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December 1528.
obern und Herren ein kleinen Rath langen, daß hie abgestellt werde die zwyspaltig predig und auch die bäpstlichemeß, damit größere lieb under uns geufnet werde, und wir uns auch zuo üch . . desda (desto) handlicher undgetrüwlicher in alleu gfarlikeiten halten mögen. Bitten hiemit ufs aller fründlichcst und flyßigest, ir als liebhaberder eer gottes und anch christenlichcr lieb, die wir allein in unseren fachen suochen, wöllend hierin uns beholfcnund byständig sin mit zuosendung einer dapfern botschaft, die uns in dem fürgenommen(en) Handel mit rathenoder auch fllrbitt an unsere Herren, wo uns dero not wurd, beholfen sin, hoffen das soll zuo vil guotem dicuen.Das zuo beschulden soll by uns in kein vergeh nimmermer gestellt werden," ?c. Unterzeichnet sind die Zünftezum Schlüssel, der Weinleute, zum Saffran, der Rebleute, Schuhmacher, Gerber, zum Bären, der Gärtner, Metzger,Schneider, Weber, zum Sternen, zum Himmel, „zun Spywettern." St. A. B-rn-K!rchMi>gkl-genhei,m.
2) 1528, 24. December (Weihnacht Abend). Bern an die vierzehn Zünfte zu Basel. Antwort auf ihreZuschrift: Man habe ihre Bitte mit herzlichem Leid vernommen und sofort eine Botschaft abgeordnet, mit demBefehl in diesen Sachen das Beste zu thun, Friede und Einigkeit und das göttliche Wort zu erhalten, und deß-gleichen an Bm. und Rath geschrieben, denselben die Botschaft angekündigt, dabei aber verschwiegen, daß dieZünfte geschrieben, und rathe daher, davon auch nichts merken zu lassen. —> „Beiträge" V. 313.
St. A. Bern: Teutsch Missiven v. Ii,. 130 1>.
3) 1528, 24. December (Weihnacht Abend), Bern. Instruction für die Gesandten nach Basel. Sie sollenerstlich eröffnen, daß man die ausgekrochene Unruhe und Zwietracht herzlich bedaure und sie beauftragt habe,zwischen Bm. und Rath und der gemeinen Burgerschaft, die dem Gotteswort anhange, zu reden und zu handeln,was zu Frieden und Einigkeit ?c. dienlich sein möge; dabei erinnern, man habe noch in frischer Gedächtnis), wieBasel öfter seine Botschaften hieher geschickt, nm in dergleichen Fällen gütlich zu wirken, wie z. B. jüngst imJnterlakischen Handel, wofür man freundlichen Dank erstatte. Weil nun in Basel etwelcher Zwiespalt sei, so habeman in guter Meinung, den Bundespflichten gemäß, eine Botschaft abgefertigt, für die man um gute Aufnahmebitte. Dann sollen sie zum höchsten bitten und ermahnen, zu bedenken, welcher Schaden der Stadt wie gemeinerEidgenossenschaft aus dieser Widerwärtigkeit erwachsen könnte, und den evangelischen Spruch zu erwägen, daßjedes in sich getheilte Reich zerfalle, zc., und ferner, daß der Eidgenossenschaft Erbfeinde seit langer Zeit Mittelund Wege gesucht haben, um sie zu trenneu und zu vernichten, was ihnen nicht besser gelinge, als wenn bürgerlicheUneinigkeit, besonders des Glaubens halb, gepflanzt werde. Darum mögen Bm. und Rath und die Burger (,,sy")dem hl. Gottesworte die Ehre geben und dasselbe lauter und cimnüthig predigen lassen, in Betracht daß Gottdiesen Handel bisher wunderbarlich geführt habe. Das alles mögen die Gesandten nach Umständen verbessern,mindern oder mehren, w. — „Beiträge" V. 317—318. St. A. Bern: Jnstniu. B. 24s, 2»s.
4) 1528, 24. December (Weihnacht Abend). Bern an Basel. In kürzerer Fassung der Instruction derBerner Gesandten entsprechend. St.A. zm»: Teutsch MWvm n. 12s >>, wo».
5) 1528, 26. December (St. Stephans Tag rrir), 7 Uhr Nachm. Zug an Luccrn. Man habe soebenglaublich vernommen, wie „der Husschin" (Oecolampad) von Basel an Zwingli geschrieben, daß die Anhängtdes alten und neuen Glaubens sich gegen einander erhoben (folgen Details), worauf Zürich eine Botschaft dahinabgefertigt habe . . . Wenn Lucern für gut erachte, seinerseits Boten nach Basel zu schicken, so sei man dazuauch bereit, um mit ihm darin zu handeln; deßhalb bitte man um Bericht, w. St.A. wc-m: Missw-n.
6) 1523, 23. December (Kiudlein Tag), drei Uhr Nachm., Basel. Rudolf Stoll und Jacob Werdmüllcr,Gesandte, au Bm. Nöist in Zürich. „Nachdem und ir uns mit sampt unfern gnedigen Herren gesandt hanilcnds in Basel zno ritcn und da alles zuo haudlcu, das frid, ruow und cinikeit bringt, doch on Nachteil deinwort gottes, werdend wir thuon, und uf das, als wir am Helgen tag vor nacht gen Basel kamend und da dur)die klein statt rittend zuo der hcrberg, da fundcnd mir ciu laufenden Kotten von Bern, der seit, wie daß er hettebricf bracht, daß sine Herren kämind, uf das wir verzugend bis am Stefans tag am morgen, und do sy no)nit körnen warend, do kamend wir für Rat und zöigtend uns an mit vil enbietens und auch wie wir wartenwärend unser lieben Eidgnosscn und mitbnrgern von Bern, darnm wir nit am abind ilends für sy kert hctllnDaby bleib es bis uf den abind am Sant Stefans tag; da kumcnd dry ratsfründ von Bern, mit gcschriflli )er