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November 1530.
Christi, der Öfteren, der Uffart Christi und der Pfingsten, onch der zwölf Apostel, und dry unser Frame» tagdiser zyt zuo fyrcn angenommen haben, also daß uff sölich tag menklich in der Landschaft sich aller ergerlichcrlichtfertigkeiten abthuon, allein Gott nnd nit der weit dienen, ouch vatter und muoter, Herren und mcister irekind, knecht und dienst darzuo halten sollend,'dz sy sich uff die bcstimpten tag i» vorbemclten werken by andernglönbigcn christcn zuo erkennen (gebend?); dann welcher sölichs on eehafte notdurft überfaren und hierin christcnlicheliebe nit haltend, also daß der pfarrcr zuosampt den verordneten jeder kilchhöry erknnnen möchtcnd, im sölichs nitvon nötcn gewesen sin, der sol dem almuosen sincr pfarr oder kilchhöry, darunder er gesässen, fünf schillingPfenning bücßen, die ouch die almuoscr nnd kilchcnpfläger von im unabläßlich ynziechcn söllend. Doch so willich hiemit niemant sin echaft notdurft abgestrickt, bcsunder ouch den höwet, die ern und herbst zyt, je nach gstaltder geschäften und gewitters, hiemit vorbehalten haben, soferr daß niemant hierin kein gfar bruche.
V. „Von den Widertöufern."
1. „Welche das sacrament des toufs also schmähend, daß sy sölichs den jungen kindeu mit (nit?) zuo-teilen, wider christcnliche lieb und fryheit verbieten, verhinderen, oder welche so (sie) in ircr jugcnt getauft, sich imalter (als die rottcngeister), die man widcrtöufcr ncmpt, uß torechtem man wider die warhcit göttlicher gschriftthuond, widerumb toufen lassen, oder das zuo thuon predigen, leren und die sölich predig in hölzern, fäldcrn,winkelhüseren hören, anncmen und sich diser secten anhängig machen wnrdind, die all, nämlich die widertöufer,so sich im alter widerumb habend toufen lassen, oder die den widertouf lerend und kindertouf verbietend, samptdenen so ire kindcr ungctonft ze behalten vermeinend, und die so dise vcrfücrische leer hörend, annemcnd, ouchsöliche leer und töufcr bchuscnd, behofend und undcrschlouf gebend, wil ich, als der nit irs bluots, sunder irsHeils nnd seelcn säligkeit begirig, von stund an fenklich annemcn und sy in der gefangenschaft so lang mit muoßnnd brot spysen, darzuo nach gelcgcnheit pyntich mit inen handle» lassen, biß sy ir irrtumb bekennend, dieoffcnlich widcrrüefcnd, davon abstand nnd zno christcnlicher einigkeit wider bekercnd, und wenn sy sölichs gethon,denn wil ich sy mit einer nrfäch, die sy mit erhabnen fingeren und geirrten warten zuo Gott schweren, damitinen sölichen (sie) als verfüerischcn secten hinfür müessig ze gond, deren ganz nit zno beladen, sonder sich mit unsin göttlichem wort und dienst glychförmig ze halten, by pecu des schwärts, yngebunden werden sol, der gefangen-schaft ledig lassen und sy für christcnlich mitbrüeder oder schwcstcr erkennen.
2. „Die aber in irer irrtumb verharrend nnd davon nit nbston wurdind, will ich, damit sy nicmantswytcr vcrfücrind, biß zuo end ircr wyl in gefcnknuß behalten und darin ersterben lassen.
3. „Und ob sich einest zuotragcn, daß sölich töufer ire irrtumb bekennen und obgemeltcn eid erstatten,aber darnach an inen selbs so nnthür, daß sy wider gcthanc urfnch von cristenlicher einigkeit zum anderen malabfallend, ire vorige irrtumb widerumb anuemend, ire ccr und cid übcrscchen wurdind, denn so wil ich sölichüberträtter als cerloß meineidig lüt und abtrünnig christcn on alle gnad mit dem schwärt vom laben zum todrichten lassen. Deß wüß sich menklich ze richten und vor schaden zuo verhüeten.
Vl. „Von den lestere(r)» Gottes, des gloubens nnd der sacrament,wie die söllind gestraft werden."
1. „Welicher oder weliche etwas glaubend, lerend oder predigend, das den zwölf artiklen unsers heiligenungczwyfeltcn cristenlichcn gloubens widrig, oder welicher die Gottheit oder Menschheit Christi Jesu, unserseinigen Heilands, vcrlougncnd, schmächend oder das hoch verdienst sines heiligen, bitteren sterbens und lydensvernichtend oder schmälcrend, und sich mit dem göttlichen wort von ircr irrtumb nit abwysen lassend, diewil ich an irem lyb, läbcn und guot strafen.
2. „Welche das heilig hochwirdig sacrament und zeichen des lybs und bluots Christi, so im nachtmaldes Herren genossen, unnötig und verächtlich bcckenbrot oder noch schnöder nennen, die wil ich nach irem ver-dienst strafe», und einer möchte so muotwillig die sacrament verachten mit wort ald merken, ich wölke mit Gottesund des rechten hilf in an lyb und läben strafen. Dann ivir je die lieb und brücderlichen zeichen, die unsGott zuo einbarung (?) nnd crinnerung finer güetercn und an statt sin selbs ggcben, alle wellend unveracht haben.