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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Januar 1531.

Eidgnosscn undcrstand verhaßt ze machen und aller welt in hals ze geben, als ob mir sy irer rcchtsaminen undVerwaltungen mit gemalt zuo entsetzen, euch vom meeren, den pünden und dein landsfriden zno trängen nnder-stnendind, alles mit meer beweglichen verhaßten infüerungen, als ob sy von nie keim fygend sovil (al. mer)lasts und übcrtrangs erlitten w., darzno sagen wir, daß uns hieran ganz unrecht und ungüetlich geschicht, unddaß wir der Meinung noch des gcmüets nie gewesen und noch nit sind, (bezügcnt wir an gott), wäder sy nochandere zno bcgwaltigcn, zuo verschalten oder zuo verachten; wir achten und tragend uns ouch darfür, und wirtsich anders nit erfinden mögen, dann daß wir noch wol so styf bim meeren beliben, einer Eidgnoschaft so trüwund hold gewesen, unser lyb und guot so eingespart zuo derselben gesetzt, onch unsere pündt und de» landfriden,und was wir sunst ze halten schuldig, wol so erlich und redlich gehalten, als andere Ort, meinend gänzlich,wenn sy hindcrsich gedacht, was sy etwa den pündten und dem landfriden, ouch gemeiner Eidgnossen meerenzewidcr gehandlet, sy uns solichs billich überhept hettind.

3. „Und wiewol wir umb fründschaft willen vil geneigter wärind, alt vergangen fachen ruowcn zulassen;so wir aber für und für als frid und pundtbrüchig von denen, so zuo vil malen die pündt an uns überfaren,angezogen und es uns dahin gemessen werden will, als ob wir (wie sy sagend) so ein fry land, darin unsgott so fry gesetzt, zuo verderbung richten wcllint, könnend wir cercn und unser unvcrmydcnlichen großen not-'durft halb nit unterlassen anznozöigen, wer bißhar die pündt und den landsfriden brachen und den meeren nitgclept Hab, und lobend gott zum höchsten, daß er also gcfttegt, damit ctlich fachen, wer zno zertrennung undvcrdcrbnng einer Eidgnoschaft bißhar nrsach geben und daran schuld gchcpt, zum teil an tag bracht und entdecktwurdint.

4. „Dann wir meinend je niemand verborgen sin, wie unser Eidgnosscn von den fünf, besunder den vierOrten allweg ire vortag und bcsunderc rät und anschläg zno Beckenriet und anderswo des mccrentcils in allenHandlungen mit einander gehcpt, sich allweg an einander gehenkt und einmündiger stimmen (nit zuo kleinem Vor-gericht allen Eidgnosscn) vcrcimbart und damit alle ding, wie es inen geliept und gefallen (wir von den andernOrten feiten und meeretind, was wir wölkten, es käme uns onch wol oder übel) hindurch gedruckt und mitfrömdcr Herren gelt und gaben unser Eidgnoschaft und fromms erbars wäsen dcrmaß zertrännt, in mißhäll undspaltung bracht, daß es billich einem jeden erbarm gcmüet zuo bcduren ist.*)

5. „Gibt zügkniß unser Eidgnossen von Schwyz Handlung, da sy sich umb ganz ringfüegcr Ursachenwillen wider aller Eidgnossen gefallen, ouch über und wider daß sy deß abzuostan zum fründtlichisten von inencrsnocht worden, vcrmassenlich und tratzlich gegen (al. zuo) der krön Frankrich in ein tödtlichen vcrderplichen kriegbegeben, und ander derglichen (al. der) stucken vil, alle zno erzelcn vgn unnöten, ires gefallens verhandlet undallweg uff ircm sinn hinuS gefaren, niemant dnrob nngcscchcn, dardurch einer loblichen Eidgnoschaft so großerunrat, schad, schand und spott uff den hals gewachsen, daß ouch leider unser nachkommen gnuog daran zedöuwen Hand.

6. „Und wiewol wir »ß den schäden, trännung und gefärligkeiten, so uß solichem vorlagen und zuosamnienknchen erwachsen, bewegt worden, sölichs in nüw nfgerichtem landsfriden zuo fürkommen, damit man in einerEidgnoschaft zno zymlichen erbaren billichcn meeren kommen möcht, hat doch solichs eben sovil erschossen, daßsy es sidhar nie kein stund gcmitten, als man das bißhar zno allen tagen, besunder auch in dem fürtrag, densy jch Zuo Baden samentlich gethan, lychtlich hat verstau gemögcn, bezögen wir uns uff alle die, so bißhar byinen zuo tagen gesassen, denen wol wissend, wie sy sich (onch in sundcrer Orten fachen) beratschlaget, mit ein-ander usgcstandcn, und wie anhängig und gefölgig sy einander in ratschlegen gewesen sind, daruß ein jctlichverständiger wol abnemen, daß uns (ob schon der Ungunst, den sy zuo unserem glauben tragend, nit wäre) mitinen zno meeren in keinen weg gemein, glych oder träglich sin mag.

*) Durchgestrichen: „Gibt zuknist die Handlung mit dein Grafen von Armen, den sy wider aller Eidgnossen willen,onch wider und über den pnndt, den man damaln mit dem Herzogen von Meiland hatt, nit zuo kleiner trännung undnnruowcn aller Eidgnoschaft, zuo burger und landmann angenommen."