Januar 1528.
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17) 1527, 15. Dcccmber, Ingolstadt. Joann Mayr von Eck, Pfarrer und Vicecancellier, an Wilhelm vonZell, zu Mindclhcim. „Mein willig dienst zuvor, günstiger lieber Junkhcr. Ich Hab euer schreiben und beiligcndenbrief des aussetzigen verdampten kätzers des Zwingli empfangen und Hab gegen euer vest gar kein mißfallen oderWiderwillen, daß sy mir des kätzers brief zuogeschickt hat; dann von Basel ist mir solh Handlung ouch zuogcschicktworden, sonder sage e. v. fleißig dank mit erbietung, dasselbig um e. v. zu verdienen, und wa euch mer etwaszuokompt von disem abgewichneu vom Hailigen glauben, so wollents mir aber zuoschicken. Die kätzcr, wie je undje ir sitt gewesen ist, suochcn nur winke! und besonder spelnnken, darin st) dispnticren in finsternus, st) kommennit an das liecht. Wann die böswicht mainen, st) seyend gegründt in der gschrift, warum kommen sy nit aufoffen plätz, wie ich oft gethan und mich jetz gegen dem gottslestrer zu Ulm erpotten Hab, wie c. v. an bei-ligcnden ausschreiben verneinen wirdet; das wollcnt auch lesen und allein gott die eer geben und euch vor allerketzerei hiieten". . . St. A. Zürich: A. Rcligionssachm (Coxic).
. 18) 1527, 16. Dcccmber (Montag nach Lucia), Solothurn. Georgias Hcrtwig (Stadtschreiber) an Bern.Dankbare Annahme des ihm gewordenen Auftrags, wiewohl er besorge, daß Bern nicht am besten mit ihm ver-schen sein möchte, ?c. Da vielleicht auf der Disputation hebräisch oder griechisch verhandelt werde, so wolle errechtzeitig melden, daß er diese Sprachen zu schreiben oder zu lesen nicht sähig sei, damit für den Fall desBedürfnisses ein Anderer gewählt werden könnte. St. A. B-mi A. KUHl. Ang-r-genh-iten.
19) 1527, 18. Deccmbcr (Mittwoch vor Thomä). St. Gallen a» Bern. „E. w. schriben und bcgcr, üchunfern alten burgcrmaistcr, Doctor Jo(a)chim von Watt, uf fürgcnomnc disputatz in c. w. Statt zuo einemPresidenten zuo vergönnen, haben wir vcrnomen und stiegen hieruf e. w. zuo verneinen, daß wir voran zuosiirdcrung der eer gottcs und demnach e. w. zuo ecren und gefallen hierzuo ganz willig und genaigt sind, habenouch sölichs (dem) genannten Doctor Jochim von Watt fürgehalten, und wiewol er sich zuo sölchcr Verwaltung nitgemäß achtet, in doch, so vil im müglich ist, guotwillig erfunden und werden also in mitsampt etlichen predicantcnund verordneten uf die bestimptcn und angesetzten zeit (sio) der disputation zc erschincn in unserem kosten ab-fertigen," zc. >b.
20) 1527, 18. Dcccmber (Mittwoch vor Thomä). Bern an Nothweil. „Wir haben üwcr schriben, uns ufdas unser, die fürgenommcu disputation betreffend, gethan, alles iuhalts vernommen, das wir nit zuo undankempfangen, wo uns damit nit überantwurt und behändigt wäre worden ein dicht und schmachbüechli, von demüwern, Jörg Nüwdorf, an uns usgangen, und wiewol wir uß üwcrm schriben nit rönnen vermerken, solichs mitüwerm wüsten und willen beschcchen sin, will uns doch nit gebären, von der eer gottes wegen, wir geschwigender unfern, solichs ungeäfcrt und unangetastet ze lassen. Harum wir das bücchlin abschriben lassen und die copyhindcr uns behalten und das recht original, so uns überschickt worden, üch widcrum zuogcsandt, üch uf das höchstund trnugenlichst bittende, und als hoch wir üch anzekcreu haben, crmancndc, denselben Jörgen Aüwdorfcr zevermögen und in anhalten, sich uf (das) bestimpt gcspräch zc verfliegen nud uns da irrthnmbs zc bcivysen oldaber ze entslacheu, deß er uns und unser predicantcn unbillichen anzücht, wir ouch umb üch nit vermeinen beschnldthaben, daß unser anscchen und ratslag, den wir uß gnaden gottes vermeinen gethan haben, nicmands verletzlich,sonders christenlicher Meinung beschcchen, also sölle verschmächt und durch deil üwern geschallt werden; uß ivasgrund das beschcchen sye, mögen wir wol ermessen. Doch wie dein allem, damit bemeldtcr Jörg Nüwdorfer uns,unfern predicantcn und iren anhängcrn sinem verwegen nach und als er spricht, uß gcheiß des heiligen zwölf-botten Petri zc thnond, schuldig ist, rcchnuug gebe sius glonbens und offnung jedem fragenden, langt abermalswie ob an üch unser ernstlich bitt, beger und erman(en), ine anzehaltcn, uf augesatzte disputation sich zc schickenund mundlich bericht (zc) geben," ?c. Zusage sichern Geleits, uöthigenfalls auch der Bestreitung der Kosten; aberim Fall des Abschlags Vorbehalt empfindlicher Ahndung bei Gelegenheit, und Begehren schriftlicher Antwort, zc.
> ^ ^ St. A. Bern: Teutsch Mlssivcn H. 307, 308 a.
21) 1527, 18. Dcccmber (Mittwoch vor Thomä). Bern an Propst Ludwig Läubli in Solothurn. „UnsZwifelt nit, ir habind gcsechen den ratslag der disputation, so wir von zweyspaltung wegen des glonbens by unsZe halten angcsechen. So ir nun in der zal der gelcrtcn sind, und ouch zuo Baden in Ergou uf gehaltncrdisputation gewesen, zuo dem daß ir üwerm vatterland berätlich zc sin schuldig, ist an üch unser stündlich bitt