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August 1530.
lichen Abzugs und der verhängten Strafe und Befriedigung der Gläubiger übrig bleibe, nicht länger sperrenoder vorenthalten. Weil Schaffhausen und Constanz sich zu weiteren Beninhungen erbieten, um den armenLeuten Hülfe zu schaffen, so bleibt man bei dem letzten Abschied und bittet sie nochmals, das Beste zu thnnund mit allem möglichen Fleiße dahin zu wirken, daß wenigstens die Güter den Vertriebenen nachfolgenkönnen. I. Es wird abermals weitläufig über die 2500 Kronen gesprochen, welche die V Orte demSchiedspruch gemäß auf letzten Johannistag Hütten ausrichten sollen. Dabei meldet Bern, es habe deßhalbden V Orten in den letzten Tagen derinaßen geschrieben und sie ermahnt, um des Friedens willen das Geldzu erlegen, daß es guter Zuversicht sei, sie werden gebührende Antwort geben und die Bezahlung nicht weiteraufschieben; sollte dies aber nicht geschehen, so habe es sich entschlossen, gemeinsam mit Zürich denselben kraftdes Landfriedens und der darauf erfolgten Sprüche und Abschiede den Proviant abzuschlagen, ihnen auch keineLäuterung des Landfriedens zu gestatten, sondern stracks bei dem Buchstaben desselben zu bleiben; doch möchtees wünschen, daß Zürich ihre Antwort gütlich abwarten wolle. 2. Während man über den letztern Punct,nämlich den Landfrieden nicht mehr erläutern zu lassen, ziemlich einig ist, haben Basel und Mühlhausen keineVollmacht, den Proviant abzuschlagen, sondern Mittel zu suchen, wie man die Sache noch einige Zeit langdurch Schreiben oder auf anderem Wege aufschieben könnte, bis ihre „Kasten" besser „gespiesen" wären, indemsie eine Sperre, die vielleicht von Oesterreich angeordnet würde, schwer empfinden müßten. Schaffhauscn undConstanz bitten und mahnen freundlich, den gefaßten Entschluß wohl zu bedenken, damit die Eidgenossenschaftnicht innerlich zertrennt werden möchte, und bemerken, daß auch ihnen der Abschlag feilen Kaufes lästig wäre.3. Obwohl jetzt nicht zu erwarten ist, daß die Oesterreicher Partei nehmen werden, so findet man es dochnicht gerathen, den V Orten nochmals zu schreiben, weil sie dadurch nur „franschmütiger" würden und keineBesserung von ihnen zu hoffen stünde, und haben Zürich, Bern, St. Gallen und Biel beschlossen, die Antwortderselben noch ein Weilchen zu erwarten; wenn sie nicht gut und annehmbar („daß man darankommen mag")laute, so soll ihnen, wie gesagt, ohne weiteren Aufenthalt der Proviant abgeschlagen werden, in der Hoffnung,daß die übrigen christlichen Städte sich hierin nicht absondern würden. 4. Wiewohl nicht ernstlich zu besorgenist, daß die V Orte sich thütlich widersetzen werden, dabei aber doch nichts versäumt werden soll, so hat jederBote hinter sich an seine Obern zu bringen, daß man überall in guter Rüstung und Gewahrsame stehen, undbesonders die Grenzorte für den Fall, daß der Proviant abgeschlagen würde, dafür sorgen sollen, daß auf denAnstößen alles wohl versehen werde. Wenn jemand nach Anordnung der Sperre einen Bnrgertag zu beschreibenfür nöthig hielte, so will man dies nicht abgeschlagen haben. I». Es hat jeder Bote die Antwort, welcheSchaffhausen auf die letzthin dort gethane Werbung betreffend das zwiespältige Predigen und die „cerimonische"Vesper gegeben, schriftlich empfangen. Man hat sie geprüft, aber nicht finden können, daß sie mit der Schriftbegründet habe, daß Fleisch und Blut im Sacrament der Danksagung sei. Nachdem die Prädicanten vonZürich die Boten angerufen, ihnen den Prediger von Schaffhansen deßhalb zu stellen, wird den Herrenvon Schaffhausen geschrieben, sie möchten denselben dahin bringen, daß er seine Lehre entweder aus der Schrifterweise oder aufgebe, mit der Bitte um eine „verschriebene" Antwort.
I. 1530, 20. August (Samstag vor Vartholomäi), Zürich. Die Voten von Zürich, Bern, Glarns undSolothurn an Lucern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug. Frcibnrg. Die Herren der vier Orte haben augen-scheinlich wahrnehmen müssen, wie sehr das Vermögen der Klöster im Thnrgan vermindert und wie liederlichdarin gchaushaltet werde, daß es also dringend geboten sei, diesem Ucbel unverzüglich Einhalt zu thnn undmit den übrigen Orten, die am Thnrgan Theil haben, sich deßhalb zu unterreden, wofür nun auf Montag