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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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October 1530.

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4) 1530, 1. October. Bern an Zürich, Basel, Solothurn.Wir iverdcnt von stund zuo stund warlichbcricht, wie etwas kricgSvolks sich in Burgund und Savoyc erheben solle, die statt Jens zc überfallen und zer-stören, deshalb wir, onch unser Mitbürger von Frybnrg, verrückter tagen unser trüsfenlich potschaft hinin geschickt,die fach zc stille»; so wir aber besorgen, daß etwas ufsatzes darinnc spc, und die kriegsrüstnng nit allein überdie statt Jens, sonders uns allen zno Nachteil gericht, bitten wir üch, üwer trüsfenlich botschaft von stund (an)ze verordnen und hinin in Savoy zc schicken, das best zun fachen zc reden und alles das handle», so zuo fridenund ruowcn dienen mag; das wöllcnd uns nit abschlachcn und onch diß unser schryben in geheimd halten."

St. A. Zürich: A. Bern. St. A. Bern: Tentsch Miss. 8. 717.

5) 1530, 1. October, Nachmittags, Bern. 1. Anordnung eines Auszugs. 2. Den Boten in Genf ?c.werden Rochus von Meßbach und Hans Rudolf Graffcnried eilends nachgeschickt. RaUM<ss7, p. s?,-»gi. so.

6) 1530, 2. October, 11 Uhr Nachts. Es kommt ein Brief von Freiburg, den Ausbruch auf morgenanzeigend. Eine Post von Genf meldet,daß ze beiden orten gclcgcrt sye." n>. si.

7) 1530, 2. October. Bern an Zürich. Seit dem letzten Schreiben habe man weiter vernommen, daßder Marschalk von Burgund mit 500 Pferden und 6000 Mann Fußvolk aufgebrochen, und ennet demLoßner"(Genfer) See jedermann gerüstet sei, Genf zu überziehen. Da zugleich Warnungen kommen, daß die StadtStraßburg in Bälde belagert werden solle, worüber man sich weiter erkundigen wolle, und dieseAufsätze" gegen dieAnhänger des göttlichen Wortes gerichtet seien, so habe man sich vorgesetzt, morgen mit dem Panner auszurücken,um Genf zu erretten; das melde man, damit Zürich desto behutsamer sei. St. A. Zürich! A. B-r».

8) Ein ungefähr gleichlautendes Schreiben erging an Basel; im Eingang ist ein früher gestelltes Ge-such erwähnt, eine Botschaft abzuordnen, am Schlüsse die Bitte beigefügt, auch Straßburg zu warnen.

St. A. Bern: Teutsch Miss. 8. 71t, VIS.

0) 1530, 2. October. Bern an Frcibnrg. Caspar von Mülinen habe schriftlich gemeldet, wie ihm derLandvogt in der Waat als gewiß gesagt, daß der Marschall von Burgund mit 500 Pferden und 6000 Fnß-knechten nach Genf ziehe, und B. Chandcley, daß ennet dem See alles, was Waffen tragen könne, aufbrecheund auf Genf zulaufe. Da man nun den Genfer» zugesagt, sie vor Gewalt zu schützen, so habe man sichentschlossen, morgen gegen Murten hinauszuziehen, sofern je inzwischen keine andere Nachricht komme. Frcibnrgmöge also nach Peterlingcn vorrücken, wo man sich anschließen wolle. K. A. Frcibmg -. A. B-r».

10) 1530, 2. October. Bern an dasselbe. Man wisse nicht recht, wie der Bcricht des Caspar vonMülinen zu deuten sei, und crmahne Freiburg ernstlich, eilends zu melden, wie es denselben verstehe, damitman sich besser zu verhalten wisse. Nachschrift: Man erwarte die Antwort auf morgen früh, um sie an denGroßen Rath zu bringen. u>. u>.

11) 1530, 2. October. Bern an Solothurn. Man wisse ihm großen Dank für die eilige Absendungeiner Botschaft; dieser habe man in Kürze die Sachlage vorgestellt, nämlich daß man genau wisse, daß derMarschall aus Burgund mit 500 Pferden und 6000 Fußkncchtcn aufgebrochen sei, und jeuseit des LansanncrSees nach Genf laufe, wer Spieß und Stange zu tragen vermöge; dadurch sei man genöthigt, mit der Machtaufzubrechen, um mit Hülfe des Allmächtigen die Stadt Genf zu retten; so ungerne man in dieser theurcn Zeitkriege, wodurch viele Leute arm gemacht werden, müsse man doch den gegebenen Zusagen genugthun; darumwerde man aus morgen, sofern inzwischen nicht bessere Nachrichten kommen, aufbrechen, wie auch Freiburg, undmahne daher Solothurn kraft der Bünde und Bnrgrcchte zu treuem Aufsehen. St. s>. B-r»: T-»tsch M>ss. s. vis, vis.

12) 1530, 3. October, Bern. 1. Beschluß, noch heute bis Murten zu ziehen und das Geschütz voraus-zuschicken. Als Prediger soll Caspar (Großmnnn) mitziehen.

13) 1530, 4. October. 1.Brief nsscm läger und von Herr Caspar von Mülinen (verhört), wie (am)Sonntag die Jenfer und Savoyer driften an einander gfin .'e. und etlich zbeiden sistcn umbkon. 2. Inen gc-schriben ins lägcr, förderlich ze züchen in guotcr ordnung und mit dem gschütz; Jacob Mcpcn fcnnli nnder-

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