beholfe» und beraten ze sind und anders, so der ufgerichtburgrechtbrief vermag und wyset, ze halten und zuo erstatten, getrüwlich, erberlich und ungefarlich, als im gottsoll helfen und die heiligen." P-rg. mr. mit wohl erhalte»-» Ei -g-l».
3) Vorverhandlungen über die Rechte Solothurns und seines Vogtes fanden am 6. und 7. Juni statt;der Abschluß muß aber noch unter obigem Datum erfolgt sein. R»qsi>. so, p. s ?s-s ?o, s ?o.
5SK.
Zürich. 1531. 8. Juni (Donstag nach Trinitatis).
Staatsarchiv Zürich! Acte» II. Cappelerlncg.
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