Druckschrift 
4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
1508
Einzelbild herunterladen
 

1508

und damit wir by dem, so uns der allmechtig Gott verlichm und zuo Händen geflossen hat, ouch by recht, fridund ruow dester fürer mögent j pliben, so habent wir die genannten Schultheissen, Santisques, Rät, Burgerund ein ganze Gemeind der stett Bern, Fryburg und Genf, jede statt in der andern unser dry stetteu für unsund unser nach- j komm und die unser» in denselben stetten gesässen, ein ufrecht und redlich burgrecht uf undangenomen und empfangen, als wir ouch das nach unser stetten recht, fryheit und loblichem altem Harkomen zethuond gwalt j und macht habent, und (das) wol thuon mögend, empfachen und nämen ouch also einander»wüssentlich zuo rechten und ingesässnen burgern, Also daß wir zuo Gott und den Heiligen mit ufgehapten Händen,ouch ge- j lerten worten schweren sollend, nämlich unser jetliche statt der andern trüw und warheit zuo leisten,ir nutz, eer und frommen zuo fördern j und schaden zuo wänden, und alles das ze thuond, so trüwen burgerngebürt. (2.) Damit aber hilf und bistand einander» ze bewisen und thuond underscheid gehalten, ist zwüschenuns söliche erlütrung beredt und beschlossen: Zuo wüsten, wo sich in künftigen (zyten) diß burgrecht j wärendebegäben, daß einer oder mer, welich die wärmt oder sin wurdent, so obbemelt Santisques, Rät und Burgerder statt und gemeind zuo Genf an lib, eer und guot, an land und Mm, herschaften, j friheitm, guoteu gewon-heiten und altem harkomm wider rächt und billigkeit schwechern, letzen, schädigen oder mit dheinen andern fachengewalt, frävel, angriff, muotwill oder Überfall, wie das jemer sin möcht, uu- j derstan und fürnämen wollte,als dann so sollen wir die obbemeltm Schultheissen, Rät und Burger der stetten Bern und Fryburg by unser»geschwornen eidcn ermässm, erwägen und erkennen, ob sölich angriff, j beleidigung, überfal und andere Nötigungwider recht und billigkeit beschächm, und wo sich dann nach gethaner bekanntnus und erlütrung erfinden, sölichswider recht, billigkeit und mit gewalt begegnen und wider bemeldt von I Genf fürgenomen würden, alsdann sosöllent wir obbemelt von Bern und Fryburg gedachten von Genf, also angriffen, geletzt, gmötiget, überfallenund beschwärdtm, notwändig hilf, zuozug, bistand und schirm unsers Vermögens, ^ doch in iren, derselben vonGenf, kosten und besoldung bewysm, (3.) Hinwiderumb wir obbemelten Santisques, Rät und Bürger der stattund gemeind zuo Genf haben gelobt und zuogesagt gedachten Schultheissen, Rät, Burger j und Gemeinden derstetten Bern und Fryburg, glicher gestalt (als ob erlütert ist) angriffen, überfallen, genötiget und bekümbert,unsers Vermögens lybs und guots, ouch in unserm eignen kosten und besoldung, hilflich und bistän- j dig ze sin-(4.) Und doinit solich beider theil burgrecht zuo Mistigen zyten wol gelütert sye, dester baß gehalten und demgeläpt mög werden, so haben wir diß vor und nachbenempten artikel und punxteu gegegem (sich einander» ^ stätzuo halten beredt und angenomen, Nämlichen daß wir obgenannteu partyen by allen und jetlichen unser» landen,lüteu, herschafteu, gerichtm und rechten, fryheiten, gnaden, Privilegien, ouch guoten gewonheitm j füllend beliben,uns dero gepruchen und behelfm, wie von alter har ist komm. (5.) Und. ob jemand, wer der wäre, unseremdwäderen teil, sampt oder sunders, wider solichs mit gewalt (als obstat) überziechen, von dem unseren trengen!oder daran frävenlich bekümberu und ir(r)en wöllte, wo dann ein teil des andern hilfs und zuostands notdürftigsin und die durch sin geschriften oder botschaften begären und erfordern wurde, so soll je die genannte (gemaute)party der j manmdm ir getrüw trostlich hilf zuosänden, je nach gestalt und gelägenheit der fach, doch mit ent-scheid, erlütrung, kosten und besoldungm, wie die hi (hie ob?) angezöigt und beineldt ist. (6.) Denne ist zwüschenuns angesächen, daß in j unfern ufrechten, waren und redlichen kriegen jetwäder teil dem andern all und jeklichstett, schlösser und passeyen (Pastym, Passagen?), es sye uns oder den unfern, von wägen unser geschäftm offenund ufgethan söllm sin, also daß j jederman an denselben enden wandle», wonen, in und usgang haben möge,so dick inen das notdürftig ist und sin würt, doch daß die ordnung und ansächm eins jeden herschast undgnuogsamer uuderwysuug derselben also j darzno gehalten wärdeut, daß sölichcr in, durch und widerzug den