November 1530.
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3. „Und als durch die unmässigc schwücr, deren bißhar leider vil geschehen, die göttliche Maicstct größlichZno zorn bewegt, das christenlich volk merklich verärgeret wirt, wil ich die, so mit wolbedachtcm gmüet, ußluterem muotwillen by Gottes allmechtigkeit, barnrhcrzigkcit, krankhcit, touf, sacramcnt, martcr, lydcn, wunden,krast und hero glychcn schwerend, au lyb und laben strafen.
4. „Welche aber uß zorn oder böser gwonheit, wie obgemclt, schwecren wnrdind, die füllend für jedeschwücr, so oft es der gstalt bcschicht, ein krüzer on gnad-verbessern. Doch so möchte einer uß zoru oder bösergwonheit sich mit dem schwecren so ungcpürlich halten, ich wurde in glich wie obstat an lyb und laben strafen.Dise lcstercr füllend von aller menklichen lu) gcschworncu eidcn einer jeden oberkcit by den gemeinden angeben,gclcidet, und darin niemants verschonet werden. Dannethiu soll daS selbig gelt von den verordneten m fcdergcmcind Angezogen und in das almuosen der selben kilchhörc verwendet ivcrdcn.
VII. „Vom Zuotrinkcn."
1. „Das zuotrinkcn sampt dem nnordcnlichcn trinken, so man bißhar ctwan uß anrcizung der anderen,ctwan einer für sich selbs gctriben, ist ein fürncmlich ursnch, darnmb der zorn Gottes erwecket wirt, M dm,
ouch sölich lasier dein menschen an sinem lyl) und laben schädlich iji; darnnib so Hab ich geoi net, er">'d wil, daß niemant in bemclter landgrafschaft Thr.rgöw, er che edel oder unedel, niemants rchgenommc», vond'ilhin zuotrinken, keiner dem anderen, es sygc halb, (oder) gar uß oder ein teil zc trinken weder ofscnlich nochheimlich mit düten, trctten, nennen, winken, oder wie es die herzen der menschen erdenke», nennen und zno wegenbringen möchtend. nülnt bringe,, noch warten sölle. Dann .velichcr das überträte, sol für jedes n.al vom br.ngerund warter fünf schilling psenning on gnad verbessere»; die sollend von den verordneten der gmeinden yngezogcnund in das almuosen der armen geben werden.
2. „Wenn aber jemants für sich selbs, „..gebracht oder so ...ans in. brächte, also zuotrn .ike daß er vondem wyn bestönpt, siner Vernunft ungeschickt wurde, oder mit züchten gsagt, oben ußbrnchc, der und die m alsofüllend, söllend jeder nmb fünf pfnnd Pfenning von der obcrkeit on gnad gestraft, und hierin niemants ver-schonet werden.
3- „Und so ein Gerichtshcrr oder des Rats, darzuo all obcrkeit, so dem gemeinen volk vorstat, sich md'scm lasier Übersicht, der sol allwegei. mit zwyfachcr pccn bücßcn und o» alle gnad gestraft werden.
4- „Und damit obangezogne ..»maß und übcrflüssigkeit des zuolrinkens noch minder statt haben möge,so sttz und ordne ich, will ouch daß sölichs in der Lnndgrafschnft by den ungnadc» und zahe.i pfnnd Pfenningachter bnoß gehalten werde, daß nun hinsür kein wirt »och stubenknecht an sonn oder anderen fyrlagcnkeinem heimische» weder wyn, brot noch andere spyß mcr vor der predigt dcßglychen ouch des tags niemants"'er dann ein abcntürten und ein schlafen».!' geben, ouch keiner mer dann ei» abentürten und c». fchlaftrnntthuon, in,d sich niemants der heiniischcn nachts nach den zächnen im wirtShns »och nsj den ftuben mcr findenlassen sölle. Dann unser Herren und ich dises nninässigs zecrcn, zno vermyden göttlichs zorns, deffglychcn rieschabeten, lonbröckin, spicketen, schleglen, bynelin oder schnpfnrtc» und sehnrätzn.irßli, wie d.e b.ßhar gcbrnchtund fürcr, mit waS schyns das wäre, zno abbruch discr ordnnng gcsnoch>t und gefunden werden niö.fti» , 3anz>->hiemit nbgestelt und by gehörter bnoß zum strcngesten vcrbottcn, ouch die übertrcttcr, es syge er wir o.er ic«est, so dick das geschieht, nmb die selb bnoß on »achlass.ing strafen, daran niemants verschonen, ^cy w.t oncyuit, daß die wirt jemants zno sölichcn nachürtinen oder schlaftrünken wyn hinnsi in an er unn c e er )>> er zetragen (undcrstanden?), sonder nach den zächnen niemants kein wyn, weder in noch nsserthalb des wut^hno »ergebend, doch krank lüt und kindtbetterin hierin vorbehalte.r, alles o» gfäid.
5. „Ich will ouch zno mcrcr abstellnng vil gehörter nnmaßen hiemit allen w'rtcn und ftubcnknechtcndiser landschaft Thnrgöw ynrzcbundcn und zum ernstlichesten gebotten haben, niemants heunifchcn mer, wer derjach syc, jung oder alt, uff wyn, körn, Haber oder ander srncht, noch oncf, hivie man U"Uf uff ry en»c schrybcn oder über ei» gülden zc borgen; dann was einer darüber borget und warte , das fol er verlornhaben. i.»d ki-in amp.man i.» rechte., darüber gestatten, und zno den. alle», nur als Landvogt zähen pfnnd