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Im Bau begriffen sind die Häuser von folgenden dreiWaldensern: 1. Jaques Trom (Tron), 2. Jaques Aliaud (Aillaud),
3. Jean Jot.
Im folgenden Jahre, 1716 also, wollen bauen: 1. Jean Sesane(Cezane), 2. L. Vinson (Vingon), 3. Jean Trom (Tron),
4. Etienne Chattelein (Chatelain).
„Diese letzteren Waldenser sind die ärmsten und zumTheil schon sehr alt."
Wir haben hier die Gründung der jetzt noch bestehendenWaldenser-Ansiedelung Walldorf vor uns, ohne dass jedochdiese bis zum 14. August 1715 diesen Namen trägt. In demKirchenbuche der Gemeinde Walldorf ist allerdings schonungefähr einen Monat vorher, nämlich am 12. Juli 1715, derName „Waldorff" geschrieben. Dieses Kirchenbuch trägt denTitel: „Registre ou Liure contenant les Baptemes, les mariageset les mortuaires de l'Eglise Vaudoise du Roure et Meandans la Communaute de Merfelden dans le Pays de Darmstadt.En 1699." Die Einträge in dieses Kirchenbuch sind anfangsnicht von der Hand des Pfarrers Papon; sie beginnen auchder Zeitfolge nach erst nach dem 2. Mai 1701.
. Alle Einträge vor diesem Tage sind von einem anderenals Papon nachgetragen und von letzterem einfach seitenweiseunterzeichnet. Der letzte Eintrag mit Unterschrift von derHand Papon's ist vom 16. Juli 1712; von da ab bis 1715sind die Einträge von anderer Hand; Vertreter des alters-schwachen Papon ist Mons. de Champ-Renaud aus Isenburg.
Am 24. September 1714 segnet Papon noch ein Ehepaarein; der Eintrag in das Kirchenbuch ist aber von ihm wedergeschrieben noch unterschrieben. Das Heft 3 der „Geschichts-blätter des Deutschen Hugenotten-Vereins" vom Jahre 1891beschäftigt sich mit der Geschichte über „Die Waldenser undihre Colonie Walldorf.
Wir haben bisher gesehen, welche Schicksale die Wal-denser zu erdulden hatten, die im Jahre 1699 die KolonieMörfelden-Gundhof gründeten. Im Jahre 1715 hatten die meistenAnsiedler an Stelle ihrer elenden Hütten dauerhafte Häusersich erbaut; es war dadurch ein Dorf entstanden, das zum