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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Juni 1531

deren Bestätigung, von Zürich angesetzt worden, so ist des genannten Herzogs Botschaft, mit Credenzbriefenversehen, persönlich vor de» Boten erschienen und hat, nach vielen gnädigen und freundlichen Erbietnngen,die Einwilligung zu der im Schlosse Mailand zugesagten und verbrieften Abrede und Verständnis;, im Namender Herren und Obern, begehrt. 2. In Erwägung der Umstände und Gestalt dieser Handlung hat man dennauch nicht finden können, daß es ehrlich und nützlich wäre, von diesen Capiteln, nachdem sie durch alle Haupt-leute und Anwälte im Feld in aller Form angenommen und bekräftigt sind, zurückzutreten oder die dabeibetheiligten Angehörigen (die unfern") hierin hintan (hindersich") zu stellen, weil gewiß alles in guterMeinung geschehen und wohl zu gedenken ist, daß sie ohne Zweifel nichts gespart Hütten, wenn sie es weiterhätten bringen mögen w.; demnach hat man nach ernstlicher Unterredung die erwähnten Capitel einhellig undförmlich,um unser aller Ehre willen", bekräftigt und rntifieirt und der Botschaft des Herzogs auf ihrBegehren Brief und Gewahrsame, unter dem Siegel der Stadt Zürich, behändig!, jedoch mit dem Beding,daß der Herzog gleiche Bestätigungsbriefe, unter seinem fürstlichenHangenden" Siegel, geben und dieselbendem Hauptmann von Zürich noch im Felde unverzüglich zustellen solle, was dann die Botschaft auch öffentlichbewilligt und zugesagt hat. 3. Wiewohl etliche Orte für besser hielten, daß der Herzog die Besoldung derKnechte gänzlich auf sich genommen hätte, und etliche andere als nothwendig anrathen/in Betracht der großenTheuruug sich zu größeren und namentlich auch gleichen Sölden zu vereinigen, damit die Knechte nicht etwader Ungleichheit oder Armut wegen die Lust zum Dienste verlören, so hat man (zuletzt) doch, weil man sichgemeinsam entschlossen, die obbertthrten Capitel zu bestätigen, nicht für ziemlich erachten können, der Söldehalb wider den Inhalt jener Abrede mit dem Herzog viel zu markten (uf und nider ze kranglen"), und inder Voraussetzung, daß jedes Ort wohl dafür besorgt sein werde, die Seinigen im Felde (da innen") nachUmständen gebührlich zu versehen, sich auch zur Ausgleichung oder Besserung der Sölde nicht vereinigt, sondernes einfach und bestimmt bei den Capiteln bleiben lassen und jeden; Orte heimgesetzt, nach seinem Gutbedünkendie Angehörigen zu erhalten und zu besolden; man kann jetzt den Herzog einmal nicht weiter treiben, er thuedenn aus freiem gutem Willen etwas hinzu, insbesondere da den Boten angezeigt worden, das; den Haupt-leuten bewilligt sei, einige Knechte weniger zu halten, damit sie denselben um so besser aushelfen könnten-4. Es wird aber den Leuten im Felde ab diesem Tage, im Namen aller Orte, geschrieben, daß sie dort ver-harren, ehrlich und wohl dienen sollen, und das; keiner ohne gehörigen Paßport heimziehe; es sollen sich auchdie Hauptleute unter den Knechten erkundigen, welcher nicht gerne dienen wollte, und dessen Namen lindHeimat bei guter Zeit den Obern anzeigen, damit sie einen andern an seiner Statt hinein fertigen mögen,doch daß jener nicht abgehen dürfe, bis derselbe (Ersatzmann) im Felde angelangt sei; wenn einer solchesübersähe, so würde die Obrigkeit ihn dermaßen strafen, daß er sein Unrecht erkennen müßte. 5>. Man hatihnen ferner geschrieben, wie man erfahren, daß sie das eroberte Schiff wieder verloren, und bedaure, daßsie dieses und anderes nicht berichten, und sie ermahnt, Gott und unser aller Ehre vor Augen zu haben,wachsam zu sein, vom Spielen und Zutrinken und andern Lastern abzustehen, auch fortan immer zu melden,wie es bei ihnen stehe, und sich keine Kosten reuen zu lassen, da man sie hierin keinen Schaden leiden lassen,sondern ihnen die Kosten abtragen wolle. I»- Die Eidgenossen von Bern haben angezogen, wie die Ihrigenmit fremden Landstreichlingen, die jung und stark und wohl zur Arbeit tauglich, sehr belästigt werden,und Verräthcrei und andere Uebel von ihnen zu besorgen seien, und wünschen, daß Mittel gefunden werdenmöchten, um solches Bubenvolkcs abzukommen. Weil aber jetzt leider eine so harte thcure Zeit vorhanden,daß Mancher betteln muß, der lieber arbeiten würde, und zu verhoffen ist, daß die Sache etwas milder werde,