Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
878
Einzelbild herunterladen
 

878

Januar 1531.

botschaft nit mer zno tagen zc schicken, snnder dise unsere botschaft allein zno euch nnd aller Orte» der Eidgnosscnsandpottcn geschickt, unser beschivcrd und anligen zno crzellcn, zno klagen nnd harnß zno sagen, nnd sofcrr unserEidgnosscn von Zürich und »wer mithnftcn die pündt, den landsfridcn an uns halten, ein mers das mer, wieol> crlüicrt, bliben lassen nnd uns des rechten nit absin, tut der pündcn ?c., und das wort und werk by einander»sig, das wir nnsers theils zum höchsten begcrcnt, so crpieten wir uns, dcsglichcn gegen üch ouch ze thnond,mit ganze» trüwcn m^z ernst, und alles das ze erstatten, das frommen Eidgnosscn znostat, die pünd und derlandsfridcn uswysent zc. Wo aber ir unser Eidgnosscn von Zürich, nnd wer üch der fachen gcstnt, von emvcrcinfürncmcn, händlcn nnd fachen, so ir gegen rnrd mit uns bruchen, nit abstan, nnd uns nit by den pünden, ouchby dem landsfridcn, und ein mers, so zno tagen das mer würt, wie abgemeldet, nit das mer bliben lassen unddem statt thnon, nnd uns das recht (des rechten) lut üwcr und unser pünden nit sin und gestatncn wellent,daß ir doch durch aller fromkeit und ceren und durch der warheit willen uns heiter Harns sagen, ob ir das thnonwellent oder uit, med daß ir uns doch nit verhalten, damit wir doch wüssent, wcs wir uns zno üch verstehe»wellent (söllcnt); dann in sölichcr gestalt, >vic uns jetzt ein zit begegnet ist, können wir neben einander» nit huß-haltcn und bliben.

13. „Und begcrcnt deßhalb an euch lutcr endtlich antwnrt, uns darnach müssen zc richten; dann unsergroßen uotdurft und die unbillichcn unlidcnlichcn fachen, so mit uns gcbrucht werden, crfordcrcnt, daß wir sölichsnit crliggcn lassen könncnt und witer lnogcn und gedenken, wie wir uns mit der hüls gottcs zuo Handhabungdes unseren sölichcS gwalts crwcren und by dem unseren und by recht bliben mögcnt."

II. 1. „Witter, so aber unser Eidgnosscn von Zürich und ir mithaftcn uns hicrnf nit endlich antwnrtgebeut, ob st die pündt, den landSfriden an uns halten, des rechten uns gestatten und ein mers das mer lassensin wollen zc., als wir doch (noch) daS besser hoffen, so söllcnt nnscr sandtbotten dise Meinung mit unser» liebenEidgnosscn von Glanes, Fryburg, Solotnrn, Schaphusen und Appenzell sandpottcn reden nff Verbesserung, alssy wol wüssent.

2. „Lieben Eidgnosscn, ir hnbcnt gehört, zum kürzistcn auzöigt, nnscr beschivcrd und anligen, und wasman mit uns (brncht, al. gehandlet), das üch nun eben als wol als uns sclbs zuo wüsscn, daß es also ergangen,und daß wir von kürzi wegen und umb deS besten willen vil unlidenlichcr fachen, so uns sider der zit har, alsder landtfridcn gemacht, begegnet sind und noch tcglich bcgegn(end), nugemeldet und ungeäfcrt gelassen. Nunist euch uugczwyflct noch nit vergessen, was uff vergangner tagleistung zuo Baden, als wir das gelt des gc-sprochnen kostens von Händen geben Hand, gchandlct, und nämlich, wie die von Zürich nnd ir mithaftcn damalsüch fünf Orten zuogeseit med versprochen, daß sy die pünd und den landsfridcn gctrüwlich gegen und an unshalten und mit »amen, was zuo tagen von fachen und händlcn wegen, die vogtycn, die wir gcmcinlich miteinander» beherschent, bcrüerend, so lib, ccr und guot und weltlich fachen und die obcrkcit und bcherschung antrcff,je zno zitcn das mer wurd, das solt das mer bliben und dem statt geihan und uit darwidcr gchandlct werden;daran wölkten si sin und dem nachkamen; und was dnzemal vil gnoter warten vorhanden nnd alls richtig ?c.Wie aber dem statt gcthan und gelebt sye, Hand ir oben zum theil wol gehört und gebent üch das zuo ermessen.

3. „So nun die fach also stat, daß wir nit weissen mögcnt, ob*) unser Eidgnosscn von Zürich ald anderir mithaftcn die pünd und den landsfridcn an uns halten, uns by recht und by dem mcrcn bliben lassen wellentoder nit, dann wir haben »messen den landsfridcn halten, Hand uns dcß nie gewidcrt, snnder gern gethan; nunwisscnt ir, wie ir und etlich Ort mer uns von wegen des kostens so hoch angesuocht, damit wir den gebeut,daß nit witer nnruow darus wurde, und wie ir darnach daran sin, damit der landsfridcn ouch an uns gehaltensölte werden zc., deß alles ermanen wir üch jetzt zuomal zum höchsten, diewyl uns sölich schwer Händel bcgegnent,daß ir mit allem ernst darin sechent, sovil darin handlcnt, damit der landsfridcn nit allein mit worten, sondersmit den werken, ouch an uus gehalten werde; erfordern! und ermanen üch alles deß, so üwer und unser ge-schworncn pündt vcrmögcnt, ouch als die, so den lnndsfriden Hand gchulfcn machen, daß ir uns hilflich und

") Lucern: „die von Zürich old ouch ander" zc.