1252 ' Januar 1528,
fürs vsstro reguiritis illis inbibcnclum, ne perperam bee inkerprotgntnr, ckeckimus epcram, ut sobristati vor-borum eonsuluut, (guoä et sxoponcksrunt. Verum guin et ipsi ministri verbi De! sunt, et guuäeagesimaletempus est in zanuis, omnes uä Kvan^c.Iium se uooinAunt, Quorum alter pstit Imtetiam, ulius aä Kegunoos,ulius vero prok(oi)soitur all Vllebeo^os, religui suos l;uisgue penates repsckurunt. (juuntum vero negotiumuo8 vontingit, ne invisum aclipsii» sueru öäes patiutur, ex jure eure nostre 1>oe upostolioo pliurmnoo msäerivisum e8t: Obssoro vos per nomen Oomini no8tri ,1ö8u Obristi, ut neu sint in vobis sobismutu, st ckignoumbuletis voeutiono guu voouti estis, vum omni bumilitute et munsuotuckine 8oiiiviti ssrvars unitatem Spiritusin viuouic» puois. O^o guickem, ubsens oorporo, Presens autsm spiritu, et bov vobis opto, utinam abs(o)in-äa(n)tur cpn vos eonturbunt. Ooo suikeosrit vir!» evungeliois, Ovales vos et speramus et eoukäimus. RoZamusgutem, monemus st ick in nomine Oomini exi^imus, ut nibil in Lckei causa ckekniutis ubsgue osnsura kuturieonoilii, aut sattem notieia eonventus impsriaiis propo ckiem in imporiali oivitate Ke^ensburg velebrancki, nekörte orbis totus, euius negotium siout st nostrum azzltur, nobis sueeenssat, et ut aeeuratius probetis, guesit voluntas Osi, plaoens et perkeeta, <>ue liebet esse soopus et psrpsncliouium omnium aetuum nostroruw.Oretsrea in ipso mox eaiee iittsrarum poilieemini nobis perseribere sa gu« äisputatione vestra absolutanos soire voletis, gua in re (vos) ro^atos volumus, ut si guick eonvlusum iusrit sanetionibus sanetorum Oatruwet Asneralium eonoiliorum ortbocloxorum äsro^an» (cpioil non arbitramur), nee siZniüestis nee nos kuio pe-Zotio implioetis, guoniam nunguam futurum est, ut alitsr «ontiamus guam priores eeolesie Oei oolumne,sanetimonia et signis eorrusoantss. Valeant, est. est. Oausanns, XII. Kai. Kobruarn U.O.XXVIII.^
St. A. Bern: A. Kirchl. Angelegenheiten.
Abgedruckt bei Stürler I. 554—556 und bei Herminjard II. 99—162.
Es ist zur Erläuterung zu bemerken, daß der Bischof durch ein besonderes Schreiben des kaiserlichen Reichs-regiments ermahnt wurde, die Abhaltung der Disputation zu verhindern (v. ltuobat I. 367 ss). Infolge dessenrief derselbe seine Abgeordneten sofort zurück. Gegen Herminjard, der die Entschuldigung der Letztern in einemPuncte in Zweifel zieht, halten wir es nicht für nnmöglich, daß einzelne Nathsglieder von sich aus dieerwähnte Aeußerung gethan haben könnten; der obwaltenden Stimmung entsprach sie vollkommen.
O. Besondere Verfügungen des Berner Rathes.
67) 1528, 5. Januar, Bern. 1. Es werden der Prädicant und der Schulmeister von Memmingen und ihre„Fürdernuß" verhört und darauf beschlossen, ihnen die Acten der Disputation zu geben. 2. Auch der Stadt UlmEmpfehlungsbrief für ihren Prediger (wird verlesen).
63) 1528, 6. Januar (hl. drei Königen), Rathsbcschluß. 1. Es sollen die Wälschcn in Latein disputircn,(und zwar) zuletzt. 2. „Am morgen um die 7, nach dem mal um das ein das zeichen lüten mit der gloggc»zuo der disputatz." 3. Einen offenen Brief an den Prädicanten zu Murten, herzukommen in Berns Kosten.
69) 1528, 8, Januar (Mittwoch nach Trium Regum). Der Commentur von Küsnacht und der Abt vonGottstatt werden zu Präsidenten erwählt, Niklaus Manuel zu einem Rufer auf der Disputation.
76) 1528, 9. Januar (Donstag nach Trium Regum), Bern, Rathsbeschluß - „Daß man um kürzerungwillen des Handels anfänklich allen Priestern ruofen und die, die den ersten artikel widerfechten, uf ein ort stellenund die, die darby blyben dörfent, ivyter nit (?) und demnach dieselben samcnthaftig samt allen iren Helfern als molals die predicanten zesamen sitzen und einandern in ir(en) Meinungen verhelfen, stürm und zuo guotem sin mögen,doch daß sr> einandern losen, und nit zwen mit einandern reden; doch wenn einer redt, und ein andrer uf stnetsyt dasselb bessern, mag er (das) wol thuon, doch daß sy nit unster reden, dann das in die federn verfaßt, undnit predien söllen."
71) 1528, 16. Januar, Bern, Sitzung des Großen Rathes. Es „haben min Herren geraten, daß nicmandsder disputierenden unnützes geschwätz gcbruchen (sölle) wider miner Herren Mandat, welichs die Presidenten ämscklichversechen (söllen). Ob ouch einem disputierenden etwas ze erlütern, das nit in die fädern komm (muoß ?), gefallen,(der) mag das thuon mit erloubnuß der Presidenten; soll ouch allein die göttlich gschrift anzogen werden".. -
72) 1528, 11. Januar, Nachmittag. Nathsverfügung: Die Disputation soll morgen vor dem Imbiß ein-gestellt („ufgeschlagcn"), nachher aber gehalten werden.