Mai 1531.
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und schmutz worten, zuo Nachteil und schmälcrnng göttlicher und unserer eeren, ganz unverschampt gesungen undgebrucht worden sygent. Und ob schon etlich in straf genommen, ist doch so ringsüeg und schimpflich mit denselben gehandlct, daß solichs by keim rcchtsverstäudigen ecrbnrcn gemüet gnuogsam sin geachtet werden mag.Sidtenmal dann diser schntüchungcn und Unbilligkeiten kein cnd noch ufhörens sin will, und wir wädcr bynpündten, dem landtsfridcn, üweru und unser» offnen Mandaten, zuosagungen und Vertröstungen nit belybenkönnend, deßhalb wir wol götlichs recht, glimpf und fuog gnuog hettcnd, soliche Unbilligkeit und frnvel Hand-lungen mit der Hand ze strafen; damit aber der unschuldigen, ouch witwen und weisen verschonet werde, habenwir als die, so gemeiner Eidgnoschaft ufnung und wolfart ganz gctrüws gcmücts begirig, den frommen zuognotem, diewyl in dem bcschluß des landtsfridens heiter zuo Baden erlüteret, wo vilgcdachter landtsfriden ailuns uit gehalten werde, daß wir üch dann die profiand wol abstricken mögend, das milter an dhand genommen,und wellend üch in krast und vcrmög setz angeregten landtsfridens, diewyl der znosnmpt den pündten in oban-gezöugten und anderen stucken setz vilfaltiklich an uns übcrfaren und nit gehalten worden, die profiand, fryenmerkt und feilen kons hiemit abgestrickt und vcrseit haben, üch ouch diser dingen nützit mcer zuogan lassen, solang und vil unz dise Unbilligkeiten abgestellt, die frästen üppigen schänder und schmäher an lyb, cer und guotnach ircin verdienen und schwäre der fach gestraft, und wir von üch versichert werdent, wcß wir uns doch inkraft der pündten und vilgcmclten landtsfridens, ob ir die an uns halten wellend oder nit, versächen söllent;dann wir je solicher untrüw, gefärdcn und hochmuotS von üch iviter nit gewarten wellent; darnach mögend>r üch haben zuo richten. Geben und zuo Zürich mit unser statt fürgcdrucktem sccret insigel verwarct uff denPsingstabent, von Cristi gcpurt gczelt fünfzechenhnndcrt und darnach ini einnnddrißigcstcn jnr" (27. Mai).
St. A. Zürich: A. II. Eapp. Krieg. — St. A. Lucern: Acten Ncligionohündel (Zwei besiegelte Ex.) — K. A. Basel: Abschiede (Zürcher Eopie).
K. A. Schaffhausen: Eorresp. (Eopie ans Zürich).
Abgedruckt bei Bullingcr, II. 389—391, nach einer stellenweise ziemlich mangelhaften Rceension.
2) Vcrkündung des Proviant-Abschlags durch Bern:
„Den frommen fürsichtigen ersamen wysen Schultheiß, Räten, Hunderten und der ganzen Gmcind der stattÄlcern, dcßglichcn Landtanunan, Amman, Räten und gemeinen Landlütcn zuo llry, Schwyz, Nnderwaldc» obund nit dem Kernwald und Zug mit dem ussern Ampt, sampt uud sonders, thuond wir Schultheis, Rät undBurger der statt Bern mit diskm offnen bricf zuo müssen: Wiewol in dem landsfriden, so zwüschen üch unduns, ouch andern unfern christenlicheu verwandten usgericht, dcßglichcn demnach mit gemeinem edict und Mandat,^»rch gmeincr Eidgnoschaft und zuogewandtcn ratSanwältcn von Baden ußgangcn und allenthalben publicicrt,gar lutcr versechen und zum höchsten verpotten ist, daß kein teil des andern glauben fechten noch strafen, dar-ZUo niemand den andern meer an sincm lyb, ecr oder guot beleidigen, beschcdigcn, antasten, anzicchen, verletze»,schmützen noch schmcchen sölt, sonders sich jedcrman dcß vcrgounien; ob aber jemands solichs überfüere, alldan>rdes verletzten oberkeit solichs des schmechcrs und gctäters ober» zuoschriben, dasselbig nach verschulden hertenklichZe strafen, und wiewol wir unsers möglichen styß und crnsts darob gehalten, sölich schmechungen by uns undden unser» ze verhüetcn und abzestellen, dainit menklich by uns und under den unfern gliche früntlikeit, eidgnösstschetrüw, liebi rmd wolhaltnng begegnen sölt, damit nur gmeinlichen zuo (in) gnotem friden bliben wärend, uud unsgenzlich versechen, dwyl üwer pottcn in bcschluß des landsfriden(s) zuo Baden sich erpotten und merken lassen,wann wir unserer Meinung und Verstands über den ersten artikcl des landsfriden damals stillstüendend und üch andem ort vertruwteud, welltcnd ir üch so gnotwillig, früntlich und lieblich erzöigcn, daß wir darab guot gefallenund benücgcn haben wurden, ir und die üwcrn hcttend nit allein uns und die unser» von des gloubens wegenu>t gcschmccht, sonders ouch dem heiligen trostlichen wort gotteS by üch ganz fry und ungestraft statt, sichrung uuduswnchS geben. So aber je das by üch nit gsin mögen, und weder uns noch unser christcnlich brücdcr und dieunscru weder die pünd, der landsfriden, gmeincr Eidgnosscn Mandat noch das gemein rächt, vil minder unser frünt-lich erpietcn, vermancn und pittcn, dnrzuo unser geduld uit sovil helfen, frycn, schirmen und fristen mögen, dann^uß wir und unser verwandten und die unser» vorhar von üch und den üwcrn wider alle billigkcit, wider diepünd und gcschwornen landsfriden, und als ir selbs wol wüst, unverschuldtcr fach schclmcu, ketzer, dieben, böß-wicht, küeg und mcrchen ghygcr und sunst mit vil andern erverletzlichen, unchristcnlichen, uninenschlichcn, lastcr-