Druckschrift 
4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
Entstehung
Seite
1390
Einzelbild herunterladen
 

1390

September 1528.

angesetzt ans Sonntag vor St. Michelstag (27. September). 8. Der Bote von Zürich verwendet sich für denPfaffen in Neunforn; es wird ihm jedoch aufgetragen heimzubringen, daß seine Obern denselben beseitigen sollen,indem sonst der Landvogt gegen ihn einschreiten würde, wie ihm befohlen ist. t. Der Bote von Bern und derHofmeister von Königsfelden haben abermals den Span wegen der Bußen von Birmensdorf angezogen. Nachdemman die beiden Urbare verglichen und von den Birmensdorfern selbst gehört hat, daß sie nie mehr Bußen (als3 Schl.) bezogen, wird Bern nochmals ersucht, das Urbar von Baden gütlich (als bindend) anzuerkennen, dasonst die andern Orte das Recht brauchen müßten.

,i. 1528, 5. September, Baden. In dem Streit um die Appellationen aus dem Kelleramt Lunkhofengeben jetzt die sieben Orte (die Botschaft von Glarus ist jedoch nicht genannt) auf Begehre» der Gesandten vonZürich einhellig folgende Antwort lDaß unser Herren und ober» nach erfarnng der fachen die vorgenannten ...Burgermeister und Rat der Statt Zürich und ir ewig nachkamen by iren fryheiten, gerechtigkeiten und altemHarkomen wöllent lassen bliben, also was rechtfertigungen nu hinfür zuo ewigen ziten in dein Kellerampt zuoLunkhofen angefangen, welicher dann einer urteil vermeint beschwert ze sin, der und dieselben mögent die ziechenund appellieren für die unfern einen Schultheißen und Rat zuo Bremgarten, und welicher an demselben end ouchvermeinte beschwert zuo sin, der und die selben söllent dann die ziechen und appellieren für . . . Burgermeisterund Rat der Statt Zürich, als ire rechte Oberkeit, one irren und sümnuß unser aller Herren und Obern. Wasaber zuo Bremgarten rechtlichen angefangen und nit dem Kellerampt in appellierenswise gezogen würt, sölichappellation(s)sachen gehörend für uns die acht Ort, als die recht Oberkeit, ouch ane menklichs widersprechen*).Es ist ouch hieby der vorgemelten unser Herren und Obern lütrnng und beschluß, was rechtfertigungen undappellationsachen vor datumb dis briefs vor uns ergangen, daß es bp denselben bliben und dewedere party diegegen der andern nit äfern sölle in deHein wise," zc.

K.A. Aargau: Perg.-Urk. mit hängendem Siegel. (Im I. 1820 ertrndirtes Zürcher Exemplar).

« aus dem Zürcher, t aus dem Berner Exemplar. Jenem fehlen I, in, diesem »I, v, Ii, l, «», q, («)»die gleichen dem Freiburger und dem Solothurner; deni Basler und Schaffhauser U, «?, Iik, « q, 8

Zu «I. 1) 1523, (E.Juli?), Appenzell. Uli Kölbiner und Andere an Zniingli.Gnad ?c. ?c. Wissend...daß wir am erweltcn bredikanten in nnserm land zuo Trogen, her Boläg (Pelag) am Stain, habend; ... derverkündt das wort gotts in unserm land an der letzi, die da stoßt an das Rintal; da kumpt groß! weit zuo-samen, die da turstig send (sind) nach sincm wort. Nun hat der jetzig nüw vogt, Bälly (Pauli) under der Halten vonSchwitz, am knecht und brief geschickt an Sant Maria Magdalenen abend (21. Juli) und min Herren gar treffenlichund hoch crmanet, daß sr> den bredikanten wellend abstellen, mit vil warten, nit not ze schribcn; dann er mügesölichs nit erlideu, denn es gang dem Rintal ain großi mengi soll an die bredig. Da ist cm (im) nit ver-williget worden und cm jetz zemal abgeschlagen unz an ein großen rat, und (well man) da wogen, wie man derfach witer thuon well; wir send aber in Hoffnung, em werd nit gelingen. Da send wir in guotem vertrmvenzuo gott und üch, trüwen lieben Aidgnossen von Zürich, ir werdend den armen beschwärten gvogtcten lüten inetlich weg ze hilf kommen. Söliches haben wir üch in ainer trüwen mainung nit (wellen) verhalten. Den briefsoll läsen der burgermaister Rösch und maister Uorich Zwingli, und wer inen geliebt"...

St. A. Zürich: Zwingli-Schriften.

Einen vollständigen, aber nicht ganz correcten Abdruck hat Zellweg er in Urk. III. 1, p. 307, 308.

2) 1528, 29. August (Samstag vor Verenä). Zürich an Pauli unter der Halden, Landvogt im NheinthalUns haben die erbren unsre getrüwcn und lieben besondren gemein kirchgnosscn zuo Altstetten ansuochen undbitten lassen, nachdem st) der mercr teil willig und beging wären, das göttlich wort und heilig evaugelium nach

Wie Zürich selbst jederzeit, laut vorliegender Urkunde, anerkannt hatte.