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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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November 1528.

«Ott.

KmstedelN. 1528, 17. November f. (Dienstag nach St. Othmarstag f.).

Staatsarchiv .Lucern: Mg. Abschiede II. 2. k. big. KantonSarchiv Basel: Abschiede. KantonSbibliothek Freiburg: Girard. Sammlung T .III.

Kantonsarchiv Solothurn: Abschiede Bd. XV. KantonSarchiv Schaffhauscn: Abschiede.

Gesandte: Basel. (Adelberg Meyer; Wolfgang Oeder). Frei bürg. (Jacob Fryburger). Solothurn.(Hans Dobi). (Die andern sind unbekannt).

Der Landvogt zu Sargans und Schultheiß Kramer schreiben, daß die Landschaften, im Landrath undin den Gemeinden, sich erbieten, beim alten Glauben zu verbleiben und zu den V altgläubigen Orten zu halten,und daß sie von Herzen gerne mit Hülfe und Rath zu einer Vermittlung beitragen würden; es sei (bisher) nureine Kilchhöre zur neuen Lehre übergegangen. Antwort: Man lasse allen Gemeinden freundlich danken;, dochmögen sie nochmals bei der abgefallenen das Mögliche versuchen, damit dieselbe sich nicht söndere und wiedergleichförmig mache, und über den Erfolg auf nächstem Tage berichten, zugleich aber anzeigen, was für eineGemeinde es sei. I». Heimzubringen das Gesuch des Heinrich Suter, Wirth zum Pfaneu in Napperswyl, esmöchte ihm jedes der V altgläubigen Orte ein Fenster in seine neuerbaute Stube schenken. «. Eine Botschaftder Gerichtsherrcn und Gemeinden im Thurgan trägt vor, daß ihnen der Zwist unter den Eidgenossen herzlichleid Ihne, und daß sie gerne zu gütliche» Mitteln Hand bieten würden, um Frieden und Ruhe wieder herzustellen;sollte es aber zum Kriege kommen, so seien sie entschlossen, sich ruhig zu verhalten und keiner Partei Hülfe zuleisten, weil sie beiden gleich viel schuldig; denn sie seien arm und könnten einen Krieg nicht bestreiten; wollteaber Jemand versuchen, ins Land zu dringen, über den Rhein, über den See oder anderswoher, so würden siemit Leib und Gut sich zur Wehr stellen. Diesen ihren Entschluß habe» sie auch bereits an Zürich mitgetheilt;sobald die Eidgenossen wieder einig seien und wieder bei einander sitzen werden, wollen sie gerne auch wiederumallen gehorsam sein und keinen andern Schirm suchen. 2. Es sei ihnen ein Mandat von dem Landvogt zu-gekommen, welches sage, sie sollen, was auch vorfallen möge, ruhig bei Weib und Kindern verbleiben und dieStadt Franenfeld schützen; diesem Mandate werden sie gutwillig und treulich nachleben. Diese Erklärung hatdie Boten etwas befremdet; da jedoch Niemand instruirt ist, hierin zu handeln, so wird beschlossen, den Gegen-stand heimzubringen. «I. 1. Der französische Gesandte, Herr von Boisrigault, trägt vor, die Eidgenossen möchtenan vergangene Zeiten denken, z. B. an die Römer, deren Entzweiung ihr Untergang gewesen; auch nach demWort Gottes sei die Zwietracht der Ruin aller Reiche und Regenten; der König habe ihn und den GeneralMorelet beauftragt, alles zu versuchen und keine Mühe noch Arbeit zu sparen, um die Einigkeit und Ruhe unterden Eidgenossen wieder herzustellen. Es wird deßwegen sofort ein Danksagungsschreiben an den König erlassen.2. Ferner bringt der Gesandte vor: In Betreff des Sturmsoldes, der ausstehenden Pensionen und der übrigenAnsprachen seien er und der General beauftragt, sich mit den Eidgenossen abzufinden; bis zum Monat Februarwerde der König eine Jahrespension senden und in der Ausrichtung des Sturmsoldes von Pavia mit den Haupt-leuten sich so vertragen, daß sie zufrieden sein sollen, v. I. Auf dem letzten Tage zu Baden war den drei OrtenBasel, Schasfhausen und Appenzell der Auftrag gegeben worden, sich bei Zürich dafür zu verwenden, daß dasselbein allen Geschäften, welche die gemeinen Vogteien betreffen, sich den Beschlüssen der Mehrheit unterziehen möge.Darauf antwortet nun Zürich: Es danke den Boten der drei Orte für ihre Bemühung; es gedenke aber, soweitdas Wort Gottes in Frage sei, auf dem eingeschlagenen Wege fortzufahren und nach den Grundsätzen zu handeln,