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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
904
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Februar 1531.

erlcutcrung unser getrüwm und lieben brüedern, dienern des worts zuo Straßburg, verstanden, daß durch gemeltewittenibergischc artikcl unser coufession und leer, die zuo Basel summirt, nit gcschwccherct noch umkcrt wirt, dcs-glichcn die wäre Menschheit mit sampt der liplichen Himmelfart Christi uuscrs Heilands, der nit in diser zer-prüchlichcn weit fleischlich wonct, sonder in seinem himelischcn mescn plipt, und daß er, unser Herr Jesus, so inder gcmeind das heilig uachtmnl nach rechter ordnung Christi gehalten und usgetcilt wirt, an imc selbs alleindurch das gläubig gemüet warlich genossen und empfangen wirt, ouch unser leer nie gewesen, daß in dem bruchdes heiligen nachtmals nützit dann nun und brot sye, haben wir uns erfreut und gott gelopt, guoter Hoffnung,wir werden durch sölchc mittel zuo guoter concordi komen. Dieweil wir aber kein besonderu bcfclch von unfernherreu ober» und Alchen haben, ützit hie bcschlicßlichs zuo vollenden, sonder allein zuo losen und was an unslangte, widerum hindcrsich zuo priugcn, haben wir alles, das zwüschcn uns gehandelt, insouders aber das, (so)uns von unfern geliebten prücdcrn von Straßburg fürgctragen, in die abschcid genommen, guoter Hoffnung, gottwerde sein guad geben, daß wir mit frucht und ufgang des Euangelions Christi den (dem?) Herren in cinigkeitdienen." K. A. Schasshauft»: Abschiede (Beil. zu 13. Febr. 1SZI).

3) Bei dem Schaff Haus er Abschied liegt noch ein 14 Seiten umfassendes Aktenstück, betitelt: „Hienach folget der fürtrag der dienern am wort gottes zuo Straßburg, in dem sy relation und crzelung gethonhaben dcro Handlungen in der vcrsnmlung zuo Wittenberg, sampt der crkläruug der artikcl, daselbst angcstcllet,"unterzeichnet von D. Wolfgang Capito und Martin Vutzcr (Copie aus Basel).

Zu lil. „Autwurt und fürtrag der predicanten."

„Des artikels halb von glichförmikeit der ceremonien, die lvcil die selbigen ze mal weitleusig unddurch uns, als wenig, ouch diser zeit, in dcro das heilig Evangelium täglich (gott st) lob) uüwe sruchtpringt und siuen louf iviter erstreckt, noch nit wie von nötcu erörtert werden mag, zuo dem ganze glichförmikeitin allen Archen gepreuchcu nie gewesen, und da soliche durch Carolin» maguum usfs höchst prncht ist, demglauben und cristenlicher fryheit schwere Verletzung und nachthcil gcporn hat, haben wir uns uff solichen artikeldiser antwort vereinbaret, daß guot sige, darzno wir uns auch gegen einaudcru begeben und unsere abwesendeprüder durch gcschrift dahin vermögen wöllcut, die gemeinden allenthalben getrüwlichen nud so oft das von nöten,zuo berichten.

1. „Erstlich was rechter christcnlicher pruch der ceremonien sige, nämlich daß sy zuo fürderung und zuo-samcnhaltung christcnlicher gemeinsame in lcutruug göttlicher ler und crmanlmg geprucht, und gar kein vcr-truwen der fromkeit noch seligkeit uff sy gesetzt werden solle; dann unser gemeiner glaub ist, die selbigen alleinvon unserm Herrn Jesu Christo durch waren glauben, der durch die liebe thetig scy, zu suchen und zu cmpfahcn.

2. „Zum andern, stttcnmal die usscrcn gepreuch und Alchen iebungcn (ma) fürnemlich den einfältigen undam gcist gcringeru dienen sollent, daß man dann solicher einfältigen und schwachen im glauben gelegcnheit, ver-stand und sinn also in allen Alchen bedenken muoß und soll, daß es noch diser zit nit besserlich wäre, uff untereglichförmigkcit in ceremonien, dann eben itzund ist, zuo tringcu.

3.") „Zum dritten, daß wir uns ouch aller gebrllch und cerimonicn, so in denen Alchen, welchen mir dienent,als ncmlich Zürich, Bern, Basel, Straßburg und Saut Gallen geüebt werden, durch cnauder bericht und derengruud und ursach geben habent und im selben erfunden, dz soliche brüch und cerimonicn, wie sy in gedachtenAlchen itzund in ücbung sind, nit allein an im selb christcnlich und gschriftlich, sonder in der Alchen nach werjetzigen gelegcnheit ouch ufbuwlich sind, darumb wir dann noch diser zit kein enderung raten können.

4. „Zum Vierden, dwil disem also, dz das volk dahin vermant werde, siner Alchen ccrimonien undgebrüch als cristenliche und gschriftlichc zuo halten und mit aller audacht und cristenlicher demuot zuo gebruchcn,

Die im Folgenden bemerkbare Verschiedenheit der Schreibweise erklärt sich aus dem Umstand, daß zwei Copistensich in die Arbeit theilten.