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Auglist 15W.
nit um ein großes ze thuoud, ouch nuder umvillcu und uurat damit ze fürkommen, uns zuo früutlichem angc-nemcu wolgefalteu, üch und uns, denen frid und ruvtv von herzen hoch angelegen, damit ze rücwigen, und daßouch üch der Handel abkommen (mög) und nit größer unrat sich znotragc, sonder also in eigentlicher betrach-tung obangczöigter stucken oberzelt gelt ane ufzug nach sag des leisten betrags ze lcggen nit widerent; nit daßwir des gelts so begirig, sonder damit ruow, fründschaft und cinigkeit gefördert und böser ungcfell und uuratverhiiet lverden, in Hoffnung daß sömlichs uns und üch zuo beständigem fridcn, ruowen und fründschaft diene,ouch damit, wo ir lins deß eeren werdent und harumb uns früntlich autwurt angents by disem hiermn gesandtenKotten zuoschryben, derniaßcn wolgefallen bewyscnt, daß wir deß zuo guotem dheius wegs vergessen nnd dasgegen üch ze erkennen, wo das ze schulden kompt, geneigt sin wöllent, hiemit üch gott beselchende."
St. A. Bern! Teutsch Miss. 8. SS7, SlZS.
5) 1530, 15. August. Basel an Mühlhauscn. Zürich habe geschrieben, es gedenke auf dem nächstenTage von den V Orten die bestimmt Kriegskosten zn fordern und im Fall einer Weigerung sofort den Proviantabzuschlagen, und crmahne alle Burgerstädte, es hierin nicht zu verlassen. Bern habe sich darüber erklärt lautder beiliegenden Copic. Nun bedenke man, daß Basel sich aus österreichischcnt Gebiet mit Proviant versehenmüsse, und daß, da die „Länder" jetzt ihre Botschaften an dem kaiserlichen Hof in Augsburg haben, eine Sperrevon Seiten der Städte ihnen schwerlich schaden dürfte, indem sie auf andern Wegen Proviant bekämen, währendden Städten solcher vom Reiche aus abgeschlagen würde; das könnte zu einem gefährlichen Kriege führen, alsdessen Urheber man selbst erscheinen würde. Um dem allem vorzubeugen, habe man den Boten auf den Tagin Zürich beauftragt, sich vorerst insgeheim bei der Botschaft von Bern zu erkundigen, ivie ihre Herren gesinntseien, und das sofort zu berichten, dainit man sich weiter entschließen könne, ?c. K. A. Basti! Mpstv-» r. sn.
Zu it. 1) Die am 24. Juli (s. Nr. 354) auf diesen Burgertag versprochene Antwort weist auf dieerste Erklärung zurück, wiederholt sie zum Thcil und läuft dann in folgende Meinung aus:
„Nu sig war, daß unser predicauten in dem voranzaigtcn artikel etwas zwispältig und nit glichmäßigprcdigind, wie dann anderschwo ouch beschccheu möcht; sy predigind aber, wie und was sy mellind, so beladiudwir und unser burgerschaft uns dcss nit, sonder ncme ein jeder daruS, das in bedunke das best sin; wir sigindouch von den gnaden gotts diser zit wol mit enandern aius und wüssind von kaincr zwitracht, unruoiv nochunainigkait nüts zuo sagen.
„Und dann der vesper halben lassind wir unser pfaffen, damit die doch ouch etwas thüegind, latinischpsalmen und anders nünts, denn was dem gottswort anhangt, singen, wie dann die an etlichen orten onch tütschgesungen werden; davon gebint wir inen sonderlich nünts und nemind inen ouch nünts, desshalb das umkainer zitlichen belonuug, geuießens noch ainiches ab oder ufgangs willen bcschcche. Dwil nu, wie vor angeregt,unser großer Rat uns zuo Hahlen gwalt geben, sind wir bishar neben ander» unfern ehaften gschäftcn darobgesessen und werden hinfür aber darüber sitzen für und für, der predicanten, ouch der vesper halben nnd inander weg, guoter Hoffnung, was dem gottswort und Evangelium glichförinig, als wir das bishar ouch gcthan,dcßglich was inen unser» lieben Aidgnossen und cristenlichen Mitbürgern angnem und gefällig, so vil uns möglichist, (ze) handle». «>
„Wir haben ouch das cristculich burgrecht bishar unscrs tails gehalten und dem zuowider nützit fürge-nommcn, sonder disem nachbeschribncn artikel nit ungmäß gehandelt, welcher also lutct: Und sürnemlich dicwilder gloub und seligkeit der scelen ain frigc unverdiente gnad rurd gab von gott ist und in jcmands gezwaugnoch vermögen (nit) stat, :c. (folgt wörtlich). Daruf so mögend wir wol lidcn, mau besehe ander artikelouch aigcnlich und wol und ermesse dann, an wem mangcl erschinen, wo, wie nnd an welchem ort dem burgrechtvon uns oder andern unser» christenlicheu Mitbürgern sige glebt oder nit.
„Und bitten daruf unser l. E. u. ch. M. samt und sonders mit ernst früudlich, sy wellen dis unser autwurtfür guot anncmen (und) uns allweg in trüwcr befelch haben, so wellen wir uns glicher uns als getrüw liebAidgnossen und Mitbürger ouch gebürlich halten, erzaigen und bcwiscn."
St. A. Zürich: A. R-ligioni>sacheit. — Ct. A. B-n>! Absch. 00. s?t—S73. — K. Ä. Basti: Abscheidschristm.