Druckschrift 
4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
1448
Einzelbild herunterladen
 

1448 November 1528.

daß die gegenseitigeil Beschimpfungen verboten werden sollten, indem sie zu nichts Gutein führen, «z. Auf nächstenSonntag (22. November) soll jedes Ort seine Boteil nach Schwyz senden, um daselbst mit der Landsgemeindein Betreff des Fürkaufs zu unterhandeln. Basel und Zug werden ihre Boten auch hinsenden.

Im Basler und Schaffhauser Exemplar fehlen «?, i?><-. «I, im Freiburger I», k lc, «I»

im Solothnrner I», < -> Ii, I<, >«, «l»

Zu v. Dem Freiburger Exemplar ist eine wörtliche Copie der Antwort Zürichs beigelegt. Vgl. Nr. 597 Note.

Zu I. Hier ist ein bemerkenswerther Paragraph der Basler Instruction anzuziehen:

Auf die Zuschrift der Regenten zu Jnsbruck, betreffend das Burgrecht mit Constanz, soll die Botschaft sichnicht einlassen, sc.

Zuo dem wött uns gefallen, daß ouch ander unser Eidgnossen, ob sy glich sich deren von Costanz nützitbeladen wellten, ires gemüets nit entschlössen, in ansecheu daß ir eutschluß dem fürsten von Oesterrich erst ursachgeben möchte zuo schädlichem krieg, das aber zuo unser aller verderben reichen'(wurd) und deßhalb billicher ver-mittln blibt.

Hieby füllend unsere Kotten fründlicher wyse anzöigen, wie wir ein bedurens haben, daß die Oesterrichischenuns mit disen geschriften ansuochend by disen schweren löufen, darin on diß me unruow under uns dann guotist, welche unruow mit solchen schriften nit gestillet, aber wol gcmeret wirdet, deßhalb uns.für guot wette an-sechen, daß man den Oesterrichischen diser zyt nit also loste, sonder st jetzmalen abwise; achten wir, (das) wurdezuo besserm friden under uns Eidgnossen dienen." K. A. Basel: Wscht-de.

Zu I. 1528, 19. November. In dem Span zwischen den Landleuten von Glarus haben die drei Orte sowiedie VII übrigen Orte bei den Parteien nichts erreicht, zum Schluß aber den folgenden Abschied gemacht, mit derBitte denselben anzunehmen und durch Mittelspersonen zu versuchen, sich unter einander selbst zu vertragen aufGrund der jetzt entworfnen Artikel.

1.Zuo dem ersten, daß aller unwill, unfrid und zweyung im land beidersyts hin, tod und ab sin solleund süro wol vermitten und verhüet werden in sölicher gestalt, wer joch von der fach wegen den glouben berüerendgestraft, daß mau den(en) die straf ushin geben, und ob noch neißwer von deßwegcn strafwirdig, daß das alleshin, todt und ab sin und nieman den andern darum ersuochen, ouch nieman zuo Nachteil dienen und an glimpsund an eeren nüt schaden (sölle).

2.Zuo dem andern, so doch im Serneftal etwas zits kein meß gehalten, ouch die kilchenzierden daselbsabgethan sind w., daß es also dergstalt süro beliben sölle; doch ob einich oder mer wib oder manspersonen indem selben tal zuo zyten iro Hinscheidens oder sunst in ander weg das heilig sacramcnt beschicken und begereuwurd(en), so soll sölichs denselben von nieman entwert noch verspert werden, sunder fry willig unverspert zuo-gelassen werden.

3.Zuo dem dritten, um die Betschwanden, allda zwo pfruonden sind, die ein den kilchgnossen daselbs, dieander gemeinen landlüten zuogehörig, daß daselbs in der einen, (so) den kilchgnossen zuogehörig, allein gepredigetund das gottswort verkündt soll werden, uf der andern, da gemein landlüt lechenherren sind, und ouch meß zuohalten in kurzen jaren durch sunder Personen gestift, daß ouch allda noch fürohin meß gehalten werden soll, oderob es den kilchgnossen nit gemeint, allda lassen meß zuo haben, daß sy dann das guot derselben pfruond zuo-gehörig den landlüten ushin geben und das anderschwo lassen verwenden, da man meß habe, wie inen gelicbc.

4.Zuo dem vierten, dwyl zuo Schwanden vorhar dry pfruonden gewesen, die ouch meß zuo halten gestift,wellen wir, so doch die kilchgnossen allda vilnach glich geteilt, daß allda ein predicant gehalten werde, der dasgottswort verkünde, darby daß ouch ein Priester gehalten, der meß habe und wo das begert (wurd), ouch dasEvangelium und gottswort den zuohörenden verkündte, und daß entwederer den andern schwache, und ouch einemso vil als dem andern zuo belonung geben werden soll.

5-Zuo dem fünften so füllen die andern pfarrer und kilchen im land, als by iren alten kröchen und har-kommen, by der meß sacrament insundcr(s), deßglych ouch by den gezierden, bildern, cerimonien und andcrm,