October 1530.
7. „Oaczuo so behalten wir nf beiden partpgen vor all älter bünd, darin ivir vor datum diser vcrständ-miß verfaßt sind, allein nsbcschlossen den christcnlichen glonben; den z,w bcschirincn soll uns kein alter bnndnit irren.
8. „Zuoletst und uß kraft dis beschluss so'soll der obgcmclt Herzog zno Snvop uns 7 Orten und derlandschnft Wallis all hindcrstellig Pensionen, die er uns schuldig ist und verheißen hat zno bcznlen, setz nngentszwcycr jarcn Pension entrichten, item und nf setz nächst kommend mitten Meyen aber ein Pension und darnachnf Aiichaclis onch ein Pension und da fürhin nf bestimmten tag und zil ein Pension, wie er dann die uns schuldigisi und verheißen hat zno bezalcn, so lang bis er uns vollenklich nmb all usständig Pensionen lut sincr bricfendarumb usgericht vernuegt hat." St. A. Luccr»: Actrnband Sanoye», t. Kit,Ii, löst,. (Neuere Abschrijl).
Aus dem folgenden Blatte setzt Cysat seine Bcmerkttngen fort, wiederholt die obige Behauptung und fügtbei: (Die Verstiindnnß) „ward zwar also angetragen und veranlasset, onch folgends A° 1534 in geschrift gefaßt,so noch vorhanden, aber von wegen der nnrncwigen zytcil, mit wölchcn beide teil von den seelischen domalenbeladen, in originale nit usgericht noch besiglct, Hand onch alsbald darnach im folgenden 1531 jar", zc. zc.(wie oben).
401.
Bern. 1530, 8. October.
Staatsarchiv Ner».
Verhandlung mit einer Botschaft aus der Waat betreffend den Krieg »in Genf.
Das Nähcrc enthält folgender Act:
1) 1530, 3. October, 11 Uhr Mittags. Bern an seine Hauptlente und Räthe im Feld. 1. „Es ist Hutvor uns crschincn der Edlen und der Ständen in der Wat crsam potschaft und habend uns erscheint nach dar-legung irs credenzbrief(s) und des landvogts schriben, wie dann si) vergangner tagen by cinandern gsin; dahabend si) einen brief von irem Herrn dem Herzogen empfangen und geläscn, inhaltende sin entschnldigung,wie er um den anslag nützit gewüßt, onch an(c) sin willen beschcchen und deß übel zefridcn spe, sonders syendvier oder fünf edelman imc und inen unwüssend damit umgangen, das inen allen leid zc., uns hicrnf pittende,von alter fründschaft und guoter nachpurschaft wegen ze vermögen und verschaffen, daß der krieg gericht, diennsern abgemant und inen als den unschuldigen kein schad noch gwalt zuogcfügt werde, dann si) onch ir pot-schaft zno irem Herrn ilends geschickt, mit im onch zc reden, was die notdnrft erhönscht, alles mit mer und kläg-lichen warten, hie unnot zc melden. Uf solichs (Hand) wir inen geantwnrt, daß wir ercn und not halb ver-ursachet, wie ungern wir das than, die biderben lüt von Jens ze einschütten und darvor sy(n), daß si) nit alsoschantlich überfallen wurdcnd; daß aber der Herzog sich entschuldiget von dem anslag nützit gewüßt hau, syeunglaublich; dann vier oder fünf edelman nit so gwaltig, solichen frömden züg von inen selbs uf und ins landZe bringen ane sin müssen; znodcm so spe daS landvolk i>: der Wat und ännent sccs nfgsin und alles gan Jenszno gclnffen; daß solichs so heimlich bcschechcn, daß (es) der Herzog nit mögen verneinen, oder do er deß beruht,nit hett mögen abwenden, ist unglaublich; wir habind onch ctlich jar har den Herzogen schriftlich und mündlichgepetten, die Jcnfcr rücwig ze lassen, daß wir uns gänzlich vcrscchcn, er hcttc dermaß mit jinen cdcllüten ver-schafft, daß si) sich solichen Überfalls gemüeßiget. Wpter so spend wir gloiiblich bericht und gcwarnct, daß derzüg, so vor Florenz gelegen, Harns züche dem Herzogen'zuo, deßglichcn der bischof von Jens einen nüivcn züg,größer dann der vordrig spe, nfbracht Hab, darab zc ncmen, daß es alles ein geschwinder nfsatz, darum wir dieunser» nit abfordern könnend; dann wo das sölt nngefrideter fach bcschechcn, und der Herzog oder sin edellütden krieg widerum anheben, möchtcnd si) wol gedenken, was uns darus folgcte; ivir werdind onch wol scchcn,