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Juni 1528.
zuogeschriben; wie vil das erschossen, haben wir wol (an dem) gespürt, daß demnach ir und ander zuogefaren undeinen pfaffen dahin geschickt, der die götzen widerumb ufgericht und allda wider unser christenlich ansecheu meß gehaltenhat; was guots darus entspringen, können wir wol crmessen. Daß uns aber lidenlich sye, sölichen priester da zedulden und also mit der meß fürfarcn (ze) lassen, mögend ir wol bedenken, daß es uns tut ze thuond ist; dannals ungern ir haltend, daß wir üch dergestalt belüedeu, als ungern wir ouch das haben. Darum wellend das bestbedenken und denselben Priester dannen nemen und einen andern darsetzen, der nnserm Mandat gemäß und glich-förmig sye; dann wir ouch kilchensätz haben hinder üwern und unser» lieben Eidgnossen; wo wir sy (nun) mitPriestern beladen sollten, die iren Mandaten nit gelebten, mögen wir wol erkennen, daß si das nit vertrüegcn.Haruin wir üch abermals trungcnlich ankeren, uns und die unser» in disem fall nit wyter nnzemuoten, damituns nit werde ursach geben, anderer gestalt dazuo ze thuond." Gesuch um Mittheilung an die Mitschirmorte undunoerznglnhe Antwort. St. A. Bern: Tentsch Mifsivcn H. 4t0-
?lm 12. wurde der Schultheiß in Untersten schriftlich beauftragt, den Unterwaldncr Pfaffen zu verhaften undherzuführen. Rathsbuch Nr. 218.
545.
Wer» und Areivurg. 1528, 15. Iiis 19. Juni.
Archive Bern und Freibnrg.
Verhandlungen in Sachen der Genfer und des Herzogs von Savoyen.
Wir lassen die Acten folgen:
1) 1523, 1. Juni (Pfingstmontag). Bern an Anton Bütschclbach, Hans Holzer, idl. Markstein und Anderein Genf. „Uns ist der Handel, so sich zuo Cartignie verluffcn hat, der länge nach fürkommen, der nun uns nitwenig beduret, daß ir sölich unfuogen fürgenommen, dadurch dann Tiebold Löffler selig um sin leben kommen.So ir aber einen edelmann dadnnnen fänklich gefüert und zuo Jens also enthalten, darzuo ein roß, ist an üchunser ernst i^ erman, denselbigcn edelman ane Verzug ledig ze lassen ane alle entgeltnuß, darzuo das roß wider-zestellen, als lieb üch ist unser Huld ze behalten und schwere straf an üwerm lpb und guot ze vermiden, ouch üch
dadaNNe» Machmd". ... St.A. Bern: T-Utsch Missive» «. rw b.
Schon am 1. Juni klagte der Bote des Herzogs von Savoyen, laut Rathsbuch Nr. 217, p. 279.
2) 1523, 15. Juni, Freiburg. Eine Botschaft von Genf eröffnet ihre Instruction betreffend das Vidoinalund begehrt, die Stadt bei ihren Freiheiten und guten Rechten zu handhaben und ihr zur Ruhe zu verhelfen.— An Bern zu schreiben (Diese Missive fehlt). K. A. Freiburg: Rathsbuch Nr .rs.
3) 1528, 18. Juni. Bern an den Herzog von Savoyen. 1. Nach Anhörung der Klagen seines GesandtenPiochet und des Vortrags der Boten von Genf sowie der von ihnen eingelegten Briefe, betreffend das Vidomat,und der beiderseits angebrachten Gründe habe man beschlossen, einen andern Tag in Payerne zu halten und zwarauf Sonntag vor St. Jacob, um diese Frage zu erörtern. Man bitte nun den Herzog, ^diesen Tag anzunehmen,Gesandte dafür abzuordnen und seine Schriften auch vorzulegen, da seine Botschaft erklärt habe, wo die Genfereinen Brief (zu ihren Gunsten) besitzen, habe er zwei dagegen; denn keinem Theil wolle man Unrecht geschehenlassen, :c. 2. Die Genfer Boten klagen, daß ein Flüchtling de Porta gewisse Güter in dem Gebiet von Ger,oerhaftet habe; man bitte, diesen Haft zu lösen, indem man die Genfer Hinwider ersuche, den gefangenen Edel-mann freizulassen. St. A. Bern: Welsch Mijstven 04 l>. — Vgl. Rathsbuch Rr. 2l8, I>. es.
4) 1528, 19. Juni, Bern, „^evoir messeigueurs äu potit et granä oonseil entsnäu los xlaintits et pro-posites, los guolles lesender Uioelmt u kuit ckupart illustrissiino seigneur monsoigneur äo Lava)'« voutre leeamdilssuckeurs ckv (lenvve, et iesux sur Melles uvoir rosponcku et pieckuit uueuns titres, spooiulomvnt touodaicklo vickvmpnat, out mesckits seignours pour vuickunoe ckv la aause et ckikksrsnt ontre lesckitos partios ponaan