April 1531.
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« 14. „Darumb, l. E., sölich imscr Meinung Huben wir üch mit sondcrm willen bcgert zuo eröffnen, inHoffnung, wmm ir das hören, ir werden von Unwillen und bittrem gmüct gegen uns nbston und unser (da-)hcimblibcn nit dermaß nfncmen, als aber cilich lüt von uns usgießcn und redend, als ob wir etwas wissenSund Verstands mit dem von Muß habend, das aber mit warheit niemand reden kan noch mag, und wirt sichmeiner erfinden, und werden dcßhalb schändlich angelogen; mit höchster bitt, ir wellen sölich unser warhaftigentschuldigen von uns im besten nfnemcn; dal») ouch gedenken, ob glichwol wir jetznnd uf gsin und nrit nchZogen, daß uns vil besser bednnkt und angscchcn hett, daß wir mit nnsrcm volk an ein, eignen Hufen zogen;dann füllten die üwcrn und die unser» br> und undcr einander» ligcn, so könndc nit (änderst) sin, (dann) eswurde sich etwas lchbs zuo zitcn geben von des gloubcns ivcgcn; wann so wir unser pricster mit uns frieren,meß halten und unser alte ordinanz und wesen hau wie von alter har, so dann die nwcrn der unser» wurdenspotten, mögen ir selbs ermessen, daß mint gnots darus entspringen wnrd. Darum i>t sölich ding vorhin ivolzc betrachten; dann sollten die »wer» und unser» im fcld an einander» komcu, so wurde das letst vil böserdann das erst.
15. „Ob aber ir . . von Bern ald die Pündter je vermeinen wellte», daß wir lut der pündnus schuldigst)en, mit nch jetznnd zc reisen, das aber wir vermeinend nein, so erbäten wir uns zum rechten zc komcn lntuwcr und unser geschworncn pundcn, vermeinen ouch, man köndc uns rvytcr nit zuomuoten noch zwingen, inHoffnung, man werde nnS darin) blibcn lassen." sr. A. Luc-r»- A. Reiigw»shi>nr -l.
2) Im Luccrncr Staatsarchiv (Acten Neligionshändel) befindet sich ein anderes Actenstück, von gleicherHand (I. Huber), das seiner Fassung nach für einen Vortrag in allgemeiner Tagsatznng oder für eine Denk-schrift bestimmt war. Dasselbe führt großcnthcils mit den gleichen Worten die oben entwickelten Motive aus,euthält aber einige erhebliche Zusätze, die sich an den Schluß des vorletzten, Absatzes in dem vorausgeschicktenText anknüpfen. Wir lassen dieselben, mit Vermeidung von Wiederholungen, wörtlich folgen.
1. . . . „Wo sölichs geschehen, davor Gott sig, mag mcnklich ermessen, daß der von Müß und anderunsere sycnd me srönd darab cmpfachcn dann ab dem, daß wir daheim blibcn sind zno nfschung, ob er uns znoLorvis angrifen, daß wir mit ilcndcr macht daselbs wcrcn und unser bests Ihuon wurde».
2. „Item und als dann in den manbriefen gemeldet wirt, wie die Pündter in dem Schwabenkriegund andern kriegen uns das best gcthan w., wenn man darvon reden söllt, so besehe man, wer den Schwabenkriegangfangen, so wirt man ouch finden, wer dem andern darin guots gcthan; dann die Pündter den selben kriegangfangcn Hand."
3. Zu der Ablehnung des Verdachtes betreffend ein Vcrständniß mit dem von Mnsso: „Und es sollsund mags kein biderman mit warheit von uns reden; (wir) werden ouch der fach wrstcr nachfragen nnddarin handle»."
4. „Deßglich ist uns fürkomcn, wie zuo Zürich in den wirtshüsern und nf den gasten gcredt werd, jawenn s>) über nns die fünf Ort zngind, so fanden st) den rechten von Müß, nnd wir nnderstandcn jetz aberc>u püntnuS mit dem Kciser nfzcrichten, und wir sigcnd lüt keiner eeren wert, und wir haltend weder ccr (noch)drief und sigel, und es sig uns nünt zuo vcrtrnwcn, und es gang inen wol ald übel mit dem von Müß, sobald st) daselbs gcrech werden, so wellind st) über nnS zicchcn. Sölich nnd dcrglich warten ivcrden also überuns gcredt, damit man aber nns gwalt nnd unrecht tnot nnd schantlich anlügt. So nun wir sölich reden vcr-»cincnd, wer wellt dann lustig ald willig sin, mit inen zc reisen und denen zc helfen, so nns also mit unwarheitverunglimpfend nnd nnderstand nns zc überzicchcn w.
5. „Item so koinpt uns für, wie ctlich Ort den ircn fürgebcn und gesagt, wir die fünf Ort habind zuo4)adeu uf ix„, tag znogsagt, ouch über den von Müß nfzcsin und zc zicchcn, nnd Hand damit die iren usbracht.Pölich und ander mcr crdicht reden und fachen lnt man über uns nSga», damit man nno gnnog vernnglimpse,sti not uns daruin zc vcrantwnrtcn."
3. Folgt das Erbieten, sofern den längst erklärte» Forderungen genug gcthan würde . . ., „so wellend>vir uns dam, dermaß darin schicken nnd halten, als frommen redlichen Eidgnosscn znostat ?c."