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Januar 1528.
zuo reden, was zuo der fach dienen, vergönnen möge werden als uf einer frycn disputation, diewyl dem Butzersölichs Hut zuogelassen, welle er nit disputieren, dann die Acta möchten in truck usgan, und so im nit bewilligetnach notdurft ze reden, möchte geachtet werden, daß er dasselb ze thuond nit gewüßt, so im ein gsatz gemachtund das null verschlossen wäre. — Hienach redten die Presidenten, als hernach folget:
37) Meister Cuonrad Schneid, Comentur zuo Küßnacht, in namen aller Presidenten.
„Miner Herren der Presidenten Meinung ist, den Handel, so nein Herr Provincial und Doctor Wolf Capito undMartinus Butzer, predicanten zuo Straßburg, gegen einander nun ein zyt lang gehebt, hie anzogen und geantwurtet,nit wyter wellen gestatten vor der gemeind zuo Bern in angesechner Disputation zuo vollenden und vollstrecken:dann wir von unfern Herren von Bern zuo Presidenten verordnet sind, über ir artikel und dheins wegs übereinicherlei frömder Handlung nnd spän, so jemands wider den andern möchte haben; darum wir uns begebend,dem selbigen amt allein ze dienen. Aber minem Herrn Provincial erlauben wir fry ze reden und ze disputierenmit den predicanten von Bern wider ir fürgenomen artikel, uß göttlichem wort, nach ordnung und ansechen minergnädigen Herren von Bern, damit kein kilch oder gmeind (und) dhein Person, hie zuogegen oder anderschwo, nitwerd angetastet, was jeder glaubt oder nit glaubt; daby wir in auch bittend slyßlich, daß er sich deß wyterundernem zuo erlüterung des Handels und den span, so er mit den predicanten von Straßburg hat, zuo anderenzyten wol möge vertädingen durch schrift oder mundlich.
88) Des Comenthurs protestatz insonders.
„Ich protestier mich hie, daß mine Herren die Presidenten dem Provincial kein stillschwygen habend ufgeleitoder abgeschlagen ze reden und disputieren, sonders im erlaubt fry ze reden und disputieren mit den predicantenwider ir artikel, in onch gebetten sölichs ze thuon, um mer erlütrung willen, daß die göttliche warheit dester merund heiterer eröffnet werde, (nnd) im nit mer abgeschlagen ze reden dann den Handel und span (berüerend), soer mit den predicanten von Straßburg hat, darüber wir nit Presidenten sind."
89) Meister Niklnus Briefers protcstatz.
„Ir habend, Herr Provincial (wie ir gesprochen), zween loeos aoripturaa angezeigt, aber daby vil ingezogen,guav ncm kuorunt soripturae, soll lacti, nämlich den Handel, so sich mit den predicanten von Straßburg Verlustenhat, antreffende; deßglichen habend die predicanten Doctor Capito und Martinus Butzer ouch harfür gebracht,und sölichen disen Handel will ein ersamer Rat und (die) Presidenten nit zuolassen, in dise Disputation wyterin(ze)züchcn und vermischen, sonder soll allein gehandelt werden, was da dienet für oder wider die schlußreden derpredicanten, wie vorgemeldet ist.
„Wyter, Herr Provincial, damit ir nit mißverstanden eins crsamen Rats und der Presidenten Meinung, üwerwürde ist erlaubt, ze disputieren mit der schrift und nit allein mit der schrift, die mit heiteren und usgedrucktenwarten sye wider die schlußreden der predicanten, sonder ouch mit schrift, uß welcher schrift ir darthuon und an-zeigen mögend, daß uß der selbigen gschrift warhaftiklich folge, das da sye wider die schlußred der predicanten.
90) Capitonis und Buceri protestation und bezügung.
„Der Provincial beklagt sich, er habe nit platz uf unser red zuo antwurten, die unchristeulich und wider diewarheit sig; nun haben wir nichts mit im ze thuond, dann safer er wider die zwo erst(en) schlußreden, an denender ganz christenlich Handel stat, in unser kilchen geschriben und gehandlet hat; dero halb hatten wir unser gnädigHerren von Bern gebetten, in zuo heschryben. Von dem haben wir allein mit im ze handlen begert. So aberer die gemeinen ynred wider die gemein christenlich leer, nach siner alten gewonheit, on gschrift yngcfüert hat, istvon nöten gewesen, die selbigen ze verantwurten, und das haben wir mit gschrift und dienstlich den zwo erstenschlußreden gethan. Nun hat er fryen platz, mit gschrift wider die zwo ersten schlußreden ze handlen; mag er dasnit, so ligt sin ganzes fürnemen; mag ers thuon, so thüe e(r)s, so wirt er wie an der Hauptfach, also an allem,das ich wider in geredt Hab, gesigen. So er das nit thnon will, wie ers ouch nit vermag, ficht jedermann höllund klar, daß sin glaub, leer und alles sin thuon on geschrift ist. So dann aber die geschrift alles guots inhaltet,erkennet menklich, was sin thuckn und leer sye, die er mit göttlicher geschrift nit weißt zuo erhalten, und wiegöttlich das unser, das er mit göttlicher schrift nit hat widcrfcchten mögen. Ir cristen, bedenkends und richtends-