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4,1,a (1873) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1521 bis 1528
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Januar 1528,

sunder ufsechcn und sorg gehabt haben, daß der partyen, so wider einandrcn gestanden sind, fürträg nach inhaltder Worten, so gebracht sind, eigentlich in die sehnst kämen, und sind darnf die schriber anzuozeiMN, ob jendertin der fach mangel wäre, mit ernst crfordret, by wclichcn man niit anders dann gelychsamen verstand und ein-hälligen vergriff (wie sy dann von einer scssion zuo der andren anc verzug collaci(o)nicrt und entgegen gehaltenhaben) erkundet und erfunden hat. Demnach gedacht min Herren Presidenten alle acte», wie sy nach der längegestellt sind, den frommen ?c. ?c. Schultheissen und Rat diser statt Bern zuo ircn Händen hingeben und übcr-antwurt(et) wellen haben, wyter mit sölichcn nach irem guotbedunkcn zuo handlen. Und wellen also diß loblichedisputation beschlossen und vollendet haben, doch mit dem anhang, ob jemand wäre deren zal, so gedisputierthaben, die ir gethan reden oder argument nit gnuogsamklich, wie sy söliche geredt, in die fedren kommen sinvermeinen und darin Mangel haben wellten, daß den selbigen nochmals uf hüttigcn tag zuogelassen sin soll, vorgedachten Herren Presidenten iren Mangel anzuozcigcu, damit mcnklichem gnuog bcschcche, und sich nachmalsniemand beklagen möge. Wyter, günstigem lieben Herren und guoten fründ, vorus ir min Herren von der priester-schaft, miner Herren Presidenten ist an all und jeden insunders christenlich früntlich bitt und bcgcr, diewyl sichverloffen, daß in diser disputation zum mercrn mal die, so disputiert Hand, angeredt und vilicht mit etwas ernst-lichen warten, nach erhöuschung der fach (damit miner Herren von Bern usgangncn Mandat gelebt wurde) gewisenoder geheißen worden sind, daß jctlicher sölich reden nit anders ufnemc», dann sy geschechen sind, und zuo keinemargen dieselbigen züchen welle; dann ir ivill und füruemen nit anders vor im tragen hat, dann die warheit zuofürdren und jetlichem zuo rechtem fürtrag siner argnmenten mit flyß verholfen sin, hierumb sy nochmals urbüttigsind, allen denen, so disputiert haben, allezyt guots mit geneigtem willen zuo bewysen."

108) Danksagung von Herrn Berchtolden Haller, befelch Herr Schulthessen

und Rat der statt Bern bcschechcn.

Erwürdigen, ?c. w. Ir syend von unfern trüwen lieben Eidgnossen von Zürich, Glaris, Basel, Schaffhusen,Appenzell, Bieln, Saut Gallen, Mülhusen, geistlich und weltlich, Mitbürger oder von andren stellen und ländren,so har uf dise disputation, Gott zuo lob, unfern gnädigen herreu zuo guotem, crschiucn sind zuo fürdrung derwarheit. Unser gnädig Herren, Schultheiß, klein und groß Rät, so man nempt die zweihundert, diser löblichenstatt Bern befelchen mir ungeschickten, üwern Ecren uf das allerhöchst zuo danken, daß ir mit üwer erlichengegenwürtigkeit, großem kosten, müeg und arbeit ir angescchne disputation besuocht haben und in allweg geholfenmit allem üwerem zuothuon, ir göttlich fürnemen christenlich zuo vollstrecken. Erbieten sich hiemit, allen und jedenHerrschaften und Personen sölichs in dankbarer wys »iemer zuo vergessen, sonders mit hochem flyß und geneigtemwillen zuo allen zyten, so wyt ir vermöge» ist, (ze) bcschuldeu und verdienen. Demnach, als dann ein große mengevolks hie erschinen, da jemand vilicht etwas unzucht begegnet wäre, deß doch min gnädigen Herren kein müssentragen und insonders leid wäre, bitten sy, meuklichen welle sölichs iren gnaden nit verargen: dann so wyt es inirem müssen märe, wurden sy sölichs nit ungestraft lassen. Hiemit soll sölich üwer erlich gegenwürtigkeit, dispu-tieren, antwurten, predigen und bywesen, deß (sich) ein lobliche statt Bern uf das höchst gefröut, niemcrmer z»oguotem vergessen werden. Befelchen allermenklich der gnad und dem fridcn gottes. Verstand es alles bas, wederich kleinfüeger redner habe mögen darthuon."

109) Nachwort an die Leser.

Frommen christenlichen läser und zuohörer, wellend um gottes ecr und üwers, such ümers nächsten frommenwillen den Handel diß gesprächs mit christenlichen gcmüeten erwägen und gründlichen ermessen, one allen zornund one antaftung jemands ceren, und darby warnemen, wedere party die gschrift zum trüwlichesten harfürbrachstouch dem geist gottes allerglychförmigest die usgeleit und erklärt, demnach urteilen, ob nit ein christenliche ersannOberteil der loblichen statt Bern uf sölich gehabt Gespräch die vermeinten gottsdiensten und cercmonien billichenusgcrütet und lut der gemeinen Reformation christenlichen gehandlet habe. Gott der Allmächtig well uns allensinen geist geben, daß wir des rechten Verstands sins heiligen worts fächig, und unser laben darnach richtenmögen, Amen."