Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
817
Einzelbild herunterladen
 

October 1530. Hl

abgon." 'Nachschrift:Den heimlichen Räten. Ich wird durch etlich vertrnwt fründ bericht, daß benanntem Stollenncbeut obcrzeltcn dingen bcfolhcu ist, mit Peter vom Hag und anderen haimlichcn Raten dcsshalb zno handlcn,wie ir dan wol wisscnt, nämlich weg zc snochen, wie wir mit beharrlicher pündnnß und verstand den Aidgnosscnzuogcthan werden möchtint. Hierinnc wirt hoch von nötc» sin, still ze handlcn und sich selbs nit (ze) verachten".

K) 1530, 25. October (Dienstag vor Simonis und Inda). Zürich an Basel, Schaffhnnsen, St. Gallen,Mnhlhauscn (etc.).Wie dann (üwer und) unser cristcnliche Mitbürger von Straßburg uns schriftlich (durchnch: an Basel) anzeigen lassen, wie der Graf von Mansfeld als von im selbs, doch in namen des Chnrfürstcnvon Sachsen und anderer im anhangender stand und stellen sich so vil gegen iren und anderen Kotten setz znoOngspurg ufgethan, daß villicht weg zno finden, damit wir zno allen teilen, hindangesetzt den span des sacra-ments halb, zno früntlichem vcrspruch oder verstand mit einander komen möchten, und so wir unscrs teils wollyden, wo wir mit den cristenlichen fürstcn, ständen und stellen in ein gemeine vcrstäntniß fuogklich kommenmöchten, und sich dann die fach nach gstalt und gclcgcnhcit alles Handels, bsnnder dem rnchcn und scharpfenabscheid, so der Keise'r den stellen fürgehaltcn, gänzlich ansechen laßt, daß uns allen, so disem abscheid znogclebcn nit gemeint, ein gewaltiger Überzug und verderblicher krieg, wo dem mit fnogklichen mittlen nit begegnet,zno ersorgen, so doch kcis. Mt. allcnthalb undcr deni schyn, als ob sy Hungern vom gemalt des Türken znoerretten willens, sich umb kriegsvolk bewerben laßt. Damit wir uns dann gemeltcn Mansfeldischcn antrags halbund benanntlich, ob es zno kricglichcr cmpörnng kommen, wie wir uns darin schicken wölkten, etwas stattlich,wäsenlich und wolbctrachtlich mit einander underrcdcn und unser notdurft nach über diß und ander nntrüw pratikund geschwinde nnschleg, so on underlaß zno unserm verderben fürgenommen werdcnt, ouch unscrs Vorteils unddes gegcnteils Nachteils bp guoter zyt beratschlagen mögcnt, so haben wir, uns allen ze guotcm, ganz früntlichcrMeinung einen gcrumptcn unverzogcnlichen tag, als ncmlich uf Sant Martins tag . . . in üwer statt (so. Basel). . . zno erschynen angesetzt," zc. zc.Wellcnt ouch sölichs (gilt Basel nicht) in großer geheim behalten."

Das Exemplar für Schaff Hansen ist adrcsstrt an Bürgermeister und geheime Näthe.

7) 1530, 25. October (Dienstag vor Simonis und Jndä). Der Geh. Rath von Zürich an Meisterund Kricgsräthe von Straßburg. Die durch Basel übermittelten Anträge zu einem freundlichen Verstand, dieauf dem Reichstag zu Augsburg durch den Grafen von Mansfeld an die Boten von Straßburg gelangt, samtden Artikeln des kaiserlichen Abschieds, habe man dankbar empfangen; man wäre einem solchen Einverständnis;mit den christlichen Fürstcn und Städten auch nicht abgeneigt, und da aus allerlei Anzeichen zu erkennen sei,daß der Kaiser und sein Anhang keine Ruhe suchen, so scheine die Nothdurft zu erfordern, daß man für denFall eines Krieges bei Zeiten seinen Vortheil bcrathe; deshalb sei ans St. Martinstag ein Tag nach Baselangesetzt, welchen Strasburg mit wohl instruirtcn Boten besuchen möge. Zürich werde seinen Boten auch Voll-macht geben, für den hessischen Verstand das Nöthige zu thnn; sollten aber die Hessischen zu beschwerlich finden,nach Basel heraufzukommen, so werde Zürich, sofern die von Bern und Basel ihnen nachreiten wollen, sich nichtabsondern. St. A. Zürich! Missiven.

Die Fassung des Originals ist etwas weitläufig und umständlich.

8) 1530, 30. October. Basel (die heimlichen Näthe, nl. die Dreizehn) nit Strasburg. Mitthcilnngder jüngsten Zuschriften von Zürich und Constanz. Man lasse sich die Meinung dieser Städte gefallen undbitte nun Strasburg,an orten und enden, wo sich gebürt, für(ze)faren", ?c.

K. A. Basel: Missiven t. SW.