September 1528.
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einschreiten würde, nnd nehme das sehr zu Herzen, da man gar nicht Willens sei, Jemandem die Seinen abzuziehen,sondern Jeden mit den Seinigen handeln lasse, wie es ihm „füglich und eben" gewesen; noch viel weniger seidie Besorgniß begründet, daß man Jemand angreifen wolle; man habe nichts anderes vor, als die eigenen Ver-wandten gehorsam zu machen, wozu man wohl befugt zu sein glaube, und hoffe, daß Zürich kraft der Bündesolches nicht hindern werde, sondern eher Beistand beweisen sollte. Ei. A. Zürich - A. Schwyz.
7) 1528, 2. Oktober, (Baden). Diethelm Nöst und Rudolf Thumiseu au Bm. und Rath in Zürich. AmMittwoch Morgens (3V. Sept.) sei man zum ersten Mal zusammengekommen. Nachmittags haben die Botschaftenvon Basel, Schaffhausen und Appenzell bei denen von Zürich und Bern freundlich gehandelt und die Bitte gestellt,die Sache gütlich schlichten zu lassen; nach vielem Reden habe man sich vereinbart, daß der Toggenburger halbkein Theil den andern überziehen solle; die drei Orte werden dann einen Tag bestimmen, wo beide Parteien zugütlichem Ausgleich oder Einleitung eines Rechten erscheinen sollen. Ueber den Handel der Glarner wollen dieBoten nach ihrer Heimkehr berichten. St. A. Zürich- A. T°gg-«b»rg.
Hier mag endlich auch folgender Act, der zunächst die „alte Landschaft" des Gotteshauses St. Gallen berührt,eine Stelle finden:
8) 1528, 23. September (Montag Vigilia Michaelis), Zürich. Nachdem man zu mehrmalen vernommen,wie viele biderbe Leute zu Wyl und in der Umgegend unter dem Abt von St. Gallen des ewig beständigenGotteswortes von Herzen begierig seien, wie aber die geschickten Helfer, welche die von Wyl gehabt, verstoßenworden, so hat mau zur Förderung der Ehre Gottes und seines heilsamen Wortes M. (Johannes) Bleuler nachWyl abgefertigt, um anfänglich bei den Gutwilligen sich über die Sachen genau zu erkundigen und dann vorSchultheiß und großem Rath mit allem Ernst das Gesuch zu stellen, daß sie das göttliche Wort durch einengeschickten Prädicanten, auf Kosten der Gutwilligen, verkünden lassen und sich dem, wie billig, nicht widersetzen.Genannter Rathsfreund soll auch denen von Wyl eröffnen, daß Zürich den festen Entschluß gefaßt, ihnen undAndern, die des göttlichen Wortes begehren, wo es einen Theil der Obrigkeit habe, mit Leib und Gut beizustehen :c.Dagegen erwarte man, daß sie in weltlichen Dingen erstatten und leisten, was sie schuldig seien. Der Gesandtesoll dann auch vor dem Abt erscheinen und ihn zum höchsten und dringendsten ermahnen, zu bedenken, wie seinerUnterthanen von Wyl ?c. Gemüth allein auf Gott und sein Wort gerichtet sei, sie dabei bleiben zu lassen unddas seinen Amtleuten einzuschärfen; dabei ist ihm auch die gegebene Zusage an die Gutwilligen zu Wyl zu eröffnen.
St. A. Zürich: Nathsbuch 5.219.
Zu v. 1) Zürich und Bern haben obigen Vorbehalt auch bei diesem Geschäfte erklärt.
2) Die bezügliche Lucernische Instruction ist besonders ausführlich und bezeichnend: „Sol unser bott vollengwalt hau, alles das fürzcnemcu und ze handlen, so da möglich ist, mit sampt andren bottcn, damit den frommenbiderben lüten zuo recht geholfen werd, und wie wir uns vormals mer erbotten und unser antwurt geben, darbylassend wir es bliben, daß uns weder kost, müy und arbeit nit beduren sol, damit die fach güetlich oder mitrecht ustragen und inen geholfen werd, wellen ouch unser lib und guot zuo inen setzen und inen, wo es nitänderst gsin mag, mit der Hand und that zum rechten zuo helfen und die pünd trülich an inen ze halten, ansöllichem allem, safer andre Ort, so ouch gemaint (gemant?) sind, ouch das best thuon wellen, so sol au uns nünterminden, wie unser bott wyter weist."
Zu 1528, 26. September (Samstag vor Michaelis), Zürich. „Min Herren Rät und Burger habcnt sichder gemeinen Herrschaften und vogtyen halb, so dem göttlichen wort anhängig, und da st nit minder teil undgerechtigkcit dann ein ander Ort habent, uf das täglich nahinloufen und anschrygen, st bi göttlichein wort zehandhaben, entschlossen und iren Kotten . . . mit unfern Eidgnossen und Mitbürgern von Bern gesandten, oderwo die selben nit gnuogsam befelch (hätten), für sich selbs von ininer Herren wegen unfern Eidgnossen uf setzhaltenden: tag heiter anzuozöugen und harus zuo sagen, daß st die bidcrben lüt in den gemeinen Herrschaften undvogtien, so das göttlich wort inen ze predigen beging sycnt, wo man st mit gwalt davon trengen und nit darbibliben lassen Welte, nit werdint verlassen und lyb und guot zuo inen setzen, diewyl sy urbütig und guotwilligsyent, alles das ze thuond und ze leisten, so sy als gehorsam underthanen schuldig und pflichtig sycn."
St. A. Zürich - Rathsbuch e. 2lii l>.