November 1530.
855
oder der und ander glichen waafcn trogen, olles by der buoß zwei) pfund Pfenning, onnachläßlich. Aber usscrtder Landgrafschaft mng sich einer wol, noch dem nnd die notdurft erfordert, bcivoafen nnd bcivorcn.
XII. „Ich wil onch und gebieten hicn.it ernstlich, daß olle die, so in difcr landg.asschaft Thmgöwwonend, dise lnstcr, so in discr ordnnng (wie obstnt) vcrbotten nnd abgestellt, in frömbdcn oberkeiten nit wenigerdann by uns mydcn und sich dorvor hnctcn sollend, damit wir nicmont n.it Üppigkeit verärgcrind; dann wclichedie sind, so glych in frömbdcr obcrkcit die nbgcstclte lostcr rieben nnd sich darin in einem oder mcr stucken über-sehen wnrdend, die oll wil ich, wenn das knndtlich gemacht, wie dise ordnnng nß.vyset, on alle gnad strafen nndhierin nicmants verschonen.
XIII. „Deßhalb, gctrüwcn lieben landlüt, hindersäßcn, ynwoncr nnd verwandten, ich wil üch allsan.pt"»d sonders der gehorsame, die ir mir in namcn vorgemcltcr mincr gnedigcn Herren, üwcr fnrgcsctztcr, uß gött-licher ordnnng nnd um üwcr g.vüßne willen zc leisten schuldig sind, vätterlich vcrmanct nnd von oberleit wegenernstlich gcbotten habend (sie), daß ir üch den obgemclten ordnnngcn, so wir all umb offnung (.) der ccrGottes nnd umb eins christlichen fridsamen lebcns angesehen, guot und frywillig gehorsamen, uch ">l wwer-spennig erzeige», damit ir mit üwcr ungehorsame das Evangelium Christi nit schmähend, den zorn Gottesüber üch nit erwcckind, darzno mich nit tringind, daß ich von üivcr übertrcttnng wegen nach mhalt obberncrterpencn wider üch handlcn »messe: dann ich die übertrctter warlich on alle gnad strafen wird.
XIV. „Hicby wellend ich nnd die landgrafschaft Thurgöw uns vorbehalten nnd öffentlich erbottcn haben,ob wir künftiger zyt für uns sclbs oder von andren mit heiliger biblischer schrift alten nnd nnwcn Testamentseins bessern, dann wir in diser ordnnng angeschen, nnderwisen wnrdind, daß wir jeder zyt söllchen berichl nitallein nit nßschlahcn, sunder giiotwillig mit dankbarkeit anncmen nnd demnach dise ordnnng, wie sy zno ostnnnggöttlicher ceren iind Pflanzung eines fridsamen christenlichcn labcns am besten angerichtet werden mag, anderen,besseren und der stimm Christi nnsers Hirten unverdrossen gehorsamen wollend. Gott gebe uns sin gnadund friden, Amen."
„Geben zno Frowenfäld im jar nach Christi gcbnrt M. D. TXT.
St. A. Zürich: Tschud. Doc. Samml.mg; - Ma»dat-T°»»»w»g l. - Stijtsarchw St. «-»: II. ISIV.
430.
Bern. 1530, 21. und 22. November.
Staatsarchiv Bcr».
Verhandlungen mit einer Botschaft von Genf und Berichte über neue Kriegsgefahr von Savoyen her.
Wir legen die bezüglichen Acten vor:
1) 1530, 21. November. Bern an Frciburg. „Demnach wir üch diser tagen ein abschrift der WarnungHacobs Wildermnot von Nüwcnbnrg znogcschickt, ist >ins von andern nnscrn vertinwten f.nnden glyche n.cinnng»uokoinen, darnf wir glauben sehen. Sodann hat uns onch wie lnnds (sio) angelangt, daß ein ita>ic»ist)cr zng gnnVcrzcll komen soll. So nun der Handel sich dcrmaß anscchcn laßt, daß nühit anders dann kriegSnebnng sichzc verscchen, haben wir den Kotten von Jens, so bl) uns ist (wo), solichs nngezöilgt Mit fm )a t, aß co von»ötcn, damit nühit übcrsechcn werde, einen starken zuosah gan Jens zc schicken; des, )a cn lv 1") »> we cnbeladen; dann sy dcß kein befelch; doch wettend st)s ircn Herren nnd ober» znoschriben nnd irs Kescheids erwarten;das haben .vir üch in. besten wellen anzöngen. dan.it, wo es darzno käme, daß »wer nnd u»s-r »...burger vonJens eins znosahes in ircn. kosten begcrten, daß ir ü.ver anzal onch dartätent nnd .r onch nch ... gegen.ver w.cwir gnoter zyt rüsten könntend." . . ' ^ r.u.sch Miss. s.